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Tourigefühle und eine tiefschwarze Wolkenfront

Neuruppin wird unter meinen Kollegen auch gern “Neuruppe” genannt. Klingt ein bisschen abschätzig, was Neuruppin eigentlich gar nicht verdient hat.
Als ich heute von einem Termin im Ortsteil Gnewikow über den Seedamm wieder in die Fontanestadt fuhr, hatte ich für einige Minuten fast schon ein Urlaubsgefühl: eine herrliche Gegend, malerische Seen, eine niedliche Altstadt. Und leckeres Eis im wohl besten Eisladen der Region (aber ich glaube, das erwähnte ich bereits). Alles ideale Touri-Anreize.
Aber ich bin ja kein Touri. Höchstens in der Mittagspause.

Heute allerdings lahmte der Blick nach draußen ein wenig die Arbeit. Eine tiefschwarze Wolkenfront zog über der Altstadt von Neuruppin auf. Die Wetterkarten im Internet ließen nichts Gutes vermuten. Wolken zogen im Eiltempo am Himmel vorbei. Die unteren Wolkenschichten am Rand der Unwetterfront wurden
regelrecht nach oben gerissen. Ein echtes Spektakel. Das aber ohne größere Folgen blieb: Donner, Blitze, Regen. Das Übliche. Lange nicht das, was der Himmel uns verhersagte. Die Sirenen heulen trotzdem. Rund um Neuruppin gab es dann doch zig Einsätze für die Feuerwehr.

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