Tagesarchiv für 23. Juli 2009

ORA aktuell

Landesgartenschau: Halbzeit

Donnerstag, den 23. Juli 2009

Bergfest auf der Oranienburger Landesgartenschau. Nun bricht die zweite Halbzeit an. Laga-Geschäftsführer ist unterdessen zufrieden mit den Besucherzahlen. Die Einnahmen liegen im Soll. Bisher kamen etwa 320000 Besucher.

Hits: 14

aRTikel

Urlaub und mehr

Donnerstag, den 23. Juli 2009
Tags: , , ,

Freizeit: 40 Berliner Schüler verbringen seit Montag arbeitsreiche Ferien im Jugenddorf in Gnewikow

MAZ Neuruppin, 23.7.2009

Während der drei Wochen im Jugenddorf am Ruppiner See arbeiten die Berliner Hauptschüler in Workshops und Betrieben.

GNEWIKOW
Phillip hat keine Lust mehr. Tanzen findet er doof. Der 13-Jährige setzt sich an den Rand des Seminarraums und verfolgt den Tanzworkshop aus sicherer Entfernung. Die Hände verschwinden in den Taschen seines weißen Kapuzenshirts. In der Mitte des Raumes üben die anderen erste Tanzschritte ein. „Mir wäre es total peinlich, wenn ich hinfliegen würde“, sagt er nach dem Ende des Schnupperkurses. Davor besuchte er den Theaterworkshop. „Den fand ich besser“, sagt Phillip.

Der Berliner ist einer von 40 Hauptschülern, die bis zum 5. August am Sommercamp „Futour“ im Jugenddorf Gnewikow teilnehmen. In Berlin gibt es neben dem Gymnasium und der Real- auch die Hauptschule. Die Camp-Initiative ist ein Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der Berliner Senatsverwaltung für Bildung sowie des Unternehmers Werner Gegenbauer. Sie finanzieren das Camp auch.
Die 13- bis 15-Jährigen sind nicht nur zum Urlaubmachen ins Jugenddorf gekommen. „Wir wollen Selbstbewusstsein und Perspektiven vermitteln“, sagt Wilke Ziemann von der Kinder- und Jugendstiftung. Auf dem Programm stehen deshalb in der kommenden Woche auch kurze Betriebspraktika. „Dazu arbeiten wir mit vielen Firmen in der Region zusammen“, so Ziemann weiter.

Am Montag reisten die künftigen Achtklässler in Gnewikow an. „Ich finde es gut hier“, sagt Phillip und lächelt. „Es ist anders als zu Hause, ungewohnt, aber nicht schwer.“ In den Workshops können die Jugendlichen kreativ sein: beim Tanzen, beim Theaterspielen oder an der Graffitiwand. Gestern konnten alle in jeden der Kurse reinschauen, um sich dann einen auszusuchen.
Während sich Phillip bereits entschieden hat, dass Tanzen nichts für ihn ist, bleibt Patrick (13) tapfer am Ball. Das Geschnatter und Gekicher im Raum bringen ihn nicht aus der Ruhe. Voll konzentriert befolgt er die Choreografie: Linkes Bein, rechtes Bein, wieder das linke und zusammen. Geschafft! Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. „Eigentlich hat das schon Spaß gemacht“, sagt Patrick danach. „Die Bewegungen haben ganz gut funktioniert.“ Ob er weiter dabei ist, weiß er trotzdem noch nicht. „Beim Theaterkurs fand ich’s auch spannend.“

Sophia Zimmermann bringt das alles nicht aus der Ruhe. Sie ist eine der beiden Tanzkursleiterinnen. „Am Anfang sind sie immer sehr verhalten“, sagt sie. „Aber wir haben uns gefreut, dass auch ein paar Jungs bis zum Schluss durchgehalten haben.“ Am 5. August, auf der großen Abschlussveranstaltung, muss die Choreografie sitzen.

Hits: 22

RTZapper

Das hessische Fernseh-ABC

Donnerstag, den 23. Juli 2009
Tags:

MI 22.07.2009 | 23.00 Uhr | hr-Fernsehen

Mehr als 50 Jahre Fernsehen aus Hessen. “Der blaue Bock” gehört dazu, die “Hessischen Geschichten”, “Einer wird gewinnen” und die Pausenfüller-hr-Katzen.

Das hr-Fernsehen präsentierte “Das hessische Fernseh-ABC”. Jedem Buchstaben wurden Sendungen oder Leute zugeordnet. A wie “Augsburger Puppenkiste”, B wie besagter “Blauer Bock”, G wie der “Grand Prix” und I wie Kuli.
I wie Kuli? Irgendwie haut das nicht hin. Der Buchstabe I wurde tatsächlich Hans-Joachim Kulenkampff zugeordnet. Seltsam. I wie Kuliiiiii? I wie Eiiiiiner wiiiiird gewiiiiiiinnen?” oder I wie Quiiiiiiiz? Man weiß es nicht. Der hr verriet es uns nicht. Zumal Kuli unter dem Buchstaben Q wie Quiz noch mal vorkommt.
Vielleicht hat ja das Alphabet in Hessen noch in Rest-Deutschland völlig unbekannte Seiten?

