Tagesarchiv für 24. Dezember 2009

RTelenovela

Die aktuelle Christvesperkritik 2009

Donnerstag, den 24. Dezember 2009
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2008 -> 24.12.2008

Die diesjährige Kritik der Schmachtenhagener Christvesper zu Heiligabend ist einer eine Gesellschaftskritik.
Warum gehen die Leute eigentlich Heiligabend in die Kirche? Manchmal werde ich den Eindruck nicht los, dass sie sich einfach nur besieseln lassen wollen. Stimmung tanken. Mal raus aus dem Haus.
Nein, mitsingen muss man dann nicht. Das ist ja sowieso albern. Und bei der Predigt kann man sich dann auch gern mal miteinander unterhalten. Tuschel, tuschel, tuschel. Und mit dem Kopf nicken – oder den Kopf schütteln.
Manche Leute benehmen sich im Gottesdienst unter aller Sau.
Und dann noch die lieben Eltern mit den noch lieberen Kindern. Wenn die Kleinen die ganze Zeit vor sich hin brubbeln, die Predigt mit “Bla bla” kommentieren, dann habe ich dafür kein Verständnis. Man kann seine Kinder auch ger mal dazu erziehen, ein paar Minuten still zu sein. Und wenn das nicht geht, sollte man vielleicht besser zu Hause bleiben.

Durch diese Widrigkeiten sind mir jedenfalls fast das Weihnachtsoratorium und die Predigt durch die Lappen gegangen.
Was ich aber mitbekommen habe: Die Predigt des Pfarrers war ansprechend: Vom gescheiterten Klimagipfel und der Frage, was wir in Zukunft anders machen müssen, über die Wirtschaftskrise bis zu den Gottesfragen – die Predigt war nah am aktuellen Geschehen und am Denken der Leute.

Musikalisch gab es zwei Auffälligkeiten: Der Chor experimentiert gern mit Zweit- Drittenstimmen. Das klingt manchmal dann doch ein bisschen schief. Und der Mann oder die Frau an der Orgel meinte es auch ein bisschen zu gut: Das Vorspiel für “Vom Himmel hoch” dauerte gefühlte drei Minuten. Wir haben uns gefragt, ob wir vielleicht zwischendurch schon mal nach Hause laufen können…

Dennoch: nächstes Jahr wieder.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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RTelenovela

Mein BMW und ich (7): Nass, aber warm

Donnerstag, den 24. Dezember 2009
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(6) -> 21.12.2009

Eigentlich wollte sich mein Bruder mal das Thermostat ansehen, um herauszufinden, warum die Heizung bei meinem Auto nicht richtig funktioniert. Das hat zwar leider kurzfristig nicht geklappt, aber, oh Wunder, plötzlich geht sie wieder, die Heizung.

Gestern, am Dienstag, machte ich mich ein vorerst letztes Mal auf den Weg nach Neuruppin. Bei heftigem Schneefall kam ich dort an. Die ganze Stadt und alle Straßen waren wieder weiß. Als ich mein Auto dann auf em Parkplatz vor unserem Büro abstellte, legte ich, wie immer, in den vergangenen Frosttagen, eine Decke auf die Frontscheibe. Die Enden klemmte ich zwischen die Vordertüren.
Im Laufe des Tages ging der Schnee in Regen über.

Am Abend, es war bereits dunkel, nahm ich dann die klatschnasse Decke weg. Ich hatte es eilig, musste zum Flughafen Berlin-Tegel.
Und dann passierte es wieder: das Vorführdebakel. Alles war in Ordnung, die Heizung lief sogar. Als dann aber Marcel neben mir saß, stutzte er: Irgendwas war feucht. Er fasste neben sich. Nässe.

Na toll. Die rechte Seite des Beifahrerseitzes war klatschnass. Wasser von der Frontscheibendecke, die ja drinnen festklemmte, muss reingetropft sein. Marcel musste nach hinten umziehen.
Wie heißt es so schön: Irgendwas ist immer.

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RT im Kino

Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft

Donnerstag, den 24. Dezember 2009
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Plötzlich stand er vor ihm, und Professor Parker Wilson (Richard Gere) konnte nicht anders, als ihn zu behalten, zu pflegen, zu lieben: den Akita-Welpen Hachiko.
Es war Liebe auf den ersten Blick. Wilson trug den kleinen Kerl überall hin, suchte nach dem eigentlichen Besitzer oder nach einem, der den Hund haben will. Dabei stand schnell fest, dass Hachiko bei ihm bleibt.
Die beiden waren nicht zu trennen. Der Hund brachte sein Herrchen am Morgen zum Bahnhof und holte ihn auch am späten Nachmittag wieder zurück. Hachiko war bald stadtbekannt.
Bis zu dem Tag, als Parker plötzlich nicht mehr wieder nach Hause kommt und Hachiko wartet und wartet und wartet und wartet…

Herzzerreißend! Lasse Hallström erzählt mit “Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft” eine sehr rührende Geschichte: über einen Mann und seinen Hund. Das ist an sich natürlich recht simpel, und es geht einem manchmal auch ein bisschen auf die Nerven, wenn Richard Gere zum gefühlten 87. Mal “Hey, Hachi!” ruft. Es funktioniert aber trotzem. Insbesondere das letzte Drittel geht ans Herz. Und das, ohne besonders kitschig sein. Die Geschichte selbst spricht für sich.

Und die Begebenheit passierte tatsächlich: Ende der 20er-Jahre wartete in einer japanischen Stadt jeden Tag ein Hund vor dem Bahnhof auf sein Herrchen. Jahrelang. So sind sie, die Hunde: treu bis zum Lebensende.

7/10

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