Tagesarchiv für 22. Juli 2009

aRTikel

Wendejahr 1989: Briesekrug gewinnt Leserwahl

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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Juni 1989 -> 30.6.2009

Rückblick: 4600 Zuschriften im Juli 1989 bei Gaststättenwettbewerb der MV

MAZ Oranienburg, 22.7.2009

Was stand im Wendejahr 1989 in der Märkischen Volksstimme (MV)? Wir blättern wieder mal zurück. Diesmal der Juli vor 20 Jahren.

OBERHAVEL
Unglaubliche 4600 Einsendungen erreichen die Oranienburger MV-Redaktion im Gaststättenwettbewerb 1989. Insgesamt 81 Lokale erhalten vor genau 20 Jahren von den Lesern Lob und Kritik. Den Titel der besten Großgaststätte gewinnt der „Briesekrug“ in Briese. Bei den Spezialgaststätten kommt das „Café Petit“ in Hohen Neuendorf am besten weg, die beste Speisegaststätte ist der „Summter See“ in Mühlenbeck und das beliebteste Lokal ist in einem Wohngebiet der Hohen Neuendorfer „Lunikpark“. Im gesamten Kreis Oranienburg bleiben bei der Aktion nur etwa zehn Konsum- und zehn HO-Gaststätten unerwähnt.

Das Küchenkollektiv der LPG in Eichstädt ist 1989 bereits 15-facher Träger des Titels „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“. 35 471 Essensportionen teilte das Personal im Jahr 1988 aus, nun wird der 16. Titelgewinn angestrebt.

Die neue Dorfstraße in Zühlsdorf wird früher fertig als geplant. Neu ist unter anderen eine Bustasche, so dass die aussteigenden Pendler besser vor den Autos geschützt sind.

Das Endspiel um den Fußball-Kreispokal machen im Juli 1989 die Männer aus Kremmen unter sich aus. Turbine III gewinnt auf dem Sportplatz gegen Turbine I mit 9:2.

Die Lehrlinge des VEB-Kreisbetriebes sind im Sondereinsatz: In der Sachsenhausener Straße in Oranienburg bauen die Männer in die Lücke zwischen den Neubauten ein neues Buswartehäuschen.

Die Post gegenüber dem Bahnhof Oranienburg bekommt eine neue, hellere Fassade. Die Märkische Volksstimme berichtet am 13. Juli, dass bald die letzten Gerüste fallen sollen.

Der Sommer 1989 steht im Zeichen der internationalen Solidarität der DDR-Journalisten. Eine „gute Sache“ soll unterstützt werden, so ein MV-Artikel vom 25. Juli. Doch nicht nur Journalisten wollen helfen: Erste Spenden sind bereits eingegangen: Die LPG Wensickendorf sammelte 75 DDR-Mark, die HO-Gewerkschaftsgruppe Velten 29 Mark und die „Märkische Bierstube“ in Leegebruch 7 Mark.

Die Oranienburger haben eine neue Pilgerstätte: die Baustelle an der Saarlandstraße. Über der Havel wird die zweite, lange erwartete Brücke errichtet. Bisher existierte an dieser Stelle nur ein Fußgängerübergang aus Holz („Puckelbrücke“). Im Oktober 1989 soll die neue Dropebrücke fertig sein.

Märchenhaftes bietet das Filmtheater Aktivist in Hennigsdorf: Michael Endes „Unendliche Geschichte“. Die DDR war nicht unendlich.

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RTelenovela

In Falkensee liegt mein Lieblings-Rewe in Trümmern

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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Als ich heute Morgen im Radio die Nachricht hörte, dass in Falkensee das Dach eines Supermaktes eingestürzt ist, wurde ich schon hellhörig. Ich habe mehr als zwei Jahre in Falkensee gearbeitet. In den Berichten fiel nie der Name der Supermarktkette, selbst im Interview mit Bürgermeister Müller nicht. Nur einmal, als es hieß, dass das Unglück gegen 22.20 Uhr passierte, 20 Minuten nach Ladenschluss, kam ich ins Grübeln. Rewe hat immer bis 22 Uhr geöffnet.
Und tatsächlich: Im Büro klickte ich mich ins Internet: Das Dach von Rewe im Akazienhof ist eingestürzt. Meine Vorahnung war richtig.
Verletzt wurde niemand, nur noch der Marktleiter war da.

Bei Rewe schräg gegenüber des Falkenseer Büros ging ich immer am liebsten einkaufen. Dort gab es beispielsweise die Schälchen mit dem leckeren Möhrensalat.
Ein bisschen überrascht war ich, als ich erfuhr, dass der Akazienhof mit dem Rewe-Markt erst sechs Jahre alt war. Ich fand eigentlich immer, dass das Areal sehr viel älter aussah.
Jetzt ist mein Falkenseer Lieblingssupermarkt nur noch ein Trümmerhaufen. Gut, dass niemand darin umgekommen ist. Die Zeit des Einsturzes, kurz nach Ladenschluss ist nicht mehr und nicht weniger als Glück im Unglück.

