Tagesarchiv für 11. Dezember 2009

RT im Kino

New In Town

Freitag, den 11. Dezember 2009

Okay, okay: Wenn man es ganz genau nimmt, ist “New In Town” ziemlich überflüssig. Die Story ist nicht neu, haben wir irgendwo schon einmal gesehen. Die Zahl der Klischees lässt sich unmöglich an nur einer Hand abzählen. Und die Wettervorhersage ist ungenauer, als dass der Zuschauer nicht schon vorher weiß, wie der Film endet.
Aber: Nett ist das Ganze trotzdem.

Lucy Hill (Reneé Zellweger) ist erfolgreiche Geschäftsfrau in Miami. Dann aber wird sie versetzt. Nach Minnesota. Dort ist es arschkalt und die Leute wunderlich. In dem kleinen Betrieb soll die Arbeitsstellen abbauen. Und eigentlich ist nichts leichter als das. Dann aber, wie sollte es anders sein, lernt sie diese Leute in dem Ort namens New Ulm näher kennen. Und lieben. Und so weiter.

“New In Town” ist trotz der nicht sehr originellen Story durchaus sehenswert. Das liegt an den herzigen Menschen, die sind herrlich selbst auf die Schippe nehmen, und auch an Reneé Zellweger, die zwar mit diesem Film keine preiswürdige Leistung abliefert, aber dennoch das Beste draus macht.
Man verlässt das Kino mit einem guten Gefühl. Eine andere Aufgabe soll er wahrscheinlich auch gar nicht erfüllen.

7/10

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RTelenovela

Hallo, Sie bekommen morgen ein Geschenk!

Freitag, den 11. Dezember 2009
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Eigentlich wollte ich einer Freundin zum Geburtstag ein einmonatiges Zeitungsabo schenken. Aber irgendwas ist da schiefgelaufen.
Eine Geschichte in acht Akten.

Akt 1. Der Name der Zeitung ist mir leider entfallen. Aber beim Geschenkabo klang alles ganz einfach. Ich gebe die Adresse der Beschenkten an. Ich bestimme den Zeitraum, in dem sie die Zeitung bekommen soll. Ich gebe meine Adresse an – für die Rechnung. Alles wunderbar.

Akt 2. Schon am Tag danach habe ich Post in meinem Briefkasten. Vielen Dank für Ihr Interesse. Und so weiter. Was ja schon mal Unsinn ist, weil ich selbst sowieso Abonnent dieser Zeitung bin – dessen Name mir immer noch nicht einfällt.
Ich sitze am PC, da öffnet sich ein Chatfenster im Messenger. Es ist die Freundin, der ich das Abo schenken will. Sie beschwert sich: Sie habe Post bekommen. Darin steht, dass sich eine Zeitung für ihr Interesse bedankt, dass sie die Zeitung von dann bis dann bekommen würde. Und dass das soundsoviel Euro kosten würde.
Ich bin bedient. Was bitte soll das denn? Wieso schicken die Vertriebsmenschen an die Beschenkte einen Brief, wo sie sich schon mal bedanken? Ich finde das… nun ja, unüberlegt. Um es mal freundlich auszudrücken.
Wir beschließen, das Ganze rückgängig zu machen. Ein Geschenk, das schon vorher bekannt ist, ist ja auch kein echtes Geschenk mehr.

Akt 3. Auf meine Mail hat am nächsten Tag niemand reagiert. Ich rufe also dort an. Man sagt mir, es sei schon alles erledigt. Die Adresse sei gelöscht und der ganze Vorgang zu den Akten gelegt. Und Leid tat es ihnen auch. Ahja.

Akt 4. Zwei Tage danach habe ich wieder Post im Briefkasten. Vielen Dank für Ihr Interesse. Und so weiter. Der gleiche Brief noch einmal. Was bitte soll das denn? Werden wir nun vollends verarscht? Auch die Adresse haben sie immer noch, nur den Zustelltermin haben sie um zwei Tage verschoben. So, so.

Akt 5. Ich bekomme eine SMS. Auch meine Freundin hat wieder diesen Brief bekommen. Es scheint also bei dieser Zeitung, dessen Name mir glücklicherweise nicht mehr einfällt, üblich zu sein, auch der Beschenkten schon mal einen Brief zu schicken. Das verstehe jemand. Ich verstehe es nicht. Zweimal den selben Fehler zu machen, das ist eine echte Leistung. Und: Wieso überhaupt? Ich denke, es ist alles erledigt und vor allem gelöscht?

Akt 6. Ich rufe wieder dort an. Äußere freundlich, aber bestimmt meinen Unmut über diese mehrfache Schlamperei. Entschuldigung, wir löschen das, wir wissen auch nicht, wieso das passierte. Und so weiter.
So wird das jedenfalls nichts mit der höheren Abozahl.

Akt 7. Die Party meiner Freundin steht an. Und im Geschenkkorb ist kein Zeitungsabo.

Akt 8: Meine Freundin erzählt, sie habe tatsächlich keine Zeitung bekommen. Einerseits freue ich mich, aber andererseits…

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