Monatsarchiv für Juli 2009

RTelenovela

Lauf, Forrest, lauf! (2): Special Effects

Mittwoch, den 29. Juli 2009
Tags: , ,

(1) -> 14.7.2009

Das Laufen läuft immer besser. Nach dem fünften Mal kann man zwar noch nicht sagen, dass irgendein Ziel erreicht wäre, aber wie heißt es so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Immerhin ist die Laufstrecke bereits länger geworden als beim Anfang. Und diese Strecke bewältige ich auch immer problemloser. 25 bis 30 Minuten ist das aktuelle Pensum, und am Ende soll es sich verdoppeln. Und das zweimal pro Woche.

Heute allerdings war es ein wenig unheimlich. Gerade hatte ich mein Auto in Havelhausen geparkt und ich die ersten Schritte getan, begann das große Geraschel. Im Wald, in den Wiesen, überall. Überall Geraschel. Irgendwelche Tiere, die im Unterholz wühlten. Oder werweißwas. Die Geräusche schienen immer näher zu dringen.
Im zweiten Waldstück knackte es direkt neben mir. Auf dem Rückweg näherte sich dann auch noch ein Auto, das ewig hinter mir her zu fahren schien. Ein Stück weiter fiel dann neben mir irgendwas Hartes vom Baum. Ich konnte nicht erkennen, was es war.

Beim Laufen bekommt man ja einiges von der Natur mit. Aber beim nächsten Mal bitte ich doch darum, die Special Effects ein wenig zurückzufahren.

Hits: 14

ORA aktuell

SPD: Ärger mit Wahlplakaten

Dienstag, den 28. Juli 2009
Tags:

Der Wahlkampfauftakt der SPD in Oranienburg sorgt auch gleich für Ärger. Das berichtet der Internetdienst “Die Mark online”.
In der Breiten Straße sind SPD-Plakate zur Bundestags- und Landtagswahl aufgehangen worden, obwohl das die Stadtsatzung während der Landesgartenschau in dieser Straße verbietet. Vertreter der Partei Die Linke fordern nun Konsequenzen.
Die SPD entfernte die Plakate am Montag wieder. “Da haben wir das Schreiben der Stadt wohl an einer Stelle falsch interpretiert”, räumt SPD-Landtagskandidat Tino Kunert ein.

Hits: 14

RTelenovela

Allergien sind unberechenbar

Dienstag, den 28. Juli 2009
Tags: ,

Dass ich eine Lebensmittelallergie habe, weiß ich nun inzwischen. Nüsse sind schwierig, vor allem Erd- und Walnüsse. Aber auch Eier.
Deshalb muss ich mir jetzt immer die Inhaltsstoffe ansehen. In den meisten Schokoladen beispielsweise sind Spuren von Nüssen. Selbst in Schokomilch. Und in Eis. Und in Werweißwasnoch. Kinder-Schokolade ging dagegen immer ganz gut. Aber selbst da bin ich mir nicht mehr so sicher.

Gerade in Bezug auf Eier ist mein Körper unberechenbar. Würde ich zu Ostern zwei gekochte Eier essen, würde sich mein Bauch regelrecht aufpumpen. Unangenehme Bauchschmerzen sind die Folge. Und Smogalarm auch.
Rührei dagegen geht. Manchmal zumindest. Lege ich was davon aufs Brot, komme ich ohne Schaden aus der Nummer raus. Meistens. Pur ist’s sowieso schwierig. Spiegelei geht auch. Meistens. Mit Spinat zum Beispiel. Da gibt es keine Probleme.

Neulich hatte ich einen Termin in Gnewikow, einem Ortsteil von Neuruppin. Ich durfte in der Kantine des dortigen Jugenddorfes mitessen. Und ich hatte die Wahl: Entweder ein Eierfrikassee. Oder nicht. Als ich den Teller vor mir stehen zu hatte, war die Wahl schon gelaufen, und nicht gerade zu meinen Gunsten.
An sich mag ich Eierfrikassee. Zumindest konnte ich mich daran erinnern, das mal gemocht zu haben. Innerlich bereitete ich mich schon auf einen – sagen wir mal – schwierigen Resttag vor und aß.
Das Ganze blieb folgenlos. Die Eier meldeten sich nicht noch mal. Manchmal scheint sich die Rebellion meines Körpers gerade in der Mittagspause zu befinden. Könnte öfter so sein.

