Tagesarchiv für 14. November 2009

aRTikel

Drei Monate Bangkok in 90 Minuten

Samstag, den 14. November 2009
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Kultur: Roger Willemsen machte 150 Neuruppinern das Nachtleben der Metropole anschaulich

MAZ Neuruppin, 14.11.2009

NEURUPPIN
Die unfertigen Großbauten von Bangkok wirken wie Findlinge oder antike Dschunken, in deren Schatten sich die ersten Märkte ausbreiten. Der Wind kommt zügig durch das Flussbett.
Mit diesen Worten beschreibt Buchautor und Journalist Roger Willemsen die nächtliche Metropole Bangkok. Am Donnerstagabend reisten etwa 150 Neuruppiner nach Thailand. Dazu mussten sie sich nicht mal von ihren Sitzen erheben, sie brauchten nur dem wort- und bildgewaltigen Vortrag Willemsens zu lauschen. Dazu passende Fotos auf der Leinwand machten seine spannenden, oft beeindruckenden und berührenden Erlebnisse sehr greifbar.

Willemsen las in der Aula des Oberstufenzentrums aus seinem Reisebericht „Bangkok noir“. Drei Monate lebte er dafür in Thailand und verließ mit dem Fotografen Ralf Tooten jeden Abend um 18 Uhr seine Bleibe und kehrte erst im Morgengrauen zurück. Der Journalist erzählte von den verfallenen Hochhäusern am Rande der Stadt, nannte sie die Batterien, in denen sich die Arbeitskraft der Menschen staue. Er nahm die Neuruppiner Zuhörer im Laufe des 90-minütigen Vortrags mit auf den Markt, wo er frittiert-freundliche Heuschrecken sowie Wasserflöhe verspeiste, die ein morastiges Aroma im Mund verbreiteten. Und schließlich erzählte er vom Monsunregen, vom Lametta der Tropfenschnüre, einem Schlaflied-Regen, der erst auf die Planen trommelt, dann rauscht und rauscht.

Wenn in der OSZ-Aula ein Reisebüro einen Stand aufgebaut hätte – einige Gäste hätten wohl gleich einen Flug nach Bangkok, in diesen Moloch, gebucht. Roger Willemsen, der durch seine ZDF-Talkshow bekannt wurde, beeindruckte durch seinen eindringlichen, ruhigen, aber dennoch mitreißenden Vorlesestil. Damit markierte er wohl den Höhepunkt in der Reihe des diesjährigen „Literarischen Bilderbogens“.

RTelenovela

Volojahre (38): Will jemand was Süßes?

Samstag, den 14. November 2009
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(37) -> 12.11.2009

Freitags zieht sich das Büroleben irgendwie zäh dahin.
Okay, das ist manchmal am Donnerstag auch schon so. Oder am Mitwoch. Hin und wieder auch Dienstag. Oder Montag.
Freitag warten alle aufs Wochenende. Obwohl fürs Warten gar keine Zeit ist. Wir haben schließlich viel zu tun.

Die Wochenendvorfreude zeigt sich ganz deutlich durch: Süßigkeiten. Und heute hagelte es Süßigkeiten. Jeder hatte welche mit, im Stundentakt wurde aufgetischt.
Los ging es mit meinen Fenchelbonbons, die ich schon am Tag davor auf dem Markt gekauft habe.
Weiter ging es mit dem Milchkaffee, den wir uns aus dem Café in der Nähe des Schulplatzes kauften.
Dann gab der Kollege Erfrischungsstäbchen aus, die er geschenkt bekommen hatte, aber selbst total eklig findet. Zum Ausgleich kaufte er danach Kekse und verteilte auch die.
Nicht zu vergessen die Pfefferkuchen mit Schokoüberzug, die zwischendurch eine Kollegin verteilte.

Man kann sagen: Wir waren gut versorgt und haben den freitag somit dann doch sehr gut über die Runden gebracht. So macht das Arbeiten Spaß – der Gang auf die Waage … nun ja.

PS: Freitag, der 13. War was? Nö.