Hits: 9

RTZapper

Das bewegt NRW: Die beliebtesten Fernsehfamilien

Donnerstag, den 23. Juli 2009
Tags: ,

MI 22.07.2009 | 21.00 Uhr | WDR

Was könnte die Menschen in Nordrhein-Westfalen bewegen? Die Wirtschaftskrise? Die bevorstehenden Wahlen? Der durchwachsene Sommer?
Ach was! In Wirklichkeit bewegt NRW nur eines: Was sind eigentlich die beliebtesten Fernsehfamilien?
“Das bewegt NRW” kist schon ein sehr gewagter Titel für eine poplige, x-beliebige Rankingshow.

Das hat NRW gerade noch gefehlt: Es fiel auch schon langsam auf, und die Zuschauer des WDR tuschelten: Ihr Drittes Programm hatte noch keine eigene Rankingshow. Ein wirklich unerträglicher Zustand. Aber die WDR-Verantwortlichen hatten ein Einsehen und erfanden endlich auch die WDR-Version: “Das bewegt NRW” (übrigens zeitgleich mit der im rbb gezeigten Rankingshow “Die 30 beliebtesten…”).
Der Titel “Das bewegt NRW” stimmt zwar nicht mit der Wirklichkeit überein, ist aber mal eine gute Gelegenheit, in den ARD-Archiven zu stöbern und ganz billig Sendezeit zu füllen.

Diesmal ging es um die Top 10 der beliebtesten Fernsehfamilien. Und die ARD kam auf dem ARD-Sender erfreulich gut weg: 9 von 10 Fernsehfamilien waren ARD-Gewächse. Unverschämterweise schlich sich nur die feindliche ZDF-Familie Brinkmann aus dem Glottertal ein. Alle anderen, von den Tetzlaffs bis zur Familie Klimbim waren von der ARD.
Nun ja, alle anderen Sender hatten wahrscheinlich keine beliebtesten Familienserien. Oder so. Liefe das Ganze bei RTL würde die Liste wahrscheinlich ein bisschen anders aussehen…

Hits: 7

RT im Kino

The Hangover

Donnerstag, den 23. Juli 2009

Alkohol war im Spiel. Drogen auch. Irgendeine Droge, die das Gehirn ausschaltet, die jede Erinnerung löscht. Der totale Blackout. Völlige Düsternis.
Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Und die alles entscheidende Frage: Wie war das noch mal? Vage Bilder: Der Tag nahm kein Ende, die Nacht fiel aus. Noch das eine oder andere Bier getrunken. Spaß gehabt. Verdammt viel Spaß. Und heute? Heute ist alles anders. Ganz anders. Chaos im Hotelzimmer, der Körper voller Flecken, ein Zahn fehlt.

War was?
Und ob was war. In „The Hangover“ weiß allerdings niemand so genau, was eigentlich. Spät am Abend muss das Hirn ausgesetzt sein. So viel aber ist klar: Doug (Justin Bartha) schnappte sich zu seinem Junggesellenabschied seine drei Freunde und fuhr mit ihnen nach Las Vegas. Als Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Alan (Zach Galifianakis) am nächsten Tag erwachen, ist ihre Welt vollkommen aus den Fugen geraten. Und nicht nur, weil plötzlich ein Tiger im Bad lauert und ein Baby in der Kammer weint. Auch, weil Doug spurlos verschwunden ist.

„The Hangover“ erzählt von einem Puzzlespiel. Die Freude versuchen sich zu erinnern, wie sie in ihre verzwickte Situation geraten sind. Für die Männer ein nervenraubendes, oft peinliches Rätselraten. Für die Zuschauer ein über weite Strecken höchst Vergnügliches. Nur selten schrammt die Geschichte knapp an der Peinlichkeit vorbei, wenige Kalauer erreichen fast die humoristische Schmerzgrenze.
Auch ohne die großen Stars wurde „The Hangover“ in den USA der große Überraschungshit in den Kinos, überflügelte sogar den neuen Animationsfilm aus den Pixar-Studios. Die Idee, die Geschichte nicht von vorn nach hinten zu erzählen, geht voll auf. Stattdessen werden alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen gestellt. Viele Pointen und auch die Spannung dieser Komödie ergeben sich aus der Frage, wie es so weit kommen konnte.
Regisseur Todd Philips führt die Männer in seinem sehr speziellen Roadtrip auf der Suche nach Antworten in die absurdesten Situationen. Da tauchen plötzlich ganz neue Ehepartner auf, fremde Leute fordern Geld und die Polizei hat auch noch ein paar Fragen.

War was?
Ja, und ob! Situationskomik mit treffsicheren Pointen sorgt für ein 100-minütiges unterhaltsames Popcornkino. Ein Blackout wie bei den Jungs ist jedenfalls nicht zu erwarten.

7/10

Hits: 10