Hits: 14

RTZapper

A.I. – Künstliche Intelligenz

Montag, den 27. Juli 2009
Tags: ,

SO 26.07.2009 | 23.55 Uhr | Das Erste

In der Zukunft ist alles anders. Sogar in Sachen Kinderzeugen gibt es Neuigkeiten. Forscher haben ein Roboterkind entwickelt, das von einem Paar einfach so gekauft werden kann. Henry (Sam Robards) hat seiner Frau Monica (Frances O’Connor) so ein Robokind geschenkt. Ihr eigener Sohn liegt im Koma. Ob er je wieder erwacht, ist offen.
Doch ein Roboter hat keine Gefühle. Zumindest noch nicht. Sieben Worte sind es, die David (Haley Joel Osment) „aktivieren“. Sieben Wörter, die die Seele in seine Schaltkreise bringen. Zyrros. Sokrates. Partikel. Dezibel. Hurrikan. Delfin. Tulpe. Und: Monica. Henry. Monica. Etwas tut sich in Davids Inneren. Schließlich umarmt er seine… „Mama!”
Doch Computer bleibt Computer. Das muss David spätestens in dem Moment verstehen lernen, als Sohn Martin doch wieder aus dem Koma erwacht, gesund wird, zur Familie zurückkehrt.
Aber einmal aktiviert, immer aktiviert. Seine Mutterliebe ist unauslöschlich. Wird David an seinen Hersteller zurück gegeben, muss er zerstört werden. Monica setzt den Kleinen, samt seinem sprechenden Super-Toy „Teddy” in einem Wald aus. David setzt alles daran, ein richtiges Menschenkind zu werden und begibt sich auf die Suche nach der „blauen Fee”, die ihm das möglich machen soll.

Mit „A.I. – Künstliche Intelligenz” hat Steven Spielberg eine Idee von Stanley Kubrick auf die Leinwand gebracht und somit filmisch vollendet. Der 13-jährige Haley Joel Osment („The Six Sense“) ist in diesem Film einmal mehr brillant. Seine Darstellung des Computerkinds ist geradezu atemberaubend, in den Anfangsminuten zeitweise sogar angsteinflößend. Oscarreif. Schon allein deshalb lohnte es sich auf jeden Fall, diesen Film zu sehen.
Aber auch die Story an sich ist faszinierend, die Zukunftsaussichten machen nachdenklich. Roboterkinder von der Stange. Ein Roboter, der ausschließlich für Liebesdienste gebaut wurde. Und so weiter.

Gegen Ende allerdings kommt es zu einem Bruch. Dann nämlich, als Außerirdische ins Spiel kommen. Als wollte Spielberg seine Weiterentwicklung von E.T. zeigen. Doch irgendwie passt das alles nicht so richtig rein in diesen Film. Selbst darüber, ob das Ende von „A.I.” ein Happy End ist oder nicht, kann man sich nicht einigen. Trotz des etwas missglückten Schlusses gehört „A.I.” dennoch zu den größten Werken des Jahres 2001.

Notiz am Rande: Die Suche nach der „blauen Fee” führt David nach Manhattan. Das Ende der Welt. 2001 ein schockierendes Bild.
Der Film startete in den Tagen nach den Anschlägen des 11. September 2001.

Hits: 34

RT im Kino

Brüno

Sonntag, den 26. Juli 2009
Tags:

Also, irgendwie ist dieser Brüno ein ziemlich blödes, ganz schön dummes Arschloch.
Ja, das klingt hart. Ist aber so. Brüno ist auch nicht besonders lustig. Vielmehr ist er ein ganz schön armes Würstchen.
Das ist auch das Problem des Films. Brüno ist doof, vulgär, eklig. Ein Mann zum Fremdschämen.

2006 sorgte Sacha Baron Cohen als “Borat” für Furore. Als Reporter aus Kasachstan reiste er in die USA, um den Amis einen Spiegel vors Gesicht zu halten. Wem Cohen allerdings mit “Brüno” irgendwas vor die Nase halten will, bleibt offen.
Okay, man kann sagen, zunächst hält Brüno mal seinen schwingenden Schniedel in die Kamera und bläst dem imaginären Milli (von Milli Vanilli) einen. Lustig ist das nicht. Aber wen will er warum provozieren? Mit Plattheiten erreicht man sowieso nichts.

