Tagesarchiv für 10. August 2009

ORA aktuell

Im Lehnitzsee: Schlagertexter Fred Gertz ertrunken

Montag, den 10. August 2009
Tags: , ,

Der Schlagertexter und ehemalige Pressesprecher der Kreisverwaltung von Oberhavel, Fred Gertz, ist gestorben. Das meldet “Die Mark online”. Ein Fußgänger entdeckte Gertz am Sonntagabend leblos im Lehnitzsee.

Fred Gertz schrieb unter anderem für Reinhard Lakomy den Song “Heute bin ich allein”, für Holger Biege “Sagte mal ein Dichter” und für Gerd Christian “Sag‘ ihr auch”.
Gertz lebte in Lehnitz und wurde 75 Jahre alt.
Die Polizei geht von einem Badeunfall aus.

RTelenovela

Und dann nischt wie raus nach Wannsee

Montag, den 10. August 2009
Tags: , ,

Connie Froboess sang schon 1951: “Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein. Und dann nischt wie raus nach Wannsee.”
Zwar packten wir heute unsere Badehosen ein, ein kleines Schwesterlein stand uns jedoch nicht zur Verfügung. Aber mit Freunden macht das bestimmt viel mehr Spaß, als mit einem garantiert verzickten Schwesterlein.

Ich war 1992 das erste und letzte Mal am Wannsee. Genauer gesagt: auf dem Wannsee. Damals fuhr ich mit einem Freund mit der allerersten von Oranienburg nach Wannsee durchfahrenden S-Bahn. Auf dem See unternahmen wir dann eine sonnige Bootsfahrt. Und als wir wieder zu Hause in Oranienburg waren, musste ich feststellen, dass man mir mein Fahrrad geklaut hat.

Es wurde höchste Zeit für mich und den Wannsee, diese Eindrücke aufzubessern. Das 1907 eröffnete und bis vor zwei Jahren sanierte Strandbad hat tatsächlich echten Ostseesand zu bieten – er kommt aus Travemünde. Er kann zwar den richtigen Ostseesandstrand nicht ersetzen, macht aber trotzdem durchaus was her.
Wir schlugen unser Lager direkt an der Mauer zur Wandelhalle auf, picknickten mit Baguettes, Wurst, Käse, Marmelade und Puddings und stürzten uns in die Fluten.
Nun ja, das mit dem Stürzen dauerte natürlich etwas länger – das Wasser war ganz schön kalt. Zumindest anfangs.
Schön ist, dass das Wasser recht lange ziemlich flach ist, man läuft schon den einen oder anderen Meter, bis man wirklich untertauchen kann.

So ließen wir die Seele baumeln, uns von der Sonne brutzeln, der eine oder andere mühte sich am gemieteten Sonnenschirm ab, wir spielten Karten – das “Uno”-Imitat “Solo” – und lauschten den diversen Ansagen durch die Lautsprecher. Fast wie Lotto: Die Bekanntgabe der aktuellen Nummernschilder der Autos, die gerade mal wieder in der Buswendeschleife vor dem Gelände standen – oder die kleine Luzi, die ihre Tante Emmi sucht.

Nach mehr als fünf Stunden verließen wir wieder das Strandbad Wannsee. Und jetzt kann ich mir an meinem Körper ansehen, wo ich mir keine Sonnencreme hingeschmiert habe…