RTelenovela

Zugestaute Stauumfahrung

Es bringt einfach nichts: Im Stau runter von der eigentlichen Strecke, um den Stau zu umfahren. Alles Murks! Denn natürlich ist auch auf dieser Umfahrung Stau.
Warum merke ich mir das nicht, verdammt noch mal?

Potsdam, am frühen Abend. Ich habe Feierabend und will nach Oranienburg. Ich steuere mein Auto auf die Nuthe-Schnellstraße. Doch die erweist sich bald als Staustraße. Es geht nur im Schritttempo voran.
Der Verkehrsfunk meldet: Vollsperrung der Strecke im weiteren Verlauf. Schwerer Unfall.
Herrlich.
Im Schneckentempo geht es vorwärts. Wieder Verkehrsfunk. Immer noch Vollsperrung. An der Wetzlarer Straße entscheide ich mich: Runter von der Schnellstraße.
Eine super Entscheidung, und eigentlich hätte ich es wissen wissen. Die komplette Wetzlarer Straße ist dicht. Minutenlang geht gar nichts.

Doch dann habe ich doch noch eine Erleuchtung. Ich biege links in ein Gewerbegebiet, schlängele mich zur Großbeerenstraße, fahre rund um den Filmpark, auf die August-Bebel-Straße und dann weiter Richtung Berlin-Kohlhasenbrück und Wannsee. Dort dann auf die Autobahn.
Stau umfahren.

Und der nächste im Verkehrsfunk schon mal angekündigt. Auf der Autobahn im Tegel-Tunnel. Vollsperrung. Stau. Wunderbar.
Trotzdem bleibe ich auf der Strecke und entdecke in Tegel – freie Bahnen. Auf den Verkehrsfunk kann man sich – zum Glück – nicht immer verlassen.

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