Tagesarchiv für 11. August 2009

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Ein Volk sprengt seine Mauern

Dienstag, den 11. August 2009
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MO 10.08.2009 | 0.50 Uhr | (Di.) | 3sat

Die Wendezeit gehört für mich noch immer zu den wichtigsten und emotionalsten Ereignissen meines Lebens. Nicht nur, weil ich sie trotz meiner 11 Jahre schon sehr intensiv miterlebt habe, sondern weil sie mein Leben in eine Richtung trieb, die in der DDR so nicht möglich gewesen wäre.

Die Doku “Ein Volk sprengt seine Mauern” vom damaligen SFB gehört zu den ersten VHS-Filmen, die ich mir im Frühjahr 1990 zulegte. 3sat zeigte ihn nun noch einmal.
Ich habe ihn schon zigmal gesehen, kenne jede Szene. Die vom Fernsehen der DDR übertragene Schabowski-Pressekonferenz. Die Freude an der Grenze. Und davor: die Flüchtlinge in Budapest und Prag. Die Genscher-Ausreise-Rede. Gorbatschows Weissagung “Wer zu spät kommt…”.
Es sind Szenen, die mich noch heute berühren, die eine Gänsehaut bei mir verursachen. Kann ich mir immer wieder ansehen.

In der RTelenovela-Rubrik startet demnächst meine kleine Wendeserie mit Erinnerungen aus heutiger Sicht an 1989.

RTelenovela

Mal so richtig viel aussortiert

Dienstag, den 11. August 2009
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Mein Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Er ist voll bis oben hin. In die Fächer mit den T-Shirts und Pullovern passt nichts mehr rein.
Es wurde also höchste Zeit, ein paar Klamotten auszusortieren. Ich nahm mir fest vor, erbarmungslos zu sein.

Ich fing mit den Socken an. Auch das Schubfach war übervoll. Und tatsächlich: das eine oder andere Paar landete in der Tüte. Das fing ja schon mal gut an. Wobei da echt ein paar nicht mehr anziehbare Dinger bei waren.
Dann die Unterwäsche. Auch da ließ sich wunderbar so einiges aussortieren.
Und die T-Shirts. Und da… nun ja. Ich finde es schon erstaunlich, wie viele noch ganz gute T-Shirts ich habe. Kann man noch tragen. Müssen also nicht weg. Höchstens das mit den Löchern. Und das, wo der Aufdruck verblasst ist. Drei oder vier T-Shirts waren es am Ende. Hätte mehr sein können.
Und dann noch die Pullover. Mein ältester ist (ich schätze mal) von 1993. Der Aufdruck ist auch ein bisschen blass, aber an sich… joa… könnte ich mal wieder anziehen. Er passt mir auch noch. Prima. So ging das munter weiter.
Der Finnland-Pullover zum Beispiel. Eigentlich zu klein. Aber kann man den wegwerfen oder weggeben? Nein. Lauter Erinnerungen an Lahti, Vantaa und Helsinki.
Und so weiter. Am Ende war es genau ein Pullover, der dran glauben musste.

Die Sache mit der Erbarmungslosigkeit muss ich dann wohl noch mal üben. Nächstes Mal dann. Ganz bestimmt. Schließlich ist mein Schrank nicht wirklich leer geworden. mal abgesehen vom Sockenschuhfach.