Tagesarchiv für 9. August 2009

RT im Kino

Maria, ihm schmeckt’s nicht!

Sonntag, den 9. August 2009

Jan hat die Schnauze voll. Er flüchtet vor seiner eigenen Hochzeit.
Und das kam so: Jan (Christian Ulmen) liebt Sara (Mina Tander), und Sara hat Jan einen Heiratsantrag gemacht. Eigentlich ganz simpel. Nun hat Sara allerdings italienische Wurzeln. Ihre Mama (Maren Kroymann) hat vor fast 40 Jahren den italienischen Gastarbeiter Antonio Marcipane (Lino Banfi) geheiratet. Und bevor Jan seine Sara ehelichen kann, muss erstmal Antonio gefragt werden. Und, ach ja, die Hochzeit muss natürlich in Italien stattfinden. Doch Antonios Familie erweist sich für Jan als der absolute Alptraum.

“Maria, ihm schmeckt’s nicht!” ist die Verfilmung eines Romans von Jan Weiler. Darin erzählt er die (wohl wahre) Geschichte seiner eigenen Familie, seiner eigenen Hochzeit, seines eigenen italienischen Schwiegervaters. Einige Antonio-Geschichten erschienen auch in der leider inzwischen eingestellten “stern”-Kolumne.
In Buch- oder Hörbuchfirm funktioniert die Geschichte wunderbar. Wenn Jan Weiler den italienischen Akzent von Antonio liest, ist das extrem witzig. Im Film kommt dieser Witz nur mittelmäßig rüber.
Neele Leana Vollmar ist es nicht gelungen, aus der Geschichte voller Humorpotenzial, etwas durchgehend Gutes zu fabrizieren. Ihr Film beginnt auf hohem Niveau, voller Gags, flott erzählt. Doch leider verliert die Geschichte mehr und mehr an Fahrt. Langweilige Rückblenden mit der Gastarbeitergeschichten sind überflüssig. Zudem kommt der wahnsinnige Antonio noch ziemlich harmlos rüber. Christian Ulmen spielt den überforderten Jan ganz ordentlich, witzig ist auch die Nebenrolle von Maren Kroymann, die Antonio seit fast 40 Jahren erträgt.
“Maria, ihm schmeckt’s nicht!” ist eine nette Sommerkomödie. Leider aber nicht mehr.

6/10

RTZapper

The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen

Sonntag, den 9. August 2009
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SA 08.08.2009 | 22.25 Uhr | RTL

Was zunächst recht harmlos und – ja, schon fast langatmig – beginnt, gerät immer mehr zum echten Alptraum.
Dabei ist die Ausgangslage an sich schon der reinste Horror. Familie bleibt mit dem Auto mitten in der Wüste liegen. Kein Handy. Nichts und niemand.
Sie befinden sich (was sie nicht wissen) in einem Gebiet, in dem die Amerikaner vor Jahrzehnten Atombombentests durchgeführt haben.
Nur noch wenige Bewohner gibt es in diesem Gebiet – allesamt Kreaturen des Schreckens.

Nun will ich nicht sagen, dass dieser Film besonders glaubhaft ist – aber an sich erstmal irgendwie plausibel. Das macht das ganze auch so angsteinflößend.
Ein Schocker jagt den nächsten. Fast schon an der Schmerzgrenze für den Zuschauer.
Ein Horrorthriller, der durchaus Maßstäbe setzt. Wenn das etwas dämliche Ende nur nicht wäre.

RTelenovela

Neues aus Schildow – die Stauschau

Sonntag, den 9. August 2009
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Schildow macht sich. Echt, der Ort hat sich gut entwickelt! Die haben jetzt auch einen Getränkemarkt!
Warum ich das schreibe? Ich hatte viel Zeit, mir das heute anzusehen. im Stau auf der B96a. Auf der Grenze zwischen Schildow und Berlin wird die Straße neu gebaut. Gleich zwei Baustellenampeln erfreuen die Autofahrer. Die Ampeln sind so geschaltet, dass sich der interessierte Verkehrsteilnehmer Schildow besonders lange ansehen kann. Passierdauer: 30 Minuten. Auf Berliner Seite dagegen warteten gerade mal drei Autos. Was läuft da schief?

Ich wäre ja gar nicht durch Schildow gefahren, wenn nicht auch die Autobahn dicht gewesen wäre. Auf dem Berliner Ring ist die A10 ab dem Dreieck Pankow noch bis Sonntagmittag gesperrt. Der Verkehr muss auf den Berlin-Zubringer und dann über Landstraßen zurück zur A10. Klar, da staut es sich auch.
Aber vielleicht wäre es trotzdem schneller gegangen als über die Dörfer. Andererseits: Ich bin, was Schildow angeht, auf dem neuesten Stand.