Tagesarchiv für 7. September 2009

RTZapper

Hot Fuzz – Verbrechen verboten

Montag, den 7. September 2009
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MO 07.09.2009 | 22.15 Uhr | ZDF

Nein, nein, das Wort “wichsen” darf nicht vorkommen im ZDF-Abendprogramm. Dafür werden dann auch schon mal Filme umbenannt, bevor sie dann über den Sender gehen.

Unter dem zugegebenermaßen extrem bescheuerten Titel “Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis” lief im Sommer 2007 die britische Komödie im Kino, die das ZDF nun ausstrahlt – ohne die abgewichsten Profis. Stattdessen lautet der Untertitel nun “Verbrechen verboten”. Was Sinn macht, denn darum genau geht es im Film. Ist also nicht besonders innovativ, aber wenigstens nicht so krank wie der Kinotitel.

RT im Kino

Final Destination 4

Montag, den 7. September 2009

Das kennen wir schon: Eine Gruppe Jugendlicher entkommt einem Unglück, weil einer von ihnen den Unfall vorhergesehen hat. Sie entkommen dem Tod, aber der holt sie sich zurück. Einer nach dem anderen.
Das war bei “Final Destination” so, bei “Final Destination 2″, bei Teil 3 und auch jetzt, bei “Final Destination 4″.
Ein Nachteil ist es nicht. Denn auch enn die Story bekannt ist, vorhersehbar ist sie nicht. Denn bei dieser Horrorfilmreihe geht es ja auch gar nicht um das Was, sondern um das Wie.

Diesmal geht es um ein Speedway-Rennen, um einen Horrorcrash und wieder viele Tote. Und um Nick (Bobby Campo), der alles ahnt und seine Freunde und weitere Menschen rettet.
Und der Rest ist bekannt.

Spannend ist es trotzdem. Denn David R. Ellis gelingt es recht gut, seine Zuschauer in die Irre zu führen. Der Tod kommt, das ist klar. Aber nie ist klar, wie. Da fällt eine Flasche um. Ein Ventilator rumpelt. Öl kippt aus. Eine ganze Reihe Verdachtsmomente. Und dann kommt doch alles anders.
Wenn die mitunter sehr flachen Zwischensequenzen eine etwas höhere Qualität hätten und nicht so flach, dann wäre aus “Final Destination 4″ etwas ganz Tolles geworden. So ist er immerhin ein solider Thriller mit vielen spannenden Momenten. Immerhin, und für das Genre fast schon ausreichend.

7/10

aRTikel

Beim letzten Konzert flossen Tränen

Montag, den 7. September 2009
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Musik: Maxi und Martin verabschiedet

MAZ Oranienburg, 7.9.2009

HENNIGSDORF
Mehr als zwei Stunden voller Melancholie, leisem Humor und Abschiedsschmerz. Das alles in 27 wunderbaren Liedern. Mit ihrem letzten Konzert an der Musikschule Hennigsdorf setzten Maxi Ulrich und Martin Girard am Freitagabend im Stadtklubhaus ein ganz großes Ausrufezeichen. Bevor die beiden Oberhavel endgültig verlassen, wollten sie noch mal auf der heimischen Bühne stehen. Maxi wohnt bereits wegen ihrer Lehre zur Atem-, Sprach- und Stimmlehrerin in Bad Nenndorf (Niedersachsen), Martin zieht in den nächsten Wochen zum Studieren nach Cottbus.

Seit Wochen probten sie für das Konzert, und etwa 150 Gäste wollten sich den Gesangsabend nicht entgehen lassen. Florian Nikolai präsentierte drei seiner selbst geschriebenen Songs – ruhig und doch locker, fröhlich und doch melancholisch. Diese Stimmung zog sich durch den ganzen Abend. Die Liedauswahl war beeindruckend: Rio Reisers und Marianne Rosenbergs „Der Traum ist aus“, sang Maxi Ulrich, an der Gitarre begleitet von ihrem Freund Florian Nikolai. Davor Grönemeyers „Land unter“ mit Martin Girard, Henry Wilke und Sabrina Ulrich, die Hennigsdorf bald in Richtung Albstadt (Baden-Württemberg) verlassen wird.

Am Ende flossen dann Tränen. Auf der Bühne und vor der Bühne. „Zehn Jahre Musikschule gehen jetzt für mich vorbei“, sagte Maxi Ulrich. „Und ich glaube, dass ich mit einem Lächeln gehe.“ Rolf-Peter Büttner, stellvertretender Leiter, war ebenfalls gerührt. Er danke den Akteuren für den emotionalen Abend. „Und nicht nur für diesen Abend, auch für viele Jahre.“ Es folten viele Blumen, Umarmungen, und Ovationen.

RTelenovela

Im UCI: Bitte kümmern Sie sich um sich selbst!

Montag, den 7. September 2009
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Okay, wir waren schusselig. Wir haben vergessen, an der Kinokasse unsere Parkkarte entwerten zu lassen. Aber wer kann denn ahnen, dass nach dem Film überhaupt niemand mehr da ist im UCI-Kino in Berlin-Friedrichshain.