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ORA aktuell

Sonderschichten in der Oranienburger S-Bahn-Werkstatt

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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Ausnahmezustand bei der Berliner S-Bahn. Nur noch ein Drittel des Fuhrparks ist auf den Gleisen der Hauptstadt und des Umlandes unterwegs. Die Räder der Waggons müssen überprüft werden. Deshalb werden auch in der Oranienburger S-Bahn-Werkstatt derzeit Sonderschichten gefahren. Mehr als die üblichen 12 Arbeiter sind im Einsatz, die Schichten laufen rund um die Uhr.

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aRTikel

Klein, aber fein

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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Porträt: Mira Haschke (23) und Jan Stange (19) leben seit einem Jahr als Studenten in Neuruppin

MAZ Neuruppin, 22.7.2009

Die Neuruppinerin kehrte fürs Studium in die Heimat zurück. Der Rostocker zog dafür extra von der Ostsee nach Brandenburg.

NEURUPPIN
Die reinste Idylle. Von ihrem Campus in der Neuruppiner Trenckmannstraße sind es nur wenige Schritte zum Ruppiner See. Mira Haschke und Jan Stange sitzen auf der Holztreppe am Ufer und blicken raus aufs Wasser. „Ich finde es sehr schön hier“, sagt Mira Haschke. „Der See, die Promenade und das Bollwerk sind immer die ersten Dinge, die ich zeige, wenn ich Besuch bekomme.“ Jan Stange lächelt und ergänzt: „Meine Eltern wollen mich am liebsten jedes Wochenende besuchen kommen.“

Mira und Jan studieren am Campus Neuruppin. Sie kam dafür in ihre Heimatstadt zurück, er zog extra aus Rostock nach Brandenburg. Der 19-Jährige aus der Ostseestadt beschäftigt sich mit Mittelstandsmanagement. Dazu gehören das Rechnungswesen und die Betriebswirtschaftslehre. Eigentlich wollte der blonde Mecklenburger nach Potsdam. „Erst später habe ich dann erfahren, dass mein Studiengang nach Neuruppin ausgesiedelt wurde“, erzählt Jan Stange. „Aber ich wollte das unbedingt machen, also war klar, dass ich herkomme.“ Nicht jeder in seinem Freundeskreis konnte diese Entscheidung verstehen. Jan grinst und sagt: „Viele fassten sich an den Kopf, hatten Vorurteile. Dabei ist Neuruppin ein kleines, niedliches Städtchen. Ich liebe es, so viel Wasser vor der Haustür zu haben.“ Jan wohnt im Neubaugebiet, sein zweites Zuhause ist jedoch der Sportclub Kempo Neuruppin, ein Kampfsportverein. „Ich bin fünfmal pro Woche dort, mache Kickboxen und Ju Jutsu“, erzählt der ehemalige Rettungsschwimmer. Dennoch wird er nach dem dreijährigen Studium wohl nicht in Neuruppin bleiben. „Das steht so gut wie fest“, sagt Jan. Ganz festlegen will er sich aber doch nicht – vielleicht bekommt er ja auch ein gutes Jobangebot in seiner jetzigen Studienheimat. „Ich möchte auf jeden Fall was mit Wirtschaft machen“, sagt er.

Für Mira Haschke ist Neuruppin schon immer ihr Zuhause gewesen. 2005 verließ die heute 23-Jährige mit dem Abi das Schinkelgymnasium und begann in Potsdam eine Lehre als Kosmetikerin. „Das erfüllte mich aber nicht“, sagt sie. „Ich wollte ins Gesundheitsmanagement.“ Mira bewarb sich erfolgreich am Neuruppiner Campus. Sie fühlt sich wohl in ihrer Heimatstadt. „Ich war noch nie ein richtiges Stadtkind“, sagt sie. „Und ich war froh, wieder näher bei meiner Familie zu sein.“ Viel Freizeit bleibt ihr neben dem Studium kaum. „Von neun bis 14 Uhr sitzen wir in den Seminaren“, erzählt Mira. „Und zu Hause sitzen wir dann auch noch mal ein paar Stunden über den Büchern.“ Wenn sie dann aber doch mal Zeit hat, spaziert Mira mit ihrem Hund die Seepromenade entlang oder geht abends in die „Unikum“-Kneipe in der Altstadt. „Manchmal ins Kino, öfter mal nach Potsdam oder Berlin.“

Abhängig ist das auch vom Geldbeutel, denn das Studium von Mira und Jan an der Privatuni kostet bis zu 500 Euro im Monat. Das Geld müssen die beiden aufbringen: Mira hat ein Teilstipendium und bekommt Geld von den Eltern. Bei Jan ist das anders: „Ich habe einen Studienkredit aufgenommen. Mir war von Anfang an klar, dass es nicht billig wird. Aber für mich lohnt es sich ganz sicher.“

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RTZapper

Comedystreet XXL

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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DI 21.07.2009 | 20.15 Uhr | ProSieben

Was ist denn nur mit der “Comedystreet” geschehen??
Eigentlich gehört die Reihe zu den witzigsten Formaten von ProSieben. In kurzen, dicht aneinander geschnittenen Clips schlüpft Simon Gosejohann in diverse Rollen und stellt Passanten auf die Humorprobe. Eine flotte Version der Versteckten Kamera.
Eigentlich. Denn von dieser “Comedystreet” ist in der XXL-Version, die ProSieben dienstags zur Primetime zeigt, nichts übrig geblieben.

