Tagesarchiv für 23. Januar 2010

RTZapper

Hope For Haiti Now

Samstag, den 23. Januar 2010
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FR 22.01.2010 | 2.00 Uhr (Sa.) | VIVA

Leonardo DiCaprio erzählte, was ihn bewegt, wenn er an das Erdbeben in Haiti denkt. Bono singt einen Song. Steven Spielberg telefoniert mit einer Zuschauern, die gerade etwas für Haiti gespendet hat. Danach wird ein CNN-Reporter aus dem Katastrophengebiet zugeschaltet, der mit Helfern und Betroffenen spricht.
Ansprachen, Gesang, Gespräche, Vor-Ort-Berichte: So sieht in den USA eine Benefizshow aus. “Hope For Haiti Now”, in der Nacht zu Sonnabend in Deutschland bei VIVA und MTV zu sehen, hieß die zweistündige Sendung, mit der die Zuschauer zum Spenden für die Opfer in Haiti bewegt werden sollen.

Ganz still. Ganz ruhig. Völlig ohne Publikum und großes Trara kam die Show aus. Einer nach dem anderen kam, sagte, was er sagen wollte, sang und ging wieder. Würdevoll und angemessen. Und so ganz anders als die Spendengalas in Deutschland. Bei der “Ein Herz für Kinder”-Show in Deutschland führte Thomas Gottschlak durchs Programm. Am Ende wurde unter großem Applaus des jubelnden Publikums die Spendensumme von 18 Millionen Euro verkündet. Inclusive der Millionensummen, die große Unternehmen gespendet haben.
In den USA blieb die Spendensumme in der Show geheim. Die großzügigen Spender verzichteten auf eine Nennung – zumindest während der Live-Sendung. Sensationen kamen in “Hope For Haiti Now” nicht vor. An dieser Produktionen können sich die Deutschen gern mal ein Beispiel nehmen.

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RTZapper

rbb spezial: Land ohne Sonne

Samstag, den 23. Januar 2010
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FR 22.01.2010 | 20.15 Uhr | rbb

In Brandenburg geschieht Dramatisches. Und ich habe es die ganze Woche nicht bemerkt. Ich habe das alles für völlig normal gehalten. Aber seit gestern, seit ich eine Sondersendung des rbb zur besten Sendezeit gesehen habe, weiß ich: Das ist alles total außergewöhnlich und schrecklich.

“Land ohne Sonne” hieß das “rbb spezial” am Freitagabend. Seit angeblich zehn Tagen soll in Brandenburg nicht mehr richtig die Sonne geschienen haben. Und dann noch dieser Schnee! Und das Eis auf den Flüssen! Das klingt nach Weltuntergang.
Warum habe ich von dieser Dramatik bloß nichts mitbekommen? Wieso bloß hielt ich es für völlig normal, dass gerade Schnee liegt? Wieso habe ich mir keine Sorgen gemacht? Wieso habe ich nicht mitbekommen, dass die Sonne nicht da war?

Ich sehe raus: Jetzt gerade, Sonnabendmittag, scheint die Sonne. Na, Gott sei Dank. Es ist also doch noch kein Weltuntergang.
Der rbb hat es mal wieder geschafft, 45 Minuten damit zu füllen, um zu berichten, dass wir eine normale Jahreszeit haben: den Winter. Dass das ganz schön albern ist, hat leider niemand bemerkt.

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RT im Kino

Same Same But Different

Samstag, den 23. Januar 2010

Es ist laut auf den Straßen von Phnom Penh. Und voll. Überall Menschen. In ihren Autos. Auf Fahrrädern. Zu Fuß.
Ben (David Kross) und sein Freund Ed (Stefan Konarske) scheint das Gewusel nichts auszumachen. Die beiden machen Urlaub. Sie sind in Kambodscha als Backpacker unterwegs, wollen ausspannen und etwas erleben.
In einer Disco steht plötzlich Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) neben Ben. Sie ist eine Prostituierte. Aber zwischen Ben und ihr ist alles anders. Es ist Liebe.
Ben kümmert sich um sie. Hilft ihr. Geht mit ihr zum Arzt. Sie lieben sich.
Aber zurück in Deutschland kommt der Hammer: Ben erfährt, dass Sreykeo HIV-positiv ist. Ein Schock. Hat auch er den Virus? Und was ist mit dem Kind – denn seine Freundin ist schwanger. Ben will so bald wie möglich nach Phnom Penh zurück.

“Same Same But Different” ist ein Leinwandtrip in eine den meisten Zuschauern unbekannte Welt. Detlev Buck zeigt Kambodscha von vielen Seiten. Das dreckige, von Armut erfasste Land. Die übervollen Städte. Aber auch das private Land. Die Familien. Die wunderbare Landschaft außerhalb der Metropole.
Faszinierend ist aber auch die Geschichte, die der Film erzählt. Ein junger Mann, der sich verliebt, der sich einer gewaltigen Aufgabe, auch einer Verantwortung gegenüber steht. Aber auch einer, der Fehler macht, mit sich hadert. Kurzum: eine packende Liebesgeschichte, so völlig abseits des Mainstreams.
Buck erzählt die wahre Geschichte, die Benjamin Prüfer bereits in seinem Buch “Wohin du auch gehst” ausbreitete. Für die Leinwand haben Detlev Buck und sein herausragender Hauptdarsteller David Kross einen spannenden, rührenden und über weite Strecken faszinierenden Film draus gemacht.

9/10

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RTelenovela

Volojahre (41): Hauptstadtkorrespondent

Samstag, den 23. Januar 2010
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(40) -> 8.1.2010

Ich sitze in einem Besprechungsraum und höre einen Vortrag. Ich habe mir Ohrstecker angelegt und höre die Übersetzung dessen, was die Rednerin auf Polnisch erzählt. Mein Blick schweift nach draußen. Ich sehe direkt auf das Hotel Adlon, davor verläuft die Straße Unter den Linden.

Hauptstadtkorrespondent. Das klingt doch schon mal ganz nett. So ein bisschen konnte ich mir einreden, dass ich in dieser Woche genau das war: Hauptstadtkorrespondent.
Als mein Termin zu Ende war, trat ich vor die Tür, lief ein paar Schritte, und schon stand ich vorm Brandenburger Tor. Rechts davon der Reichstag.

Dort war ich am Abend davor, bei der Pressekonferenz von Stefan Raab. Eventuell werde ich demnächst auch mal eine Sitzung des Bundestages besuchen können.
Das Berliner Büro befindet sich unweit der Friedrichstraße und dem großen Kulturkaufhaus.
Aber Berlin ist auch teuer. Unser Potsdamer Büro hat eine Kantine. Berlin-Mitte hat unzählige Imbissläden, Fast-Food-Restaurants und weiteren Geldrausschmeißern. sehr lange könnte ich es mir wohl gar nicht leisten, in Berlin zu arbeiten.

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