Tagesarchiv für 7. Dezember 2009

RTelenovela

Bitte etwas mehr Winter!

Montag, den 7. Dezember 2009
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Dresden präsentierte sich uns heute von seiner sonnigsten Seite. Die Frauenkirche strahlte regelrecht über den Platz. Und irgendwie war es sehr warm. Frühlingshaft warm. Mehr als 10 Grad am Mittag.
Die Weihnachtspyramide mit den Kerzen hinter der Frauenkirche wirkte in der Sonnenhitze gar nicht richtig weihnachtlich. Und wenn man dann noch in seiner viel zu dicken Jacke schwitzt, ist die Stimmung auch irgendwie dahin.
Egal. Weihnachtsmarkt bleibt Weihnachtsmarkt. Und Dresden bleibt Dresden. So durfte dann natürlich auch der inzwischen obligatorische Kakao mit Amaretto-Schuss nicht fehlen.

Der Striezel-Markt zeigt sich in diesem Jahr übrigens im neuen Gewand. Die starren Büdchenreihen sind Geschichte, stattdessen steht alles ein wenig kreuz und quer. Das macht alles ein bisschen lockerer, fluffiger, ohne dass es unübersichtlich wirkt. Allerdings müssen wir irgendwie die große Pyramide übersehen haben. Auch die Pflicht-CD “Weihnachten in Familie” schallte nicht über den Platz – was nicht schlimm war, denn das Ding haben wir bereits auf der Fahrt nach Dresden gehört. Entzugserscheinungen gab es dehalb also nicht.

Hits: 15

RTZapper

Bärenbrüder

Montag, den 7. Dezember 2009
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SO 06.12.2009 | 20.15 Uhr | RTL

Als “Bärenbrüder” 2003 in die Kinos kam, war der Stern von Disney schon einige Zeit am sinken. Keine schönen Geschichten, blöde Musik, schlechte Zeichenqualität. Und natürlich sinkende Besucherzahlen.

Auch “Bärenbrüder” ist am Anfang eher enttäuschend. Eine relativ verwirrende, nicht sehr interessante Geschichte, mit der gerade Kinder recht wenig anfangen können. Sie wissen zum Beispiel nicht, was ein Totem ist, und was es genau bedeutet. Mit den Riethen und Mythen werden sie Probleme haben.
Kenai wird in einen Bären verwandelt – ab diesem Augenblick kommt erst der Humor in den Film. Es tauchen einige durchaus komische Figuren auf, so auch die Elche Benny und Björn, die gegen Ende übrigens eine der rührendsten Szenen im Film haben. Ansonsten sind eigentlich so die üblichen Konstellationen zu sehen. Bär Kenai trifft jungen Bär, gemeinsam ziehen sich rum…

Der Zeichenstil ist im Großen und ganzen enttäuschend. Die Figuren sind ziemlich schlicht gezeichnet, nicht sehr detailiert. An einigen Stellen wurde geschludert, da sind eindeutige Zeichenfehler zu erkennen. Disney setzte mit dem Film seinen guten Ruf aufs Spiel.
Die Musik war auch schon besser. Es wurde der grobe Fehler begangen, Phil Collins auch den deutschen Soundtrack singen zu lassen, was allerdings grässlich klingt. Der Text ist kaum zu verstehen, man muss sich schon sehr konzentrieren, um zu verstehen, was Phil da eigentlich singt.
So bleibt am Ende ein ganz netter Film mit leider einigen schlechten Beigeschmäckern. Die “Freunde” von Pixar haben damals eine Messlatte errichtet, die von Disney 2003 so nicht mehr erreicht werden konnte. Oder die sie mit diesem Film zumindest nicht erreicht haben.

Hits: 15

RT im Kino

Zweiohrküken

Montag, den 7. Dezember 2009

Der Til Schweiger ist ja wirklich ein ganz Fleißiger. Dreht Filme, spielt in anderen Produktionen mit, und sitzt auch noch in der Jury einer Castingshow. Letztere floppte allerdings bitter und völlig zurecht.
Vor zwei Jahren landete Schweiger mit “Keinohrhasen” einen Kinohit. Überraschend, unglaublich witzig, aber auch sehr romantisch, und dazu noch ein wunderbarer Soundtrack. Bald stand fest: Die Geschichte geht weiter.
Nun ist “Zweiohrküken” im Kino. Und enttäuscht auf ganzer Linie.

Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) sind noch immer ein Paar, aber nicht so wirklich glücklich. Er ist stinkefaul, sie keift nur rum. Dann kehrt Sexbombe Marie (Edita Malovcic) zurück in Ludos Leben, was Anna eifersüchtig macht. Und Ralf (ken Duken) zieht vorübergehend ein. Er war mal mit Anna zusammen und soll gut bestückt sein. Das macht Ludo eifersüchtig.

