Monatsarchiv für November 2009

RTelenovela

Zahnarzt (21)

Freitag, den 27. November 2009
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(20) -> 21.11.2009

8 Uhr am Freitagmorgen. Ich bin mal so richtig wach. Das ist genau meine Zeit. Nicht gelaunt sitze ich im Wartezimmer meiner Zahnärztin. Und warte. 5 Minuten. 10 Minuten. Irgendwann meint die Schwester zu jemandem am Telefon, dass die Ärztin schon in Zeitverzug sei.
Kurz vor halb 9 darf ich endlich auf den Stuhl.

Gemeinsam sehen wir uns das Röntgenbild an. Da, sehen Sie mal! Der Weisheitszahn da liegt falsch. Und die Wurzeln von den danebenliegenden Zähnen stoßen bald zusammen. Da müssen wir bald mal was machen. Oha. Nächstes Jahr dann.
Und beim backenzahn oben rechts müssen wir nächstes Mal die Füllung austauschen. Darauf bin ich gespannt: Denn schon bei dieser Füllung hieß es damals, das sei die Letzte für den Zahn, dann sei Sense. Am 16. Dezember wird es also wieder spannend.

aRTikel

Wendejahr 1989: Das Volk zeigt die Wendejacke

Freitag, den 27. November 2009
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November I -> 8.11.2009

Rückblick: Mitte November 1989 ist der Frust groß – nicht nur die Oranienburger demonstrieren

MAZ Oranienburg, 27.11.2009

Was passierte im Wendejahr im Altkreis Oranienburg – und was berichtete die Märkische Volksstimme (MV)? Wir blättern zurück. Diesmal die zweite November-Hälfte 1989.

OBERHAVEL
Der Ton in der Leserbriefspalte wird rauer. „Anbei sende ich den heutigen Artikel aus der MV zurück“, schreibt eine Glienicker Leserin am 15. November 1989. „Meiner Meinung nach ist es eine Frechheit, in der heutigen Lage unseres Landes so etwas zu veröffentlichen.“ Die Rede ist von einem Beitrag mit dem Titel „Gedanken zur Ehrlichkeit“, der die Wende und die Diskussionen darum ein paar Tage vorher in Frage gestellt hatte.

Aber auch die Mitglieder der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Oranienburg diskutieren. Sie wollen keinen Missbrauch der Schüler mehr, die am Ende nur noch als Kulisse gedient haben. Außerdem soll das Alter der FDJler reguliert werden: Keine alternden Dickbäuche sollen mehr ins Blauhemd dürfen.

Im Filmtheater Hohen Neuendorf läuft Mitte November 1989 übrigens „Chronik eines angekündigten Todes“.

Währenddessen sind die Oranienburger, Veltener und Leegebrucher genervt vom ständigen Hubschrauberlärm. Ein Dauergeräusch. Deshalb müssen die Flieger fortan Wohngebiete meiden. Von Wilhelmsthal aus dürfen die Helikopter unter der Woche nicht mehr zwischen 22 und 6 Uhr starten und landen. Und am Sonnabend steigen sie nur noch von 7.30 bis 15 Uhr in den Himmel auf und dröhnen vor sich hin.

In Wensickendorf ärgern sich die Leute über den Neubau für die geplante Kaufhalle. Im Keller steht bereits das Grundwasser. Es stellt sich heraus, dass gar keine Isolierung vorgesehen war. Nachträglich werden nun von innen Pappe geklebt und eine zusätzliche Wand davor gestellt. Das Dach, eigentlich glatt mit Pappe eingedeckt, ist schon jetzt eher ein Wellpappdach.

An der Hennigsdorfer Minol-Tankstelle beginnen Testwochen: die Öffnungszeiten werden ausgeweitet. In der Woche soll nun von 6 Uhr in der Früh bis 22 Uhr Benzin verkauft werden, an Wochenenden bis 18 Uhr.

An der Oranienburger Nicolaikirche startet am 18. November 1989 eine Demonstration des Neuen Forums. Harry Doede hatte sie angemeldet und etwa 5000 Teilnehmer angekündigt. Es kommen 2500. „Demokratie – jetzt oder nie“ lautet einer der Sprüche, ein anderer: „Märkische Volksstimme – Wann Stimme des Volkes?“. Auf der Kundgebung auf dem Pharmaparkplatz bekennt sich der Sekretär der SED-Kreisleitung zu den Fehlern der Partei. Auch die damalige SED-Bürgermeisterin Hildegard Busse spricht auf der Demo – und bekommt vom Volk spöttisch die Wendejacke gezeigt.

