Tagesarchiv für 14. Januar 2010

RTZapper

Volleyball-Mixed-Kreisklasse: Die Angst vor dem Sieg

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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MI 13.01.2010 | Märkische Allgemeine

Was ist denn da los? Die MAZ berichtet am Mittwoch über die Volleyball-Mixed-Kreisklasse in Oberhavel.
Bonsai Sachsenhausen II verliert gegen die SG Vehlefanz mit 0:3 Sätzen. Und die Begründung, dass die Bonsai-Truppe verliert: “Bonsai II schaffte es nicht, die Angst vor einem Satzgewinn zu überwinden.”

Das macht mich nachdenklich. Ich habe auch immer totaaal Angst davor, etwas zu gewinnen. Ich bekomme unglaubliche Schweißausbrüche, wenn ich beim Badminton mal vorn liege.
Na ja, nicht wirklich.
Aber wozu stehen denn die Volleyballer auf dem Feld, wenn sie angeblich Angst vor einem Sieg haben? Oder finden die Sachsenhausener es viel schöner, zu verlieren? Wenn das so ist, dann werde ich sofort auch eine Volleyballmannschaft zusammenzutrommeln, um gegen Bonsai Sachsenhausen II zu gewinnen. Ich habe da nämlich überhaupt keine Angst.

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ORA aktuell

Klinik: Oranienburg hat neues OP-Zentrum

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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Die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg haben seit Mittwoch ein neues ambulantes Operationszentrum. Bis zu acht OPs sollen dort möglich sein. Der Neubau im zweiten Obergeschoss des Krankenhauses kostete 950000 Euro.
Bislang befand sich der ambulante OP-Bereich in der Rettungsstelle.

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (23): Der Nordtext nur für mich

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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(22) -> 12.1.2009

Sonntag, 14. Januar 1990.
Am 14. Januar gab es für uns immer was zum Feiern. Meine angeheiratete Cousine hatte Geburtstag. Doch das ist vorbei, 2009 ist sie gestorben.
1990 jedoch war ihr Geburtstag etwas ganz Besonderes. Wir durften nämlich erstmals dabei sein.
So fuhren wir also an dem besagten Sonntag mit unserem Lada mal wieder bei Stolpe über die Grenze auf der Autobahn nach Berlin-Hermsdorf.

Den ganzen Tag verbrachten wir im Haus meines Cousins. Und ich, damals schon Fernsehfreak, klemmte mich vor die Flimmerkiste: den Videotext ergründen.
Videotext fand ich damals total toll. Zu dieser Zeit zeigte N3 immer am frühen Nachmittag “Nordtext für alle”. Und Sat.1 zeigte in der Nacht immer Videotexttafeln. Auch den Videotext von ARD und ZDF kannte ich durch entsprechende Sendepausenüberbrückungen.
Jetzt aber hatte ich selbst die Fernbedienung in der Hand, durfte mir selbst aussuchen, welche dieser Seiten ich lesen will. Stundenlang blätterte ich mich durch den Nordtext und die Angebote der anderen Sender. Ich war fasziniert.

Aber natürlich habe ich auch ein bisschen mitgefeiert. Denn so ein Nerd war ich dann doch nicht…

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RTZapper

5×2 – Fünf mal zwei

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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MI 13.01.2010 | 22.50 Uhr | arte

Marion und Gilles lassen sich scheiden. Es hat einfach nicht mehr funktioniert in der Ehe. Der Film zeigt in fünf Abschnitten – vom Ende zum Anfang erzählt – wie sich ihre Ehe gestaltete, wie sie sich überhaupt kennen lernten.

So weit, so gut. Oder auch nicht gut. Denn “5×2” hat so gar nichts, was einen an einem Kinofilm interessieren könnte. Die Geschichte bietet kaum Außergewöhnliches, es gibt keinen wahren Spannungsbogen.
Wie gesagt – die fünf Geschichten dienen im Grunde dazu, die Geschichte ihrer Ehe aufzurollen. Und wir stellen fest: Es lief von Anfang an nicht allzu doll. Gilles wollte nicht die Geburt seines Sohnes miterleben, war regelrecht blockiert. Gefühle waren Fehlanzeige. In seiner Hochzeitsnacht pennt er ein, wobei seine Frau da auch nicht ohne ist.