Der Horrorfilm “Final Destination 4″ war tatsächlich ganz schön gruselig. Als der Abspann lief, liefen wir ins Foyer des Kinos zurück. Ich nahm die Parkkarte aus meiner Brieftasche. Wir liefen zum Kassenbereich und sahen: niemanden. Keiner mehr d. Die Monitore waren ausgeschaltet, die Box mit dem Popcorn leer. Und keine Menschenseele mehr anwesend.
Und wir waren nicht die einzigen auf der Suche nach dem UCI-Personal. So begaben wir uns gemeinsam auf die Suche nach irgendjemandem, der sich für seine Kunden interessiert. Oder besser: Nach überhaupt jemandem, der noch da ist.

Im gesamten Foyer fanden wir niemanden. Die anderen zwei Typen liefen in einen hinteren Flur, klopften an mehreren Türen. Nichts. Niemand da.
Was ist eigentlich, wenn Feueralarm ausbricht? Oder wenn der Film mal eine Störung hat? Wenn sonst jemand Hilfe braucht? Sind wir dann immer auf uns allein gestellt? Immerhin war es noch nicht wirklich, kurz nach zehn am Sonntagabend. Eine Spätvorstellung ist in Friedrichshain allerdings nicht mehr vorgesehen.

Die anderen beiden gingen inzwischen, mussten also ihren Parkschjein bezahlen. Sie rätselten, ob es in der Nähe eine Bank gäbe.
Dafür gesellte sich jemand anderes zu uns, der auch Personal suchte.
Auch wir liefen nochmal in den hinteren Flur. Klopften. Ich klingelte bei der Theaterleitung. Keine Reaktion. Niemand mehr da.
Was ist da los im UCI? Lassen die tatsächlich ihre Kunden allein im Haus zurück? Sollen sich ihre Gäste um sich selbst kümmern? Sollen wir vielleicht auch das Haus abschließen?
Okay, für uns wäre kostenloses Eis drin gewesen. Die Truhe stand da, und wir hätten zugreifen können. Aber wir warteten und suchten weiter.
Flo ging inzwischen nochmal in einen der Säle. Und jetzt tat sich was: Alarm. Der hatte am Notausgang den Alarm ausgelöst.

Und nur drei Minuten später kamen dann tatsächlich zwei Männer und eine Frau in UCI-Uniformen. Entzückend!
Für unseren Ärger hatten sie natürlich kein Verständnis. In der Regel sei natürlich Personal da, hieß es. Ja, das haben wir gemerkt.
Wer weiß, was die drei inzwischen getrieben haben, aber dieser Umgang mit Menschen ist durchaus bemerkenswert.

RT im Kino

LOL (Laughing Out Loud)

Montag, den 7. September 2009

Anfang der 80er-Jahre vergnügte sich Sophie Marceau in “La Boum – Die Fete” als Vic auf den Feten ihrer Freunde und blockierte zum Leidwesen ihrer Eltern stundenlang das Telefon.
Manche Dinge ändern sich nie. In gewisser Hinsicht. Denn igendwie ist dann doch alles anders. Ganz anders.
Deie Feten gibt es immer noch. Auch Liebeskummer. Telefone auch, jetzt allerdings in mobiler Form. Mit SMS und Video. Und das Internet. Chats und Videokonferenzen.

Anne (Sophie Marceau) macht sich Sorgen um ihre Kinder. Sie macht sich eigentlich immer Sorgen um ihre Kinder. Lola (Christa Theret) ist mit 16 die Älteste und ist einerseits genervt von ihrer Mama. Andererseits kuschelt sie noch gerne mit ihr.
Lola – die von allen Lol (wie die Chatabkürzung für “laut loslachen”) genannt wird – hat es aber auch nicht einfach. Sie ist unsterblich verliebt in den besten Freund von ihrem Ex. In der Schule könnte es besser laufen. Und dann findet sie auch noch raus, dass ihre Mama eine Affäre hat. Mit Lols Vater, ihrem geschiedenen Mann.

Der Vergleich mit “La Boum” scheint von den Machern von “Lol (Laughing Out Loud)” durchaus gewollt. Spätestens wenn im Supermarkt der prägnante Song “Reality” läuft, huscht ein Lächeln über das Gesicht des wissenden Kinobesuchers.
“Lol” erzählt eine Teeniegeschichte, die natürlich schon oft auf ähnliche Weise erzählt wurde. Regisseurin Lisa Azuelos hat für ihren Film jedoch eine sympathische und hübsche Schar von jungen Schauspielern zusammengecastet. Sie leiden, sie lieben, sie lachen. Das alles hat Charme. Und dazu noch eine reizende Sophie Marceau, die sich als Anne auch nochmal verliebt und wie ein Teenie wirkt – wie vor fast 30 Jahren. Seufz.

8/10