Der 18. November ist ein Sonnabend, und es ist schulfrei. Wie nun immer sonnabends in der DDR. Glück für die Schmachtenhagener, denn in ihrer Schule ist es bitterkalt. Am 23. November berichtet die MV, dass Direktor Günter Lehmann einen Papierkrieg um akzeptable Wärme im Haus führe. Die Temperatur in der Sporthalle liegt bei zehn Grad, die Dusche ist lauwarm, die Klamotten klamm.

Der November ist besonders kalt. Am 22. November fällt Eisregen, die Straßen verwandeln sich in Rutschbahnen. Sie werden mit Salz und Lauge abgestumpft. Das ruft die Bürger auf den Plan. Doch Bernd Harf, damals schon Leiter der Straßenmeisterei, sagt, er habe zurzeit kein anderes Mittel.

Eigentlich sollte die Mittelstraße in Oranienburg schon längst fertig sein, doch der Frost macht den Plan zunichte. Weiter geht’s erst, wenn es wieder wärmer wird.

Zwei Wochen nach der Grenzöffnung berichtet die MV erstmals aus Stolpe-Süd. Das 450-Seelen-Dorf lag bisher im Grenzgebiet zu Berlin-Heiligensee, also zum Westen. Jetzt darf jeder nach Stolpe-Süd – und staunen: Die Straßen sind sauber, es gibt schmucke Häuschen und ein kleines Lebensmittelgeschäft. „Man ist froh, dass wieder jeder kommen kann“, heißt es im MV-Beitrag.

Die Liebenwalder dagegen sind gefrustet: Ende November beschweren sie sich: Es gebe einige Läden, aber die würden anmuten wie aus längst vergangenen Zeiten. „Es ist eine Zumutung, dort zu kaufen und zu arbeiten.“

Keine Frage: Die DDR erlebt gerade ihr „Coming Out“. So heißt auch der Film, der Ende November im Hennigsdorfer Kino läuft. Darin verlieben sich zwei Männer ineinander. Das gab es bis dahin auch nicht im Staat – zumindest nicht offiziell.

RT im Kino

Die Tür

Donnerstag, den 26. November 2009
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Eine Affäre ihres Vaters kostet Leonie das Leben. Sie ertrinkt im Swimmingpool, während ihr Papa David (Mads Mikkelsen) mit der Nachbarin Gia (Heike Makatsch) schläft.
David kann sich das nicht verzeihen. Und seine Frau Maja (Jessica Schwarz) kann ihm das schon gar nicht vergeben. Sie trennen sich.
Fünf Jahre später. David, einst ein erfolgreicher Maler, bekommt sein Leben nicht mehr in den Griff. Maja will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ein Selbstmordversuch scheitert jedoch. Völlig am Ende gelangt David in einen Graben. An dessen Ende wartet eine andere, und doch bekannte elt auf ihn. Sein Haus. Sein Garten. Der Pool. Fünf Jahre zuvor. Kurz bevor seine Tochter ums Leben kommt.
David handelt. Doch die Chance, die sich ihm ergibt, entpuppt sich zu einem Schreckensszenario.

“Die Tür” von Anno Saul verbindet Drama, Thriller und Mystery auf eine erstaunlich gute Art. Die ersten 20 Minuten plätschern zwar ein wenig langweilig vor sich hin, dann aber entfaltet sich eine merkwürdige, aber mit der Zeit immer spannendere und faszinierendere Geschichte.
Da existiert eine Tür, durch die die Menschen laufen, um in das Leben von vor fünf Jahren einzutauchen. Sie können ihre Fehler verhindern oder ihr Leben nochmal leben. Doch vorher müssen sie ihr eigenes Ich von dmals umbringen. Selbstmord sozusagen. Als immer mehr Leute aus der Zukunft kommen, wird die Lage immer brenzliger.
Und wenn tatsächlich eine Szene mal bescheuert erscheint, liefert der Film später tatsächlich eine für die Handlung plausible Erklärung. Nicht viele Filme schaffen das.

Gedreht wurde “Die Tür” in Potsdam-Babelsberg, jedoch spielt der Film im Irgendwo. Das zeigt sich nicht nur an den seltsamen Fantasie-Autonummernschildern.
Die Schauspieler, allen voran Mads Mikkelsen und Jessica Schwarz agieren sehr eindringlich. Die Angst, die Wut, die Trauer.

Am Ende bleibt ein Gänsehautgefühl, das sich oft sogar erst nach Filmende einstellt. Dann nämlich, wenn man wieder auf der Straße ist, die Leute sieht und denkt: Sind die auch alle aus der Zukunft? Und bin ich noch sicher?

