Tagesarchiv für 28. Juni 2009

RTZapper

Michael Jackson live: Dangerous Tour

Sonntag, den 28. Juni 2009
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FR 26.06.2009 | 22.00 Uhr | Das Erste

Ausgerechnet die gute, alte, meist ganz schön behäbige ARD hat am Tag nach dem Tod von Michael Jackson das einzig Richtige getan: erinnert. Und wenn wir mal kurz alle Skandale und Schönheits-OP-Meldungen weglassen, dann bleiben seine grandiosen Konzerte übrig. Die ARD zeigte zur Erinnerung an Jacko das Bukarest-Konzert der Dangerous-Tour.

Es war das Ende eines durchaus denkwürdigen Tages. Als gegen 0.30 Uhr deutscher Zeit der Tod von Michael Jackson bekanntgegeben wurde, änderten viele Radiosender spontan ihr Programm. Nun gut, die Privaten meist nicht, da läuft nachts sowieso nur das Programm aus dem PC.
Bayern 3 machte aus der “ARD-Popnacht” ein Jackson-Special. Unzählige Songs des “King Of Pops”, dazu Hörer, die erzählen, was ihnen diese Meldung bedeutet.
Auch das Morgenprogramm von Bayern 3 stand ganz im Zeichen der Todesnachricht.

Ganz untypisch zeigte sich auch das “Sat.1-Frühstücksfernsehen”. Jacko war das beherrschende Thema. Die sonst übertriebene Fröhlichkeit der Moderatoren wich ernsten Worten, Interviews und Berichten.
Allerspätestens da war klar – dieser Tag sollte besonders sein. Immerhin schaffte es Jackson an die 1. Stelle der “Tagesschau”-Meldungen – selbst in der 20-Uhr-Ausgabe.

Den ganzen Tag über Berichte, wie die Welt trauert, Spekulationen, wie das passieren konnte – überall im Radio, Fernsehen, Internet.
Und am Abend dann Michael Jackson pur. Das, was den Künstler ausmachte in seiner Reinform. Ein 105 Minuten langer Abschied zu einer vernünftigen Sendezeit.
Danke, ARD!

Hits: 46

RTelenovela

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Sonntag, den 28. Juni 2009
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Die Fahrt auf der Autobahn A8 war noch nie ein besonderes Vergnügen. Die Strecke zwischen München und Stuttgart ist jedoch der Horror.
Lange verläuft die Strecke nur zweispurig in jede Richtung, einen Standstreifen gibt es auch noch nicht – wie sie eben in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut wurde. Doch man arbeitet dran. Ewige Kilometer ist die A8 eine Baustelle mit verengten Spuren und Tempo 80. Ätzend.

Mein Plan war, dass ich erstmal aus München rausfahre, um dann auf der ersten Raststätte meinen Kram aus dem Kofferraum zu holen: also Kassetten und etwas zu trinken. Außerdem wollte ich mir was zu Essen kaufen. Doch blöderweise kam erstmal keine Raststätte. Bis Augsburg.
Auf dem Schild wurde die Raststätte in 3000 Metern angekündigt. Wenige hundert Meter später kündigte ein weiteres Schild eine weitere Raststätte an. Ich ignorierte es – und so düste ich am Rastplatz vorbei. Durch die Großbaustelle musste man sich mit dem Auto schon früher auf eine andere Spur einfädeln. So war für mich die Rast unerreichbar. Von wegen 3000 Meter…

Ich fuhr weiter nach Scheppach in Schwaben. Bei McDonald’s war die Hölle los. Am beeindruckensten war jedoch das Schild an der Wand in den Klokabinen: “Ein besonderer Service unseres Hauses: Desinfizieren Sie Ihre WC-Brille selbst.”
Schön. Da verzichtet McDonald’s wohl auf eine umfassende Reinigung der Klos und verkauft es als Service, dass man die Klobrillen nun selbst reinigen darf.

Bei Stuttgart wurde es dann richtig kritisch. Frontal die tiefstehende Sonne. Dazu ein Wolkenbruch. Und die Sonne spiegelte sich auf der Fahrbahn. Ich sah nichts mehr. Eine gefährliche Situation, denn der Verkehr war relativ dicht. Mehr als Tempo 50 war nicht drin, und fast hätte es kurz vor mir trotzdem gescheppert.

Mit dem Wetter zu kämpfen hatte wir aber auch heute, am Sonnabend. Eigentlich wollten wir in der Pfalz bei Bad Dürkheim ein bisschen wandern. Gerade als wir die Stadt erreichten, war es mit dem schönen Wetter dahin, es begann zu regnen – und hörte auch nicht mehr auf.
Während wir in einer kleinen Gaststätte an der B37 saßen, goss unaufhörlich.
Schnell gaben wir unser Wandervorhaben auf, denn es wurde nicht besser. In der Ferne blitzte es. Als wir Neustadt an der Weinstraße erreichten, war das Gewitter genau über uns. Blitz und Donner gleichzeitig. Es blitzte und krachte, als wir an einer Ampel standen.
Und, wie sollte es anders sein, als wir den Rhein hinter Speyer erreichten, hörte der Regen auf. Auch in Neulußheim hatte es zu diesem Zeitpunkt nicht geregnet – allerdings zogen auch hier dicke Wolken auf.
Es ist Siebenschläfer. Wenn das das Wetter der nächsten sechs Wochen wird – dann gute Nacht. Die Aussichten besagen zum Glück etwas anderes.

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