Tagesarchiv für 3. Dezember 2009

RTelenovela

Vor 20 Jahren (16): Hand an Hand

Donnerstag, den 3. Dezember 2009
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(15) -> 25.11.2009

Sonntag, 3. Dezember 1989.
12 Uhr, die Glocken von St. Johannesberg in Oranienburg-Süd läuten. Und zwar länger als sonst. Nämlich genau 15 Minuten.
Wir stehen an der F96 in der Leninallee (die heutige Berliner Straße) zwischen der Robert-Koch- und der Nauener Straße. Als die Glocken läuten nehmen wir uns bei den Händen.
Wir sind Teil einer langen Menschenkette, die entlang der gesamten F96 von Zittau im Süden der DDR bis Sassnitz im Norden auf Rügen reichen soll.
Mit der Menschenkette forderten die Teilnehmer eine Fortführung des Reformprozesses in der DDR. Ob mir das als 12-Jähriger in dem Moment auch schon bewusst war, oder ob ich einfach schon froh war, dass die Mauer gefallen war, weiß ich heute jedoch nicht mehr.
Nach 15 Minuten ließen wir wieder los – vielleicht zwischendurch auch mal kurz – und dann gab’s Mittag…

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RTZapper

Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!: Osseria

Donnerstag, den 3. Dezember 2009
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DI 01.12.2009 | 22.15 Uhr | kabeleins

Das erscheint logisch: In einem Restaurant, das sich “Osseria” nennt, gibt es Ostgerichte. Und dazu gehört auch das Jägerschnitzel. Im Osten ist das gebratene und panierte Jagdwurst. Leider findet das Sternekoch Frank Rosin eklig. Deshalb musste es runter von der Speisekarte des Ostladens.
So schnell kann es also gehen, die Entostung der Osseria. Da kommt mal schnell das Privatfernsehen vorbei, ein Sternekoch und schwupp fliegt das doofe Jägerschnitzel von der Karte. Stattdessen gibt es Ochsenbacken – was immer das auch mit dem Osten zu tun haben soll.

Dabei war das Problem nicht die Speise an sich. Sie war nur nicht gut zubereitet. Ein Stück Fleisch mit Nudeln, die in einer Tomatensoße schwimmen, ist nun nicht wirklich ansehnlich. Vielleicht hätte ja daran ein bisschen gefeilt werden können. Aber nein, weg damit.
Oder das Würzfleisch. Plötzlich wurden da Pilze draufgeknallt. Das wäre dann wohl das Erste, was ich aus der Schüssel entfernen würde.

Irgendwie seltsam wie das Fernsehen in seinen Dokureihen vorgeht. Und bei “Rosins Restaurants” wirkt auch alles so simpel. Erst kochen die Leute Müll, dann macht Rosin alles besser und schon ist die Welt in Ordnung, alle glücklich. Gern auch mit Manipulationen: Im Vorher-Nacher-Vergleich wirkten Würzfleisch und Jägerschnitzel natürlich hässlich – auch weil die Bild an der Stelle eingeblasst wurde. Es sah vorher schon nicht übermäßig lecker aus, aber in der blassen Farbe dann so richtig schlimm.

Die Osseria in Berlin gibt es immer noch, ein paar halbherzige Ostspeisen stehen auch noch auf der Karte. Wünschen wir den Wirtsleuten das Beste.
Und ich werde morgen mal “Kerstins Imbiss” in Neuruppin besuchen – Jägerschnitzel essen.

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RTelenovela

Kraniche hautnah

Donnerstag, den 3. Dezember 2009
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Da fährt man extra nach Linum, um sich die Kraniche anzusehen, die dort immer sein sollen. Meistens hat man da eher Pech, denn die Vögel sind meist in der ganzen Gegend, nur nicht direkt in Linum.

Neulich begegnete ich den Kranichen jedoch so gut wie hautnah. An der B167 standen sie zwischen Wulkow und Alt Ruppin direkt an der Straße. Ganz gemütlich futterten Dutzende von ihnen im Feld.
Und das alte Phänomen: Plötzlich werden die Autos langsamer. In der 100er-Zone tuckern sie mit 70 an dem Feld vorbei.
Vielleicht sollten die Alt Ruppiner mal über den Kranichtourismus nachdenken. Aber ob die Vögel dann noch in Ruhe im Feld rumstehen?

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