Tagesarchiv für 7. August 2009

aRTikel

Jacko ist der Hit

Freitag, den 7. August 2009
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Handel: Musik des King of Pop steht nach seinem Tod noch immer hoch im Kurs

MAZ Neuruppin, 7.8.2009

NEURUPPIN
Sechs Wochen nach dem Tod von Michael Jackson sind seine CDs noch immer der Verkaufsschlager. Auch in Neuruppin. „Die Kunden kaufen oft mehrere CDs von ihm“, sagt Doreen Bachmann, die bei Expert im Neuruppiner Einkaufszentrum Reiz für die CD-Abteilung zuständig ist. „Selten wird nur ein einziges Album von ihm gekauft“, so die Händlerin.

Im benachbarten Kaufland-Markt steht „Jacko“ ganz allein auf dem Siegertreppchen der Charts. Auf Platz 1 steht das Album „King Of Pop“, danach folgen die Best-Of-Sammlung „Number Ones“ sowie „Thriller“ von 1983. Erst auf Platz 4 herrscht Normalität – mit den Amigo-Volksmusikern.

Bei Real am Neuruppiner Nordring steht in der CD-Abteilung gleich ein ganzer Aufsteller nur mit Jackson-Silberlingen. Darin finden die Kunden zwölf verschiedene Alben und Hitsammlungen des Künstlers. Daneben zwei DVDs mit Konzertmitschnitten – und das ist noch nicht mal das gesamte Angebot. Im Internet reicht die Palette sehr viel weiter. So gibt es unzählige Bücher, teilweise in erweiterten Auflagen, in denen schon der Nachruf steht. So gesehen in der Fontane-Buchhandlung.

„An dem Tag, als Michael Jackson starb, setzte ein regelrechter Run auf die CDs ein“, erzählt Doreen Bachmann vom Expert-Geschäft. „Wir mussten sofort nachbestellen, weil wir gar nicht so viel da hatten. Allerdings war am ersten Tag die Ware nicht mehr zu bekommen.“ Sie kann es nicht nachvollziehen, warum Jackson erst sterben musste, dass die Leute seine Musik kaufen. „Eigentlich traurig. Ich war schon immer ein Fan von ihm, und ich hatte ja auch bereits ein paar Alben von Jackson“, erzählt Doreen Bachmann.
So langsam ebbt die Jackson-Welle zwar ab, das reicht jedoch auch in Neuruppin immer noch für vordere Chartplätze.

RTZapper

Aviator

Freitag, den 7. August 2009
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DO 06.08.2009 | 20.15 Uhr | Sat.1

Howard Hughes. Flugzeugbauer, Filmemacher. Genie. Er feiert große Erfolge, privat läuft es jedoch alles andere als gut. Probleme mit den Frauen und Neurosen machen ihm zu schaffen.
Er versucht dennoch, klar zu kommen. Und fliegt. Und dreht Filme.

Ja, so muss das früher im Kino gewesen sein. Oder so ähnlich. Wenn einige Originalausschnitte von Howard Hughes’ Filmen in “Aviator” zu sehen sind, bekommt man einen ganz kleinen Eindruck, wie es in den 30er-Jahren im Kino gewesen sein muss. Ein sehr faszinierender Augenblick.
Aber auch, wie zu dieser Zeit Filme hergestellt wurden, wie um zwei Kameras bei der konkurrierenden Filmfirma gefeilscht wird, ist äußerst interessant zu beobachten. Zumal dieser Howard Hughes ein sehr ehrgeiziger Mann gewesen sein muss, der alle zu dieser Zeit herrschenden Prinzipien über den Haufen geworfen hat. Ein Grinsen huscht über das Gesicht, wenn es heißt “der teuerste Film aller Zeiten”, wenn man überlegt, wie viel geld Filme heute kosten.