8/10

RTelenovela

Vor 20 Jahren (15): Das Fernsehen beim Politbüro zu Hause

Mittwoch, den 25. November 2009
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(14) -> 23.11.2009

Freitag, 24. November 1989.
Diese Reportage war die wahrscheinlich berühmteste, die je im Fernsehen der DDR zu sehen war. Als wir den Film am frühen Freitagabend im 2. Programm sahen, war es schon die x-te Wiederholung von “Elf99 spezial”. Es ging um einen Rundgang durch die Waldsiedlung bei Wandlitz. Damals lebten dort die meisten Mitglieder des DDR-Politbüros.
Wir sahen den Film atemlos. Und das, obwohl eigentlich gar nicht so viel zu sehen war. Jan Carpentier vor dem Ortsschild von Wandlitz. Dann wie er mit seinem Team in die Waldsiedlung fährt. Wie sich sich überall umsehen. Küchen abfilmen, einen Swimmingpool, einen Einkaufsmarkt und die leicht verschneite Siedlung. Und Kurt Hager und seine Frau, die zufällig spazieren gehen.

So spannend war Fernsehen wohl nur in der Zeit. “Elf99″ war damals sehr viel mehr als nur ein Jugendmagazin.

Mehr Infos und Ausschnitte gibt’s auf mdr.de.

RTZapper

Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!

Mittwoch, den 25. November 2009
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DI 24.11.2009 | 22.15 Uhr | kabeleins

Eine Kneipe, in der es nicht so gut läuft. Ein Sternekoch, der vorbeikommt, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Und er kommt einen Tag früher, weil er ja die Wirtsleute überraschen will.
Nein, das ist nicht “Rach – Der Restauranttester” bei RTL, sondern die neue Sendung von Frank Rosin. Aber wer die ersten Minuten seiner kabeleins-Dokusoap sieht, könnte meinen, dass er bei Rach ganz dreist 1:1 kopiert hat. Um dann genervt umzuschalten.

Eigentlich unclever, “Rosins Restaurants” genau wie “Rach” beginnen zu lassen. Denn wer dennoch dran bleibt, wird sehen, dass das Konzept dann doch ein etwas anderes ist. Die Wirtsleute müssen am ersten Tag nicht nur den Restauranttester bekochen, sondern gleich 30 von Rosin eingeladene Gäste. Die müssen dann eine Wertung abgeben. Danach macht Rosin Chef und Personal zur Sau.
Rosin ist einen Tick überheblicher und selbstherrlicher als Rach. Ihm fehlt das Symthatische, Augenzwinkernde. In seinen Moderationen merkt man Rosin an, dass er die Leute eigentlich nur für bekloppt hält.

Das ist tatsächlich eine etwas andere Note, ob sie aber auch so erfolgreich ist, wie die von Christian Rach, darf angezweifelt werden. Folge 1 sahen nicht mal eine Million Menschen.

ORA aktuell

Oberhavel hat einen Oldtimer-Club

Mittwoch, den 25. November 2009
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Mehrere Oldtimerfreunde aus der Region Oberhavel gründeten in der vergangenen Woche in Oranienburg den Oldtimer-Club Oberhavel. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Kfz-Sachverständige Uwe Haucke, der zum Clubpräsident gewählt wurde, und der Handwerker in Rente und jetziger Clubsprecher Hubert Tiesler.
Ein Anliegen des Clubs sei es, einmal eine richtige Oldtimer-Ausstellung in Oranienburg auf die Beine zu stellen, so Uwe Haucke.

RTelenovela

Ist ein Mandel-Hanuta noch ein Hanuta?

Mittwoch, den 25. November 2009
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Coca Cola Vanille. Pepsi Twist. Twix White. Yogurette Kirsch. Duplo Dark. Irgendwie scheinen alle Marken neue Untersorten zu bekommen. Neuerdings auch Hanuta. Es gibt jetzt auch Hanuta Mandel.

Das bringt mich zu einer grundsätzlichen Frage. Hanuta ist zwar die Abkürzung für Haselnusstafel, ist aber in Wirklichkeit laut Eigenwerbung eine Haselnussschnitte – weshalb das Produkt eigentlich Hanusch heißen müsste – wie wir hier schon mal festgestellt haben.
Wenn nun aber dieses Hanuta gar keine Hanu mehr hat, sondern Mandeln – müsste die Hanuta-Sorte dann nicht Manta heißen?
Ansonsten macht das doch gar keinen Sinn mehr.