Es passieren im einzelnen durchaus überraschende Dinge – aber gesamt betrachtet ist “5×2” ein recht öder Film. Nie waren die beiden sehr überschwänglich, sie scheinen nie so wirklich glücklich gewesen zu sein. Schockierendes passiert allerdings auch nicht. Gefühlskälte hier, ein Flirt da. Was auch die Scheidung nicht zu einer für den Zuschauer traurigen Angelegenheit macht. Das Ende ist der eigentliche Anfang der Geschichte – ein Happy End, von dem wir wissen, dass es nicht glücklich ausgehen wird.
Das (fast) jegliche Fehlen einer Emotion beim Sehen des Films, macht ihn überflüssig.
Dass die Schauspieler dabei eine gute Arbeit abliefern, macht die Sache in diesem Fall leider auch nicht besser.

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RTZapper

Nachrichten: Erdbeben in Haiti – war da was?

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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MI 13.01.2010 | 19.00 Uhr | Antenne Brandenburg

Schweres Erdbeben in Haiti. Wahrscheinlich mit hunderttausenden Toten. Es ist die Top-Meldung des Tages. Überall gibt es Sondersendungen und Spendenaufrufe.
Überall? Fast.
In den Nachrichten der rbb-Welle Antenne Brandenburg findet das Erdbeben am Mittwoch in den 19-Uhr-Nachrichten nicht statt. Neben Stasifällen im Landtag oder einer Betriebspleite in Guben war für die “Randmeldung” über das Beben leider kein Platz mehr.

Welche Prioritäten setzen die Nachrichtenredakteure von Antenne Brandenburg? Ist da so ein Erdbeben nicht wichtig genug? Dabei hätte es dabei sogar Brandenburger Aspekte gegeben, wenn man denn unbedingt regionale Nachrichten anbieten will, denn das DRK will von Schönefeld aus ein mobiles Krankenhaus nach Haiti schicken. Oder wollte man den Kindern der anschließenden Gute-Nacht-Sendung “Zappelduster” keine schlechten Meldungen zumuten?

Das Nachrichtenteam der Antenne Branenburg lieferte jedenfalls eine eklatante Fehlleistung ab.

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RT im Kino

Friendship!

Donnerstag, den 14. Januar 2010

Veit und Tom kennen sich seit Jahren, sind die besten Freunde. Das Leben in der DDR ist… es könnte besser sein. Die Sache mit der Kleiderordnung zum Beispiel – nicht so Toms Ding.
Dann aber, im November 1989, fällt die Mauer. Und auf der Neujahrsparty 1990 beschließen Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer): Wir fliegen nach San Francisco. In den Westen. Jedenfalls sehr viel westlicher als Wernigerode in der DDR. Doch da gibt es ein Problem: Ihre paar Dollars bringen sie zwar in die USA, jedoch nur bis New York. Bis an die Westküste ist es noch weit. Verdammt weit. Besonders als schlecht Englisch sprechender Ossi.

“Friendship!” – also “Freundschaft!”, wie der Gruß in der DDR hieß – ist eine etwas andere Wendekomödie. Der Osten reist weit, weit in den Westen. Ein paar der Witze sind zwar ziemlich plump, das Timing des Drehbuches stimmt nicht immer, manchmal wirken die Dialoge ganz schön aufgesetzt. Aber dennoch macht der Film von Markus Goller durchaus Spaß. Aber sein Film ist keine reine Komödie, sondern er schlägt auch ernste Töne an. Wenn manchmal auch ungeschickt: Bald gibt Veit zu, dass er einen Grund hat, warum er unbedingt nach San Francisco wollte. Aber irgendwie wirkt das an der Stelle des Films ein wenig plötzlich und unbeholfen. Dramaturgisch nicht gut gelöst.
Mücke und vor allem Schweighöfer sind toll. Ihre Sprache, ihr leichter Berlin-DDR-Dialekt wirkt real, einige Stellen des Films scheinen fast echt, wie improvisiert. Das spricht sehr für die Schauspieler.
So ist “Friendship!” ein mal beschwingter, mal nachdenklicher und meistens gelunger Film, der vor allem von seinen Hauptdarstellern lebt.

Aber eines noch: Kinder in Schulklassen in der DDR riefen eigentlich nicht “Freundschaft!”. Da war eher in der FDJ ab 14 Jahren üblich. Die Jüngeren antworteten auf “Seid bereit!” “Immer bereit.” Irgendwie blöd, dass der Filmtitel oder die erste Filmsequenz auf einen kleinen Irrtum der Autoren beruht.

7/10

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