Tagesarchiv für 11. Februar 2010

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Poltergeist

Donnerstag, den 11. Februar 2010
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MI 10.02.2010 | 23.10 Uhr | kabeleins

Es gibt Filme, die einen das ganze Leben begleiten. Für mich gehört “Poltergeist” dazu. Ich sage immer gern, dass “Poltergeist” mein Lieblingsfilm ist. Vielleicht ist er das sogar. Auf jeden Fall begleitet er mich schon mehr als 20 Jahre.

Im Herbst 1982 kam der Horrorfilm von Tobe Hooper mit starker Beeinflussung von Steven Spielberg in die (west)deutschen Kinos. Irgendwann, vielleicht 1985, 1986 oder 1987, habe ich ihn das erste Mal im Fernsehen gesehen.
Es war ein Sonnabendabend im Frühjahr. Draußen wurde eine große Party gefeiert, das damals alljährliche Straßenfest. Es war bereits später am Abend und schon lange dunkel.
Ich saß allein vor dem Fernseher. Im Ersten lief “Poltergeist”.

Die Familie Freeling wohnt in Questa Verde, einem Vorstadtwohnviertel. Doch in ihrem Haus tut sich Merkwürdiges. Töchterchen Carol Anne hört Stimmen aus dem Fernseher, Gegenstände bewegen sich. Geister sind im Haus – und sie holen sich Carol Anne.

Der Film beginnt recht lustig. Es gibt einige witzige Szenen. Und ich war vielleicht 7 oder 8. Ich dachte, ich sehe eine Komödie und habe mich amüsiert. Aber dann kommt ein Gewitter auf und der Baum vor dem Haus der Freelings kracht durchs Fenster. Auch Witz wird Grusel und Horror.
Irgendwann hat dann mal jemand mitbekommen, was ich denn da eigentlich sehe. Und das war’s dann für mich und den “Poltergeist”.

Aber der Film ließ mich nicht mehr los. Nicht sehr lang später muss ich ihn dann auch ganz gesehen haben. Ende der 80er dann auch Teil 2. Im Jahr 1990 oder 1991 den nicht mehr ganz so guten 3. Teil. Als wir dann auch einen Videorecorder hatten, konnte ich ihn auch aufnehmen, als er mal bei RTLplus lief.
Höre ich die US-Hymne, denke ich an “Poltergeist”. Der Film beginnt mit der Hymne, die im Fernseher der Freelings läuft.
Kommt ein Gewitter auf, denke ich ebenfalls an “Poltergeist”. Durch den Film weiß ich, wie man rausbekommt, ob ein Gewitter heran- oder abzieht. Durch das Zählen nach dem Blitz. Um so länger ich zähle, desto weiter weg ist das Gewitter.
Im 2. Teil gibt es eine Szene, in der der Familienvater aus der Flasche trinkt und einen Wurm verschluckt. Der Wurm ist der Geist. Der Mann kotzt daraufhin eine riesige Made aus. Seitdem – und bis heute – trinke ich Flüssigkeiten aus Dosen nur am ersten Tag. Lasse ich das Getränk über Nacht stehen, hat es sich für mich erledigt.

Noch heute fasziniert mich der Film. Die Spannung, die Dialoge, die Effekte, die Musik. Natürlich auch die Schauspieler. Zum Beispiel die nur 1,30 Meter große Zelda Rubinstein. Im Filme spielte sie Tengina, das Geistermedium. Sie starb erst Ende Januar 2010, wie ich geradecerst gelesen habe.
Und auch wenn kabeleins den Film nach der letzten Szene extrem rüde ausblendete und nicht mal ansatzweise die Schlussmusik zu hören war – es war wieder toll.
Ich habe übrigens die DVD zum Film nicht. Nur mal so am Rande.

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