Tagesarchiv für 26. Juli 2009

RT im Kino

Brüno

Sonntag, den 26. Juli 2009
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Also, irgendwie ist dieser Brüno ein ziemlich blödes, ganz schön dummes Arschloch.
Ja, das klingt hart. Ist aber so. Brüno ist auch nicht besonders lustig. Vielmehr ist er ein ganz schön armes Würstchen.
Das ist auch das Problem des Films. Brüno ist doof, vulgär, eklig. Ein Mann zum Fremdschämen.

2006 sorgte Sacha Baron Cohen als “Borat” für Furore. Als Reporter aus Kasachstan reiste er in die USA, um den Amis einen Spiegel vors Gesicht zu halten. Wem Cohen allerdings mit “Brüno” irgendwas vor die Nase halten will, bleibt offen.
Okay, man kann sagen, zunächst hält Brüno mal seinen schwingenden Schniedel in die Kamera und bläst dem imaginären Milli (von Milli Vanilli) einen. Lustig ist das nicht. Aber wen will er warum provozieren? Mit Plattheiten erreicht man sowieso nichts.

Brüno verliert nach einem Eklat bei einer Modenschau seinen Job beim österreichischen Fernsehen. Er beschließt, in den USA ein Star zu werden. Was sehr viel schwer ist, als gedacht.

Nie ist klar, welche Szenen des Films eigentlich gestellt sind und welche nicht. Der Verdacht legt jedoch nahe, dass die wenigsten Szenen realistisch sind. Und das ist dem Film auch anzumerken. Es kommt nichts rüber. Nichts lustiges jedenfalls.
Nur wenige Momente ragen heraus: Als Brüno das Publikum einer US-Talkshow gegen sich aufbringt, weil er in Afrika als Homo-Single ein schwarzes Baby gegen einen MP3-Player getauscht hat, dann ist das amüsant.
Das war es dann aber auch schon.

Zweifelhaft ist auch die deutsche Version von “Brüno”. Warum er hochdeutsch spricht und in Gesprächen mit seinem Begleiter Lutz (Gustaf Hammarsten) plötzlich ins Österreichische abgleitet, ist ebenso unklar, wie die Tatsache, dass die Ösi-Sprache (stellenweise falsch) untertitelt wird, obwohl die meistens verständlich ist, aber englische Schriftstücke ohne Untertitel bleiben.
Es wäre sowieso sinnvoller gewesen, die Realszenen (wenn es denn überhaupt welche gibt) im Original zu belassen, wie auch schon bei “Borat”.
Lustiger würde das Film allerdings ganz sicher nicht machen.

3/10

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RTelenovela

Knuffelnases Wahlkampfauftakt

Sonntag, den 26. Juli 2009
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Eigentlich dachte ich bisher, dass Wahlplakate sechs Wochen vor der Wahl aufgehangen werden dürfen.
Die Bundestagswahl – sowie die Landtags- und einige Bürgermeisterwahlen – ist aber erst in neun Wochen. Dennoch hat es sich die SPD nicht nehmen lassen, Oranienburg mit ihren Wahlplakaten zu erfreuen.

Ganz vorn dabei: Angelika “Knuffelnase” Krüger-Leißner und Tino Kunert. Beide lächeln uns praktisch botschaftsfrei von den Laternenmasten der Stadt an.
Die Plakate hängen auch vor dem Runge-Gymnasium, was im Fall Tino Kunert auch Sinn macht: Kunert ist Absolvent der Schule. Aber ist Wahlwerbung rund um Schulen nicht verboten?

Neun Wochen noch. Und die SPD bleibt sicherlich nicht allein, auch wenn ihr der Titel “Wahlkampferster” gebührt. Prozente wird ihr das trotzdem nicht bringen.

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RTZapper

Sportfreunde Pocher – Alle gegen die Bayern

Sonntag, den 26. Juli 2009
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SA 25.07.2009 | 16.00 Uhr | Sat.1

Wer war eigentlich diese andere Mannschaft da? Die, die heute gegen die Sportfreunde Pocher antrat. Die, ja, okay, 13 Tore schoss, während die Pocher-Truppe genau null fabrizierte.
Der FC Bayern München gewann das Benefizspiel für “Ein Herz für Kinder” gegen ein Allstar-Team mit 13:0. Und waren dennoch nur Nebenakteure. Sie waren halt da. Und wurden von Sat.1 weitgehend ignoriert.
Das aber zu recht. Komplett lustlos spulten die Bayern ihre 90 Minuten runter. Ein Pflichtspiel irgendwie. Ein Testspiel sowieso, das zweite schon nach der “Poldi-Party” am Vortag in Köln und bei RTL. Beim 10:0 lächelten die Spieler nicht mal mehr. Das 13:0 wurde dann einfach nur noch hingenommen.

Irgendwie machte das Spiel, in dem es eigentlich um nichts ging, aber dennoch. Pocher ging als Olli Kahn ins Tor und hatte einige erstaunliche Szenen, in denen er tatsächlich Bälle halten konnte. Oder Matze Knop, der fast das einzige Tor für die Pocher-Elf schoss. Aber leider eben nur fast. So blieb ihnen nur die Schmach. Die aber völlig egal ist, denn sie lebten ihren Traum: Einmal gegen die Bayern spielen. Wenigstens hatte eine Mannschaft seinen Spaß.
Und die Zuschauer auch: Eine nette Abwechslung im Sommerloch.

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RTelenovela

Die Stones sind überall

Sonntag, den 26. Juli 2009
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Wenn im Oranienburger Schlosshof ein Konzert ist, dann haben so ziemlich alle Oranienburger etwas davon.
Heute wurden wir mit einem Oldiefestival erfreut. Mit dem Original, wie es auf den Plakaten heißt. Nämlich das Oldiefestival, das bisher in der Kneipe “Weidengarten” stattfand. Was nicht heißt, dass im “Weidengarten” nun kein Oldiefestival mehr stattfindet. Dort ist es erst in der kommenden Woche. Mit anderen Bands.
Stellt sich die Frage: Gabs Streit? Oder warum hat Oranienburg nun zwei Oldiefestivals? Und wen könnte es interessieren, welches das Original ist?

Glücklicherweise muss der musikinteressierte Oranienburger (aber auch der nichtmusikinteressierte) in den Schlosshof, um die Rolling-Stones-Coverband hören zu können. In vielen Teilen Oranienburg ist sie auch sehr gut zu hören.
Der Schall macht es möglich. Von Haus zu Haus zieht er, um die Ecken bis zum nächsten Gebäude. Auch vor meiner Haustür – einen guten halben Kilometer Luftlinie – konnte ich die Hand wunderbar hören. Und es klang so, als ob die Musik aus dem Haus gegenüber kommt.
Selbst vor der Turm-Erlebniscity – mehr als einen Kilometer entfernt – konnten Besucher das Konzert noch genießen. Die Stones sind also überall in Oranienburg präsent.
Wozu also Unmengen von Geld ausgeben?

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