Hatte “Keinohrhasen” noch echten Witz und vor allem eine Geschichte, besteht “Zweiohrküken” größtenteils aus Beziehungsgesprächen, in die immer mal wieder ein mehr oder weniger platter Gag eingebaut ist. Was Ludo eigentlich macht, ist unklar. Vom Kindergartenjob sollte er jedenfalls nicht leben können. Die Story ist völlig auf das Paar fixiert, was auf die Dauer langweilt.
Mit von der Partie ist allerdings auch wieder Moritz (Matthias Schweighöfer). Zu ihm ist den Autoren jedoch noch weniger eingefallen als eine platte, öde Wie-spreche-ich-Tussen-an-Geschichte eingefallen, die irgendwie so nebenher verläuft.
Das Problem: Schweiger scheint seine Filmfiguren zu verraten. Alle sind sie unsympathisch geworden. Die ätzende, keifende Anna. Der prollige, faule, nervige und tussenfixierte Ludo. Beide zoffen sich nur, so dass es völlig unlogisch erscheint, warum sie überhaupt noch zusammen sind und später rumheulen. Und das bis zum Ende. Nach diesen Streitereien wirkt insbesondere das Ende plump, aufgesetzt romantisch und einfach dämlich.
Außerdem ist der Film ziemlich mit Musik überfrachtet, stellenweise ist sie auch so laut, dass man nur mit Mühe die Dialoge verfolgen kann.
Die Machart ist die gleiche wie beim ersten Film, doch diese Fortsetzung fällt im Niveau sehr steil bergab, sie ist fast schon ärgerlich, auf jeden Fall eine riesige Enttäuschung.
Kein Wunder, dass Til Schweiger der Presse den ilm vorab nicht zeigen wollte. Im Film rast Ludo in einer Szene mit seinem Auto durch einen Zeitungsstand. Dessen Hauptschlagzeile: die 40 nervigsten Kritiker.
Blöde Arroganz.

3/10

Hits: 23

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (40): Wenn jemand die Schweinegrippe bekommt…

Montag, den 7. Dezember 2009
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(39) -> 12.9.2009

Das ist aber total nett von den Verantwortlichen der Berliner S-Bahn: An den Adventswochenenden darf jeder mit einem Einzelfahrschein den ganzen Tag umherfahren. So ganz kostenlos sollte es dann doch nicht sein.

In Berlin-Frohnau stieg eine Familie in die Bahn. Großes Thema bei ihnen war die Schweinegrippe. Total schlimm, das. Auch wenn in dieser Familie bisher noch niemand die Schweinegrippe hatte. Aber die Enkelin wusste ganz genau, wen es denn als erstes erwischen würde. “Wenn jemand die Schweinegrippe bekommt, dann bist es zuerst du, Oma.” Darüber hat sich die Oma natürlich sehr gefreut und mal knallhart nachgefragt, wie denn ihre altkluge (Einschätzung von mir) Enkelin drauf käme. Ganz einfach, antwortete sie, weil sie alle Krankheiten daherreden würde. Deshalb betonte es die junge Frau auch gleich noch mal: Also wenn jemand die Schweinegrippe von uns bekommt, dann Oma. Damit es auch wirklich jedem klar wird.
Gerade hat der Mann im Lautsprecher den Bahnhof Gesundbrunnen angekündigt, ich musste gleich raus, da hatte die Frau noch eine wichtige Anmerkung: Also wenn jemand die Schweinegrippe bekommt, dann bestimmt Oma zuerst.
Vernutlich redet die liebe, zuvorkommende Enkeltochter ihrer Oma die verdammte Schweinegrippe so lange ein, bis sie sie wirklich hat. In diesem Fall gute Besserung, auch der Frau Enkeltochter.

Hits: 16

RTZapper

Turbo-Tacheles

Montag, den 7. Dezember 2009
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SO 06.12.2009 | 14.30 Uhr | Astro TV

Warum lange rumlabern, wenn es auch schnell gehen kann? Bei Adtro TV haben sie die Schnellabfertigung erfunden. Erstaunlicherweise heißt das jedoch nicht McAstro, sondern “Turbo-Tacheles”. Am Sonntagnachmittag konnten die Anrufer eine Frage stellen, der allwissende Moderator knallte ein paar Kärtchen auf den Tisch und wusste genaue Antworten.
Kommt ein neuer Mann? Ja, und er ist dunkelhaarig und geschieden. Und wann? In 28 Wochen.
Wann kommt eine neue Beziehung? Antwort: im Jahr 2011.
Wie steht es um meine Gesundheit? Sie bekommen Magen-Darm-Probleme.
Wie steht es um meine Finanzen? Keine Verbesserung.

Ja, Wahnsinn, was da alles in den Karten steht. 28 Wochen dauert es also, bis die verzweifelte Anrufer wieder einen Mann ins Haus bekommt, damit sie nicht mehr überflüssigerweise bei Astro TV Geld aus dem Fenster schmeißen muss? Hoffentlich ist die Enttäuschung nicht allzu groß, wenn es in 31 Wochen nicht geklappt hat? Aber vielleicht ruft die Dame dann ja wieder an, um noch mal nachzufragen.

Dass dieses Astro TV immer noch so ein Nischenfernsehen ist, begreife ich nicht. Was die so alles wissen…

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