Tagesarchiv für 16. August 2009

RTZapper

Werbung: RWE

Sonntag, den 16. August 2009
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SA 15.08.2009 | 0.57 Uhr (So.) | Sat.1

Wird jetzt schon in der Werbung geklaut? Oder hat der Energiekonzern RWE eine komplette Werbekampagne samt Werbemelodie übernommen? Der aktuelle Spot von RWE, den Sat.1 in der Nacht zum Sonntag sendete, erinnerte extrem stark an den Spot von der DEA-Tankstelle aus den 90ern.

Ein Imbiss zu dem lauter Leute kommen, die total witzig sind. Oder, was man so unter witzig versteht. Ein alter Mann und eine alte Frau. Die Frau Tschernoster, die einkaufen will. Der coole Ingo mit seinem gelben Flitzer. Und am Ende der Jingle “Hier laden Sie auf”. Früher hieß er “Hier tanken Sie auf”, klang aber ganz genau so.

Des Rätsels Lösung: RWE heißt eigentlich RWE Dea AG und ist eine Nachfolgegesellschaft von DEA.
Eigentlich clever, denn den Spot und den Jingle werden die, die den Tankstellenspot aus den 90ern kennen, ganz eindeutig damit identifieren.
Ob das jetzt besonders einfallsreich ist, den eigenen alten Spot zu kopieren, sei allerdings dahingestellt…

RTelenovela

Rügen 2009 (5): Feuer, Fliegen, Sowieso

Sonntag, den 16. August 2009
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(4) -> 19.4.2009

Knappe drei Stunden, und wir erreichten Baabe. Von wegen Stau hinter der Rügenbrücke. Ganz geschmeidig fuhren wir über den Strelasund und gelangten ohne Störungen auf die Insel Rügen.
Der Stau war dafür auf der Gegenseite. Es scheint das Gesetz zu geben, dass ab 10 Uhr der Rückreiseverkehr beginnt. Denn das Seltsame war: Der gewaltige Stau hatte nichts mit der Rügenbrücke und den dortigen Verkehrswidrigkeiten zu tun. Erst ab Rambin, dem letzten Ort vor der Brücke, war die Spur dicht. Es waren einfach zu viele Leute in Richtung Stralsund unterwegs. Bis Bergen ging gar nichts mehr. Gut, dass wir damit nichts zu tun hatten.

Auch die Marienkäferplage scheint zu Ende zu sein. Ein einziger „Mariechenkäfer“ landete auf dem Arm des kleinen Mädchens neben uns – und die war schwer begeistert. Dafür nerven kleine Fliegen, die überall und nirgends landen und jucken. Aber am Strand war das noch erträglich. Eklig wurde das erst, als wir am Abend zum Baaber Bollwerk liefen – dort schwirrten sie in Scharen herum und wurden zur Plage.

Am Hafen feierten die Leute das Bollwerkfest. Und ich traf alte Bekannte: Die Band Sowieso spielte die besten Gassenhauer der 60er, 70er, 80er, 90er und 00er-Jahre (Sagt man das so? 00er-Jahre? Oder auch Nullerjahre? Oder 2000er? Es wird Zeit, dass wir einen Name finden für das Jahrzehnt, das in viereinhalb Monaten zu Ende ist.) Und ich überlegte schon vorher: Der Name Sowieso sagte mir was. Und tatsächlich: Ich habe sie schon einmal in Baabe erlebt, 2006 auf der Kurbühne. Es war toll. Und es war auch heute toll. Oder, sagen wir mal: Es war okay. Ich habe mitgewippt. Und mitgesungen. Und mitgeschunkelt. Was man nicht von jedem behaupten kann.
Eigentlich warteten wir auf das für 23 Uhr angekündigte Feuerwerk. Hinter der Bratwurstbude war eine Absperrung, dahinter ein paar Ständer und Gerüste. Da sollte das Feuerwerk sein. Um Punkt 22.58 Uhr begann dann das… nun ja, sagen wir mal… also… das Feuerdings. Es war im Grunde nur eine Abfolge von brennenden und qualmenden Lichtern. Gingen die einen aus, war die nächste Reihe dran. Lustlos, einfallslos, öde und nach acht Minuten vorbei. Es war das beknackteste und überflüssigste Feuerwerk, das ich je gesehen habe. Das Geld hätten sie auch gleich in den Bodden werfen können. Oder Freibier spendieren können, dann hätten alle was von gehabt.
Diesen Feuerwerksversuch muss ich erst mal verkraften.