Brüno verliert nach einem Eklat bei einer Modenschau seinen Job beim österreichischen Fernsehen. Er beschließt, in den USA ein Star zu werden. Was sehr viel schwer ist, als gedacht.

Nie ist klar, welche Szenen des Films eigentlich gestellt sind und welche nicht. Der Verdacht legt jedoch nahe, dass die wenigsten Szenen realistisch sind. Und das ist dem Film auch anzumerken. Es kommt nichts rüber. Nichts lustiges jedenfalls.
Nur wenige Momente ragen heraus: Als Brüno das Publikum einer US-Talkshow gegen sich aufbringt, weil er in Afrika als Homo-Single ein schwarzes Baby gegen einen MP3-Player getauscht hat, dann ist das amüsant.
Das war es dann aber auch schon.

Zweifelhaft ist auch die deutsche Version von “Brüno”. Warum er hochdeutsch spricht und in Gesprächen mit seinem Begleiter Lutz (Gustaf Hammarsten) plötzlich ins Österreichische abgleitet, ist ebenso unklar, wie die Tatsache, dass die Ösi-Sprache (stellenweise falsch) untertitelt wird, obwohl die meistens verständlich ist, aber englische Schriftstücke ohne Untertitel bleiben.
Es wäre sowieso sinnvoller gewesen, die Realszenen (wenn es denn überhaupt welche gibt) im Original zu belassen, wie auch schon bei “Borat”.
Lustiger würde das Film allerdings ganz sicher nicht machen.

3/10

Hits: 19

RTelenovela

Knuffelnases Wahlkampfauftakt

Sonntag, den 26. Juli 2009
Tags: , ,

Eigentlich dachte ich bisher, dass Wahlplakate sechs Wochen vor der Wahl aufgehangen werden dürfen.
Die Bundestagswahl – sowie die Landtags- und einige Bürgermeisterwahlen – ist aber erst in neun Wochen. Dennoch hat es sich die SPD nicht nehmen lassen, Oranienburg mit ihren Wahlplakaten zu erfreuen.

Ganz vorn dabei: Angelika “Knuffelnase” Krüger-Leißner und Tino Kunert. Beide lächeln uns praktisch botschaftsfrei von den Laternenmasten der Stadt an.
Die Plakate hängen auch vor dem Runge-Gymnasium, was im Fall Tino Kunert auch Sinn macht: Kunert ist Absolvent der Schule. Aber ist Wahlwerbung rund um Schulen nicht verboten?

Neun Wochen noch. Und die SPD bleibt sicherlich nicht allein, auch wenn ihr der Titel “Wahlkampferster” gebührt. Prozente wird ihr das trotzdem nicht bringen.

Hits: 21

RTZapper

Sportfreunde Pocher – Alle gegen die Bayern

Sonntag, den 26. Juli 2009
Tags: ,

SA 25.07.2009 | 16.00 Uhr | Sat.1

Wer war eigentlich diese andere Mannschaft da? Die, die heute gegen die Sportfreunde Pocher antrat. Die, ja, okay, 13 Tore schoss, während die Pocher-Truppe genau null fabrizierte.
Der FC Bayern München gewann das Benefizspiel für “Ein Herz für Kinder” gegen ein Allstar-Team mit 13:0. Und waren dennoch nur Nebenakteure. Sie waren halt da. Und wurden von Sat.1 weitgehend ignoriert.
Das aber zu recht. Komplett lustlos spulten die Bayern ihre 90 Minuten runter. Ein Pflichtspiel irgendwie. Ein Testspiel sowieso, das zweite schon nach der “Poldi-Party” am Vortag in Köln und bei RTL. Beim 10:0 lächelten die Spieler nicht mal mehr. Das 13:0 wurde dann einfach nur noch hingenommen.

Irgendwie machte das Spiel, in dem es eigentlich um nichts ging, aber dennoch. Pocher ging als Olli Kahn ins Tor und hatte einige erstaunliche Szenen, in denen er tatsächlich Bälle halten konnte. Oder Matze Knop, der fast das einzige Tor für die Pocher-Elf schoss. Aber leider eben nur fast. So blieb ihnen nur die Schmach. Die aber völlig egal ist, denn sie lebten ihren Traum: Einmal gegen die Bayern spielen. Wenigstens hatte eine Mannschaft seinen Spaß.
Und die Zuschauer auch: Eine nette Abwechslung im Sommerloch.

Hits: 16