Tagesarchiv für 9. Februar 2010

aRTikel

Angemerkt: Beste Bedingungen

Dienstag, den 9. Februar 2010
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RT ist dafür, die Olympischen Winterspiele nach Brandenburg zu holen

MAZ, 9.2.2010

Der Wettergott ist kein Kanadier. Und Olympiafan schon mal gar nicht. Regen bei Temperaturen um die zehn Grad ist für Vancouver in den nächsten Tagen angesagt. Neulich waren es sogar schon 13 Grad. Davon träumen wir doch hier in Brandenburg schon seit Wochen! Aber andererseits: Wer braucht schon frühlingshafte Temperaturen und Regen, wenn bei den Olympischen Spielen ab Freitag die Skifahrer über die Pisten rasen sollen? Niemand.

Und warum haben sich eigentlich Brandenburg und Berlin nicht um Olympia beworben? Wir hätten sogar tolle neue Sportarten zu bieten: Schlaglochslalom auf der Berliner Avus zum Beispiel. Die Zuschauertribüne steht schon am Fahrbahnrand. Trainingsstrecken mit tiefen Dellen in den Straßen sind in der gesamten Region vorhanden. Und am Funkturm in der Hauptstadt ist fürs Skispringen der Mount Avus aufgeschüttet, die Schneesammelstelle der Straßenreinigung. In der Prignitz sind die Langlaufbedingungen ebenfalls traumhaft. Und da kommen die in Kanada mit trüben zehn Grad daher. Lächerlich.

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RTelenovela

Die Abschreiberin

Dienstag, den 9. Februar 2010
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Das gesammelte Feuilleton schmiss sich in den vergangenen Tagen in den Staub vor der 17-jährigen Helene Hegemann. Ihr Roman “Axolotl Roadkill” wurde hochgelobt. Es sei ein fantastisches Debüt. Und überhaupt. Jetzt wissen wir: Das junge Ding hat abgeschrieben.

Ganze Passagen aus Hegemanns Roman sind auch in “Strobo” zu finden. Dabei handelt es sich um einen Blog und ein Buch eines Autors namens Airen. Handlungsstränge, teilweise ganze Sätze. Kopieren und einfügen. Wirklich ganz toll, Helene.
Die entschuldigt sich nun dafür, nennt ihr Verhalten egoistisch und gedankenlos. Gleichzeitig verteidigt sie jedoch ihr Prinzip.

Und nun beginnt der Streit. Spiegel Online findet es okay. So würde es halt laufen im modernen Literaturbetrieb.
Aber was ist okay daran, einfach abzuschreiben und dann so tun, als sei das alles neu, frisch und total abgefahren? Natürlich kann eine 17-Jährige nicht schon alles im Leben mitgemacht haben. Natürlich darf sie sich informieren, sie darf und muss recherchieren. So werden auch Zeitungsartikel geschrieben, so entsteht auch meine “Schwuttke”-Serie. Aber einfach ganze Passagagen, ganze Seiten eins zu eins kopieren? Das ist unkreativ. Oder sogar Diebstahl? Man sollte doch zumindest vorher mal fragen. Und wenn nicht fragen, dann wenigstens am Ende erwähnen, woher die Zitate stammen.

Wenn Fräulein Hegemann ihr zweites Best-of-andere-Romane zusammenstellt, wird sie sicher dran denken, sich vorher mal zu erkundigen. Oder sie denkt sich halt selber mal was aus. Soll ja auch Spaß machen.

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RTZapper

Der Kunde als Knecht? Warum wir alles selber machen

Dienstag, den 9. Februar 2010
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MO 08.02.2010 | 20.15 Uhr | 3sat

Wer am Wochenende von Oranienburg aus mit dem Regionalexpress fahren will, darf sich am Automaten anstellen. Der Schalter ist dicht. Und wenn es mal länger dauern, dann müssen die Tickets eben im Zug gekauft werden. Wofür dann eine Servicegebühr von 2,50 Euro erhoben wird. Nur: Was soll daran ein Service sein? So stellt sich die Bahn also Kundennähe vor.

Der Kunde ist oft nur noch ein Knecht. Und reicht ihm der Service nicht, muss er draufzahlen. Das zeigte auch recht eindrucksvoll eine Dokumentation, die 3sat am Montagabend zeigte.
Im vielen Hotels zahlt man weniger fürs Zimmer, mus dafür aber am Automaten einchecken. Gruselig. Im Kaufhaus stehen irgendwann auch nur noch Maschinen, die Tipps geben. Grauenvoll. Pakete geben wir nicht mehr am Postschalter ab, sondern müssen dafür auch wieder an eine Maschine.
Und das wird uns dann als Fortschritt verkauft. Schlimm wird es, wenn in der Altenpflege der Hausarzt bald nur noch per Webcam bei uns vorbeischaut. Dann hat sich das mit dem menschlichen Kontakt wohl ganz erledigt.

Die Menschen vereinsamen schon heute vielerorts. Aber in Zukunft werden wir es wohl immer öfter mit programmierten Maschinen zu tun haben. Schöne neue Welt.

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ORA aktuell

Handball: Neuer Trainer für den OHC

Dienstag, den 9. Februar 2010
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Generationenwechsel beim Oranienburger Handballclub (OHC): Die Mannschaft bekommt im Juni einen neuen Trainer. Peter Frank ist 68 Jahre alt und trainiert derzeit noch die Mannschaft des Ludwigsfelder HC.
Frank führte die Reinickendorfer Füchse einst in die 1. Bundesliga. Beim OHC bekommt er zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag.
Momentan kämpfen die Oranienburger gegen den Abstieg aus der Regionalliga.

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