Statt kurzer Clips gibt es nun ätzend lange Filme, in denen der verkleidete Simon einen Rockmusiker interviewt. Oder als Polizist verkleidet eine Gegenüberstellung leitet. Von der Schnelligkeit und Witzigkeit ist nichts, aber auch gar nichts übrig geblieben. Einfach nur noch lahm. An das eigentliche Konzept erinnern nur noch wenige Clips. Und dass Simon das Ganze auch noch moderiert, ist auch mehr als überflüssig.

Fast schon schockierend, wie ProSieben ein Format mutwillig ruiniert, fast völlig zerstört. Aus einer Spätabend-Nischensendung ist ein ätzendes Primetime-Format geworden.
Es ist nicht das erste Mal, dass ProSieben ein funktionierendes Format durch Veränderungen in den Sand setzt. “Elton vs. Simon” machte in der XXL-Primetime-Showversion auch nicht mehr so viel Spaß.
Im Grunde genommen ist der Titel “Comedystreet XXL” ein Etikettenschwindel. Und gleichzeitig eine unfassbare Enttäuschung.

PS: Um 23.50 Uhr zeigte ProSieben eine “Comedystreet”-Folge aus der 2. Staffel. Lustig war’s.

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RTelenovela

Physio (1): Entspannen mit Enya

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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-> 10.6.2009

Die Suche nach einem Physiotherapeuten war erfolgreich. Aber nicht ganz reibungslos. In Oranienburg habe ich in einer Praxis auf den Anrufbeantworter gesprochen, weil die Damen und Herren alle in der Behanldung waren. Das sind sie auch bis heute noch, denn bis heute, drei Wochen nach dem Anruf, hat sich niemand gemeldet. Bei einer zweiten Praxis habe ich auf einen AB-Spruch verzichtet.

Letztlich bin ich in Neuruppin gelandet. Nicht, weil es in Oranienburg komplett aussichtslos war, sondern weil ich da gerade arbeite und somit dort flexibler bin. So stiefelte ich vergangene Woche in eine Praxis und hatte auch gleich meine sechs Termine.
Zwei sind inzwischen verstrichen. Drei mal zwei Termine pro Woche habe ich, und am liebsten würde ich mich jetzt jeden Tag durchkneten lassen.

Gestern war die Physio-Premiere. Aus dem Radio tönte ein Enya-Lied nach dem anderen. Im Raum nebenan wurde gerade eine ältere Frau massiert, die offenbar sehr viel stärkere Probleme hatte. Zumindest litt sie ganz schön.
Und auch bei mir entdeckte die Therapeutin ein paar Knubbel im Schulterbereich. Seltsamerweise gar nicht dort, wo ich die Schmerzen habe, aber das soll wohl normal sein. 30 Minuten dauerte die Prozedur, und wir stellen fest, dass ich auf der rechten Seite sehr viel kitzliger bin als links. Ich muss mich echt beherrschen, dass ich mich wirklich entspanne und nicht den ganzen Körper verkrampfe.

Heute folgte schon Teil 2. Seltsamerweise nicht mit der Dame von gestern, ob es diesmal die Chefin war, weiß ich nicht. Auch diesmal wurde noch mal ordentlich geknetet. Demnächst wollen wir dann zu den Übungen übergehen, die sich lernen soll, dass die Schmerzen weniger werden. Oder ganz aufhören.
Blöderweise bin ich nach der Physio unfassbar müde, eigentlich möchte ich mich dann ein oder zwei oder drei Stündchen hinlegen. geht nur leider nicht. Und unangenehmerweise hatte ich heute nach der Therapie einen leichten, ganz leichten Kopfschmerz. Lag aber vielleicht an meiner allgemeinen Müdigkeit…
Fortsetzung folgt am Montag.

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RTZapper

Werbung: Quelle

Mittwoch, den 22. Juli 2009
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DI 21.07.2009 | 9.59 Uhr | radioeins

“Der spannendste Katalog aller Zeiten!” Den verspricht das Versandhaus Quelle momentan in seinen Radiowerbespots.
Und Recht haben sie. So spannend war es tatsächlich noch nie: Denn die noch verbliebenen Quelle-Kunden wussten lange nicht: Kommt er oder kommt er nicht, der Quelle-Katalog. Ja, das war schon ganz schön spannend.
Und es bleibt auch spannend: Kommt die Ware, die ich bestellt habe oder geht Quelle in der Zwischenzeit pleite?
Somit trifft der Werbespruch voll ins Schwarze. Spannende Zeiten für Quelle-Mitarbeiter und Kunden. Ob auch der Inhalt des Kataloges so spannend ist?

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