Tagesarchiv für 21. September 2009

RTZapper

2009 – wir wählen: Zuschauer fragen – Guido Westerwelle, Renate Künast und Gregor Gysi antworten

Montag, den 21. September 2009
Tags: , ,

SO 20.09.2009 | 22.05 Uhr | RTL

Toll, RTL! Der Privatsender übernimmt, wie auch Sat.1 und die Nachrichtensender, Verantwortung und präsentiert seinen Zuschauern spezielle Wahlsendungen.

Beim dritten Townhallmeeting waren die Oppositionsspitzen Guido Westerwelle (FDP), Renate Künast (Bündnis 90/Grüne) und Gregor Gysi (Die Linke) zu Gast. Die drei kennen sich schon, sie begegnen sich in den Tagen vor der Bundestagswahl öfter. Beim “TV-Dreikampf” des ZDF zum Beispiel. Da saßen sie auch schon zu dritt und erzählten, was denn die Opposition nach der wahl besser machen will.
Und zumindest Westerwelle war nur Tage danach im “Dreikampf” der ARD. Gleicher Sendungstitel, gleiches Thema – nur dass die Grünen und die Linken anderes Personal schickten.

Nun also auch noch RTL mit der dritten thematisch gleichen Sendung. Politisch Interessierte werden da mit dem Kopf schütteln. Aber vielleicht hat ja auch RTL wieder ein paar Wähler mehr für die Sache interessieren können.
Dennoch: Irgendwann ist einfach der Pepp raus.

RTZapper

OHV-TV-Nachrichten: Machtwechsel in Liebenwalde

Montag, den 21. September 2009
Tags: , ,

SO 20.09.2009 | 22.00 Uhr | Oberhavel TV

Liebenwalde hat eine neue Ortsvorsteherin: Irina Hentzschel. Darauf ist sie dermaßen stolz, dass sie vor lauter Freude nicht mit dem Fernsehen sprechen will.

Aber von vorn: Die CDU war sehr unglücklich mit dem alten Ortsvorsteher Siegfried Mattner. Der ist zwar parteilos, trat aber für die Linken zur Kommunalwahl an. Aber, ach: Mattner hatte viel zu wenig Zeit für Liebenwalde, so die CDU-Abgeordneten. Und dann hat er sich auch noch in Dinge eingemischt, die ihn gar nichts angehen. Unerhört! Dabei soll sich doch der Ortsvorsteher von Liebenwalde doch nur darum kümmern, dass alles schön sauber aussieht in der Stadt – sagen die CDUler. Und stattdessen mischte er sich in anderen Kram ein. Das geht ja gar nicht – so die CDU.

Es wurde Zeit für einen Sturz – fand die CDU. Und das dachte sich auch Irina Hentzschel. Die war übrigens bis vor kurzem in der Linkspartei und trat nun in die eben jene CDU ein.
Ah, ist klar. Weiß Frau Merkel davon? Ist es Frau Hentzschel wurscht in seiner Partei sie ist? Von der Linken zur CDU ist es ja durchaus ein Sprung. Aber vielleicht ging es ihr ja nur darum, neue Machtverhältnisse zu schaffen, wer weiß das schon so genau.
Die Zuschauer von Oberhavel TV nämlich nicht. Frau Hentzschel spricht nämlich nicht mit dem Fernsehen. Sehr demokratisch und bürgerfreundlich, Frau Hentzschel! Die Liebenwalder Abgeordneten, also zumindest die von der CDU, wollten auch nicht, dass Oberhavel TV die Ortsbeiratssitzung filmte. Warum nicht, liebe Abgeordnete? Ist Ihnen Ihr Komödienstadel vielleicht selber peinlich? Vor Sitzungsbeginn sah Frau Hentzschel jedenfalls in die Oberhavel-TV-Kamera, als ob sie den Journalisten gleich eigenhändig vor die Tür setzen wollte.

Mal abgesehen davon, dass der Ortsvorsteher-Sturz in Liebenwalde eine peinliche Angelegenheit ist – dass auch noch das Fernsehen ausgesperrt wird und die neue Ortsvorsteherin nicht mal den Hintern in der Hose hat, sich nach der Sitzung der Kamera zu stellen, das ist nicht weniger als armselig.
Hoffentlich stellen die Liebenwalder bei der nächsten Wahl die Quittung dafür aus.