Tagesarchiv für 12. Oktober 2009

RTelenovela

Was der Name Tiesler bedeutet

Montag, den 12. Oktober 2009
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Der Landesgartenschau 2009 in Oranienburg sei Dank: Eines der Projekte der Laga ist die Namenforschung von Jürgen Udolph, einem Leipziger Professor für Onomastik.
Alle Oranienburger konnten sich und ihren Nachnamen anmelden, um ihn von Udolph und seinem Team erforschen zu lassen.
Inzwischen liegt auch das Ergenbis des Namens Tiesler vor:

Dieser häufige Familienname lässt sich 316-mal relativ gestreut, aber mit kleineren Konzentrationen in Ostmittel-, Nordost- und Südwestdeutschland nachweisen. Insgesamt 224 historische Belege seit frühestens 1662 vor allem in Berlin und um den polnischen Ort Lissa/Leszno in der Woiwodschaft Großpolen/Wielkopolskie. Bei dem Familiennamen Tiesler handelt es sich um einen patronymischen Namen, der entweder auf den männlichen Taufnamen Matthias (hebräisch ‘Gabe Jahwes’) oder auf einen deutschen Namen zurückgeht, der mit dem althochdeutschen Namenelement thiot/thiet in der Bedeutung Volk gebildet wurde (Bsp. Thietmar/Dietmar).
(Quelle: Namenforschung auf www.laga-oranienburg2009.de)

Und hier noch die Verbreitungskarte des Namens.

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RT im Kino

Beim Leben meiner Schwester

Montag, den 12. Oktober 2009

Die kleine Anna (Abigail Breslin) führt ein Leben als Ersatzteillager. Ganz krass gesagt: Sie ist deshalb nur auf der Welt.
Annas Schwester Kate (Sofia Vassilieva) hat Krebs, und sie wird sterben. Letzteres kann und will ihre Mutter Sara (Cameron Diaz) jedoch nicht hinnehmen.
Rückblende: Als Kate als kleines Kind erkrankt und die Eltern für eine Tranplantation nicht in Frage kommen, macht der Arzt einen unkonventionellen Vorschlag: ein weiteres Kind. Das Blut der Nabelschnur könne schon Wunder wirken.
So spendete Anna schon als Baby Blut für ihre Schwester. Doch dabei blieb es nicht. Viele Krankenhausaufenthalte, Untersuchungen und Eingriffe folgten.
Und jetzt will Anna nicht mehr. Sie will keine weiteren Eingriffe. Und sie will schon gar keine weiteren Organspenden. Dafür geht die 11-Jährige sogar zum Anwalt. Die Familie droht, auseinanderzubrechen.

“Beim Leben meiner Schwester” erzählt eine emotionale, nachdenkliche, traurige Geschichte. Wie weit muss ein Kind gehen, um jemanden anderes – einem Familienmitglied – zu helfen? Muss es ein schlechtes Gewissen haben, wenn es sagt: Jetzt reicht’s. Kann eine Mutter über ihre Tochter und ihre Gesundheit entscheiden?Nick Cassavetes versucht in seinem Film, Antworten zu finden. Gleichzeitig lässt er seine Protagonisten die Geschichte aus ihren Blickwinkeln erzählen. In vielen Rückblenden erfährt der Zuschauer die Hintergründe der schicksalhaften Begebenheiten. Sie helfen beim Einordnen der Gefühle, beim Einschätzen der Situation.
Sofia Vassilieva spielt die todkranke, zerbrechliche und dennoch entschlossene Kate und berührt damit das Herz. Cameron Diaz ist die ernste, verbissene und uneinsichtige Mutter. Als Richterin ist Joan Cusack dabei, die übrigens endlich mal eine vernünftige Synchronstimme hat.

Wenn auch die Schlusssequenzen ein wenig lang geraten sind, ein PS dem nächsten folgt, ist “Beim Leben meiner Schwester” ein spannender, nachdenklich machender Film über sehr interessantes Thema.

8/10

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