Tagesarchiv für 31. August 2009

ORA aktuell

Wahlplakate beschmiert

Montag, den 31. August 2009
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Vier Wochen vor den Bundestags- und Landtagswahlen sind in Oranienburg mehrere Wahlplakate beschmiert worden. Am Kreisverkehr Friedensstraße/Walther-Bothe-Straße schmierte ein Unbekannter u.a. fremdenfeindliche Parolen auf die Plakate. Interessanterweise ist die Schrift augenscheinlich die Gleiche wie schon bei Schmierereien bei der Wahl davor.

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RTZapper

Tagesschau: Wahl

Montag, den 31. August 2009
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SO 30.08.2009 | 2.10 Uhr (Mo.) | Das Erste

An einem Wahlabend wie gestern fallen alle anderen Themen hinten runter. So bestand die Hauptausgabe der ARD-“Tagesschau” am Sonntag nur aus Wahl, Bundesliga, Kanu und Wetter. Und dabei überzog die Nachrichtensendung um zehn Minuten.

Aber bei allem Rätselraten um künftige Koalitionen: Was ist eigentlich mit den kleinen Parteien? Wie haben die eigentlich abgeschnitten?
Den ganzen Abend bleibt diese Frage unbeantwortet. Klar, sie spielen keine Rolle, aber interessant wäre es doch trotzdem mal, was hinter “Andere” steckt.
Diesen Service gibt es im Laufe des Wahlabend nur einmal. Und dazu muss man lange wachbleiben. In der ersten Nachtausgabe der “Tagesschau” werden sämtliche Ergebnisse aller Parteien vermeldet. Also auch von der seltsamen BüSo, von der ödp und den anderen Minis.
Fein, fein, aber warum nur für die Nachteulen? Um 2.10 Uhr, so wie gestern, ist die Zuschauerzahl schließlich schon sehr überschaubar.

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RTelenovela

Lauf, Forrest, lauf! (7): Von der Packhalle zum Gewächshaus und zurück

Montag, den 31. August 2009
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(6) -> 29.8.2009

Ich als ich meinen Kollegen in Neuruppin sagte, ich würde am Temnitztallauf teilnehmen, fanden sie das lobenswert. Als ich dann aber meinte, dass das ja ein Spenenlauf sei und ich noch Spender bräuchte, war… na ja, sie ahnten schon, jetzt seien sie und ihr jeweiliger Geldbeutel gefragt.
In Rohrlack wird momentan für eine neue Kirchturmspitze gesammelt. Mit dem lauf sollte Geld in die Kasse kommen.
Ich schlug meinen Kollegen vor, je 50 Cent pro Runde zu zahlen. Eine Runde hatte wohl um die 600 Meter, und ich würde dann vielleicht fünf, sechs oder sieben Runden laufen. Viele machten mit, und ich zahlte auch was drauf. So lief ich zu einem Preis von 6,50 Euro pro Runde.

Am Rand von Rohrlack trafen sich 54 Teilnehmer am Temnitztallauf. 90 Minuten hatten wir Zeit, man konnte auch spazieren gehen oder Rollstuhl fahren. Egal wie, hauptsache Runden ansammeln.
Und dann ging es los. Von der Packhalle zum Gewächshaus und zurück. Der Hinweg hatte es in sich. Über einen Sandweg mit Steinen gespickt ging es leicht bergauf. Wirklich leicht, aber doch spürbar – von Runde zu Runde mehr. Der Rückweg erfolgte über einen Plattenweg, ganz leicht bergab.
War einmal der Kreis geschafft, gab es einen roten Punkt aufs T-Shirt.

Sonst renne ich ja eher am Abend nach der Arbeit und nicht zwei Stunden nach dem Aufstehen in der Mittagssonne. Und so war ich auch ziemlich schnell am Ende.
Runde fünf war geschafft. Und da wird der Miniberg zur Herausforderung. Auf einer kleinen Bank saßen mehrere Frauen und machten Mut. Zählten die Punkte und staunten – je nach Punktzahl.
Ich musste ein paar Schritte laufen. Bis zur Wende auf den Plattenweg, dann ging es weiter. Auch weil hinter mir ein kleiner Junge lief – und von dem wollte ich mich zumindest bis zum Zieldurchlauf nicht überholen lassen.
Habe ich auch nicht.
Im Ziel standen die meisten Leute und klatschten. Eine schöne Sache, das macht Freude und Mut.

Runde sieben war geschafft. Aber ich wollte mehr. Ich beschloss, zehn Runden zu laufen. Das konnte ich meinen Kollegen gerade noch zumuten. Fünf Euro sind ein runder Betrag, ist ein kleiner Schein und tut gerade so noch nicht weh.
Und so lief ich weiter.
Runde acht. Auf dem Sandstück lief ich ein paar Meter. Am Zieleinlauf wollte ich mir diese Blöße jedoch nicht geben. Dort rannte ich immer durch.
Runde neun. Noch einmal rumlaufen. Die Sonne brannte.

Als mir der zehnte Punkt aufgeklebt wurde, war mein Rennen gelaufen. Ich hätte weitermachen können, zumal ich ja auch den Rest der Zeit hätte spazieren gehen können. Aber dann hätten meine Kollegen mich geköpft. Und lieber zehn Runden (meistens) gerannt, als 20 geschlendert.

Der ausdauernste lief übrigens 45 Runden, mehr als 20 Kilometer. Und selbst einige Kinder brachten es auf 22 Runden. Ich gebe zu, das machte mich ein wenig nachdenklich. Mit meinen zehn Runden lag ich eher im unteren Mittelfeld.
Dafür hatten wir mit 6,50 Euro pro Runde den zweithöchsten Spendeneinsatz. Immerhin etwas! Und die Urkunde hängt nun über meinem Schreibtisch.

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