Tagesarchiv für 19. Oktober 2009

RTZapper

Das Supertalent: Michelle

Montag, den 19. Oktober 2009
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SA 17.10.2009 | 20.15 Uhr | RTL

Michelle will nicht mehr singen. Obwohl: Singen will der Schlagerstar schon, aber die Sache mit der Öffentlichkeit, damit kommt sie nicht klar. Deshalb ist jetzt Schluss. Endgültig. Oder so ähnlich. Eine Single noch. Und ein Album. Und ein Abschiedsauftritt beim “Herbstfest der Volksmusik”.

Das heißt aber nicht, dass wir nun auf unsere Dosis Michelle verzichten müssen. Denn jetzt mischt auch Töchterchen Celine mit. Sie hält sich für ein “Supertalent” und meldete sich bei der gleichmaligen Castingshow von RTL an. Ohne dass ihre Mutter das wusste. Angeblich.
Aber Michelle ist ja nicht so, deshalb kam sie gern mit. Stand hinter der Bühne. Sprach mit dem Schreyl-Hartwig-Moderatorenduo. Drückte die Daumen. Und weil Dieter Bohlen was ahnte (zwinker, zwinker), rückte Celine auch auf der Bühne mit der Wahrheit raus: Ich bin Michelles Tochter. Also kam Michelle auf die Bühne, durfte mal winken, alles Gute wünschen und wieder los ziehen.

Aber Michelle mag das ja alles nicht. Tjaja. Dafür macht sie jedoch sehr gute PR. Auch mit ihrer Tochter.
Celine sang so lala. Eigentlich wollte keiner aus der Jury, dass sie weiterkommt. Sie kam aber weiter. Schließlich muss doch die Michelle-Story weitergehen.
Ach, Michelle. Dann sing doch lieber selbst weiter.

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RTelenovela

Die Laga ist zu Ende: Huldigung!

Montag, den 19. Oktober 2009
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Die Landesgartenschau in Oranienburg ist zu Ende. Und das Fazit ist: Es war dann doch schön.
Huldigung!

Am Anfang war ich ja skeptisch. Ich fand, dass viele der Beete irgendwie unkrautig aussahen. Schließlich war ich dann aber doch angetan. Vom Park, den Wiesen, den Beeten, den Gartenzimmern, vom Hafen.
Und das Essen im Verpflegungszelt – das war suboptimal. Um nicht zu sagen: grauenvoll und billig. Letzteres bezieht sich jedoch auf die Qualität, finanziell war das Essen leider alles andere als billig.
Ein Höhepunkt die erste Laganacht, auch die zweite machte Spaß.

Fast 600000 Menschen waren während des halben Jahres in Oranienburg zu Gast. Sehr viel mehr als erhofft. Und das Echo der meisten war positiv. Zu recht.

Am Sonntag war dann kurz nach 19 Uhr alles vorbei. Vom Lagahafen aus beobachteten die Besucher ein wunderbares Feuerwerk.
Als die Menschen dann das Gelände langsam verließen, war ziemlich viel Wehmut dabei. Besonders bei den Oranienburgern, die den Park bis zum Frühjahr nicht mehr betreten können. Und dann höchstwahrscheinlich auch wieder Eintritt dafür zahlen müssen. Was in beiderlei Hinsicht schade ist.

Laga – es war schön mit dir! Und wie sagte Van Bracht in seiner Panoptikumshow immer: Huldigung!!

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RTelenovela

Bergen-Belsen: Am Grab von Anne Frank

Montag, den 19. Oktober 2009
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Lauter Massengräber. Unter den Erdhügeln liegen 1000 Menschen begraben. Und da hinten noch einmal 2500. Und gleich daneben sind es nochmal 500. Und da weitere 1000.
Und so weiter.
Mehr als 70000 Menschen starben bis 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Die Gedenkstätte liegt in Niedersachsen nordöstlich von Hannover zwischen den Ortschaften Walle und Belsen. Ein Ort des Gedenkens. Und des Grauens – immer noch.
Der Weg vom dokumentazionszentrum zum ehemaligen Appellplatz verläuft zwischen hohen, grauen Mauern. Ein bedrückendes Gefühl, auch wenn ein paar Meter weiter das Grün der Bäume und Büsche schon zu sehen ist.
Eigentlich macht das Gelände fast einen idyllischen Eindruck. Es liegt in der Lüneburger Heide. Doch wenn rechts und links überall auf der Wiese Grabsteine stehen, und wenn einem dann noch klar wird, dass allein auf dieser Wiese, an der man gerade vorbeiläuft, Tausende Menschen starben, hat sich das mit der Idylle wieder erledigt.
Auf einem der Grabsteine stehen die Namen Margot und Anne Frank. Die beiden starben im März 1945 in Bergen-Belsen während einer Thyphus-Epidemie. Kurz zuvor wurden sie aus dem KZ Auschwitz-Birkenau dorthin deportiert. Vor dem Grabstein in der Gedenkstätte liegen heute Blumen, Teddybären und kleine Steine.

Eine spannende Ausstellung zeigt die größenwahnsinnigen Pläne der Nationalsozialisten, Osteuropa zu germanisieren. Unter anderem die baltischen Staaten, Teile der Ukraine sollten Deutsch werden. Der “Generalplan Ost” sollte dazu führen, die Deutschen dort anzusiedeln. Bedeutet: Vertreibung, Versklavung, Völkermord.

Ich habe einiges gelernt in Bergen-Belsen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Nazis schon früh wussten, dass das KZ Auschwitz nicht mehr lange zu halten sei und die Gefangenen abtransportieren, nach Bergen-Belsen zum Beispiel. Als Auschwitz dann im Januar 1945 tatsächlich befreit wurde, ist die Zahl der Gefangenen gar nicht mehr so hoch gewesen wie in den Jahren zuvor.
Auch, dass Bergen-Belsen erst 1943 zum KZ wurde, habe ich dazugelernt. Vorher war dort ein Kriegsgefangenenlager.

Ein Besuch von Bergen-Belsen lohnt sich auf jeden Fall.
Auch wenn manche Busgesellschaften das alles irgendwelche falsch verstanden haben: Auf dem Parkplatz stand ein Bus mit dem Schriftzug “Happy Days Coaches”. Ah ja.

(Bilder gibts im meinVZ.)

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