Tagesarchiv für 31. Januar 2010

RT im Kino

Auf der anderen Seite des Bettes

Sonntag, den 31. Januar 2010

Was’n Stress. Er hat Stress, kümmert sich nicht um die Familie. Sie hat Stress und muss sich auch noch um die Familie kümmern. Und beim besten Willen: Sie bekommen es nicht hin. Sie finden keinen Ausweg. Oder besser: Die Autoren des Films finden keinen Ausweg. So ist die komödie “Auf der anderen Seite des Bettes” am Ende leider völlig verunglückt.

Hugo (Dany Boon) hat in seiner Firma so viel zu tun, dass für Frau und Kinder keine Zeit bleibt. Und das nervt Ariane (Sophie Marceau). Die hat auch einen Job, und um die Kinder und ums Haus muss sie sich auch kümmern.
Fast kommt es zum Bruch. Und Ariane kennt nur einen Ausweg: Rollentausch. Sie geht nun in seine Firma. Er verkauft Schmuck und ist für die Kinder da.
Das klappt gut. Zumindest bei ihm. Er lernt seine Kleinen mal richtig kennen, und das mit dem Schmuck läuft auch. Und sie? Sie feiert ebenfalls Erfolge – aber die Kinder. Sie hat keine Zeit mehr. Das macht sie so fertig, dass sie alles zurückdrehen will.

Was will uns diese französische Komödie eigentlich sagen? Dass es für den Mann unmöglich ist, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen? Dass er sich nicht darum bemühen sollte, sein Leben entsprechend zu organisieren? Dass sogar die Frau keine Lösung dafür findet, wenn sie in seine Rolle schlüpft? Sondern einfach nur blöd dran verzweifelt? Dass die Rolle der Frau dagegen jeder übernehmen kann?
Auch wenn es sich um einen lustigen Film handelt – ganz oihne Anspruch wahrscheinlich – diese Antworten bleibt er dem Zuschauer schuldig. Im Hinblick auf die Berufe liefert der Film keine Auswege, keine Ideen, sondern bleibt dumpf und dumm auf der Stelle stehen. Das Ende liefert keinerlei Antworten, außer dass sich irgendwie alle wieder lieb haben. Ganz schön armselig.
Da nutzt es auch nichts, dass Marceau und Boon eigentlich ganz witzig sind: Der Film ist Murks.

5/10

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RTZapper

Die 45. Goldene Kamera

Sonntag, den 31. Januar 2010
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SA 30.01.2010 | 20.15 Uhr | ZDF

Wenn die Verleihung der “Goldenen Kamera” im ZDF um gut 20 Minuten überzogen hat, dann hat ganz sicher auch Joachim Fuchsberger Schuld daran. Und womit? Mit Recht!

Blacky Fuchsberger erhielt den Preis für sein Lebenswerk. Minutenlang stand er auf der Bühne und redete und redete. Über vergangene Zeiten. Über sein Treffen mit Harry Belafonte. Über seine Frau. Und ich hätte ihm noch stundenlang zuhören können. Und weil das ZDF live sendete, konnte auch nichts rausgeschnitten werden.

Blacky Fuchsberger gehört zu den letzten noch lebenden Showdinos des guten alten Fernsehens des 20. Jahrhunderts.
Seine Show “Auf los geht’s los” gehört zu meinen frühesten Kindheitsfernseherinnerungen. Wird die Sendung heute irgendwo wiederholt, ist sie noch immer sehenswert.
Seine Rolle in “Neues vom Wixxer” zeigt, dass er es noch immer drauf hat, humorvoll und selbstironisch ist.

Zu guter Letzt wünschte Blacky: Auf Wiedersehen! Ja, bitte, auf jeden Fall!

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RTelenovela

Zahnarzt (24)

Sonntag, den 31. Januar 2010
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(23) -> 13.1.2010

Diesmal habe ich alles richtig gemacht. Ich habe mich vorbereitet. Ich habe es nicht vergessen: Mein Zahnarzt ist kein Kreditinstitut. Genau deshalb habe ich die 10 Euro Praxisgebühr auch besonders gern über den Tresen gereicht.

Und auch in Folge 24 dieser kleinen, aber manchmal feinen Reihe, gibt es mal wieder etwas Neues. Eine Art Implantat nämlich. In diesem kleinen Ding ist eine Flüssigkeit, die eine Entzündung am Zahnfleisch hemmen soll. Und das hat sie sogar geschafft. Wunder der Medizin. Nur die Sache mit dem widerlichen Geschmack im Mund, der gut zwei Stunden blieb, der sollten sich die Wissenschaftler vielleicht mal annehmen.
Somit hat Frau Doktor erneut am rechten, oberen Backenzahn mit der großen Plombe rumgebastelt. Vielleicht hält das konstrukt ja noch eine Weile…

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