Neben Hughes, dem Filmemacher und Flugzeugbauer, sind auch die Anfänge anderer Schauspielgrößen zu sehen: Ava Gardner und Katherine Hepborn, wunderbar dargestellt von Kate Beckinsale und Cate Blanchett. Letztere macht oftmals einen überdrehten und leicht abgehobenen Eindruck. Ich kann nicht beurteilen, wie sehr Cate Blanchett mit der wahren Hepburn übereinstimmt, aber es wirkt ziemlich wahrhaftig.
Leonardo DiCaprio ist in seiner bis dahin wahrscheinlich besten Rolle zu sehen. Wenn man mal davon absieht, dass man nicht darüber nachdenken sollte, wie alt Hughes im Laufe des Films wird und dass das DiCaprio nicht wirklich anzusehen ist, legt er doch eine qualitativ hochwertige Schauspielleistung hin. Er scheint die Rolle von Kopf bis Fuß verinnerlicht zu haben. Das Genie, den Wahnsinn, die Krankheit.

Trotz der Überlänge ist “Aviator” niemals langweilig, sondern immer spannend, faszinierend, am Ende, als sich die Krankheit immer mehr abzeichnet, auch bedrückend.

RTelenovela

Volojahre (32): Schwer beeindruckt

Freitag, den 7. August 2009
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(31) -> 30.7.2009

In dem Artikel über die Abschlussveranstaltung des Sommercamps “Futour” klingt es ja schon ein bisschen durch: Ich war schwer beeindruckt von dieser ganzen Sache.
40 Berliner Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren waren für drei Wochen im Jugenddorf Gnewikow zu Gast. Dort nahmen sie an Workshops teil, hatten ein Praktikum in Neuruppiner Betrieben und natürlich auch Urlaub.
Was mich so beeindruckt hat: Der Unterschied zwischen dem Beginn des Camps und dem Ende.

Ich war am ersten Tag der Workshops dabei, habe den Schnuppertanzkurs beobachtet. Die Jungs hatten, bis auf einen, sowieso keine Lust, fanden das alles doof. Peinlich war das Ganze sowieso. Und dann noch vor den anderen.
Jetzt, gestern bei der Abschlussveranstaltung, hatte ich plötzlich Jugendliche vor mir, die eine tolle Tanznummer ablieferten. Die sich danach in die Arme fielen. Glücklich und traurig. Die sich nicht schämten, keine Angst hatten.
Sie feierten einen Erfolg.
Eine tolle Entwicklung, die da in zwei Wochen passiert ist. Eine, die den Kids vielleicht sogar dauerhaft etwas bringen wird.
Es ist tatsächlich ein ziemlich rührender Augenblick, wenn man so eine Entwicklung, so ein Ergebnis hautnah mitbekommt. Wie am Ende einer Dokumentation, in der sich alles zum Guten wendet.

Dreimal hatte ich mit den Campleuten zu tun. Hatte auch einen Praktikanten, mit dem ich vergangenen Freitag Neuruppin unsicher gemacht habe. Es hat Spaß gemacht, und es war spannend und interessant.
Das sind die Termine, die Freude machen, die zu einem Ergebnis führen, die in irgendeiner Art und Weise was bringen.

RTZapper

Tagesthemen: Dienstwagenaffäre

Freitag, den 7. August 2009
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MI 05.08.2009 | 23.00 Uhr | Das Erste

Ja, böse Sache, das. Da lässt sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ihren Dienstwagen an den Urlaubsort nach Spanien bringen – und dann wird da das Ding geklaut. So was aber auch.
Klar, dass die Häme groß ist. Was haben sie nicht alle getuttert und gezetert. Die anderen Politiker und das Wahlvolk.
Doch jetzt kommt raus: Uups, andere Politiker fahren ja auch mit dem Dienstwagen in den Urlaub. Der Horst Seehofer zum Beispiel. Der Horst Seehofer, der sich gerade erst über Ulla Schmidt lustig machte. Und viele Deutsche auch! Und, huch, die dürfen das ja sogar! Und nutzen das auch! Mitunter müssen sie nicht mal das Benzin bezahlen.
Das ist ja jetzt blöd. Da hat man ja völlig umsonst auf die Ulla eingedroschen.

Klar, diese Dienstwagensache könnte mal überdacht werden. Und auch klar, dass es dumm ist, sich das Auto klauen zu lassen.
Dennoch tragen solche guten Beitrage wie der in den “Tagesthemen” dazu bei, die Lage vernünftig einzuschätzen. Die zeigte mal, wie das wirklich ist mit den Dienstwagen in Deutschland. Ganz normal nämlich. Was immer man davon auch halten will.