Tagesarchiv für 16. Juni 2009

ORA aktuell

Autohaus Schwartzkopf ist pleite

Dienstag, den 16. Juni 2009
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Das Autohaus Schwartzkopf an der Oranienburger André-Pican-/Lehnitzstraße musste Insolvenz anmelden. Der Geschäftsbetrieb wurde am 29. Mai eingestellt.
15 Arbeitnehmer erhielten die Kündigung, die Azubis seien untergekommen, so Insolvenzverwalter Alexander Radtke. Für 40 verbliebene Autos solle eine Versteigerung stattfinden.

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RTelenovela

München (7): Durchgestylt bis zur Ungemütlichkeit

Dienstag, den 16. Juni 2009
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(6) -> 30.1.2009

München hat uns wieder. Zwei weitere Wochen werden wir die bayerische Landeshauptstadt unsicher machen. Das heißt, wenn wir dazu Zeit haben, denn unser Seminar spannt uns ganz schön ein.
Erstaunlicherweise habe ich auch gleich hergefunden. München begrüßte mich auf der Autobahn mit einem Lichtspektakel. Zumindest macht die Arena des FC Bayern München ganz schön was her. Das rote Leuchten führte allerdings auch fast dazu, dass ich von der Straße abkam. Aber nur fast.
Nebenbei: Die Fahrt verlief technisch einwandfrei. Was ja nicht zwingend zu erwarten war.

Leider sind wir diesmal nicht in dem schönen Hotel am Rotkreuzplatz untergebracht. Ich vermisse es schmerzlich! Die Absteige der Motel-One-Gruppe jedenfalls kann bei weitem nicht mit dem anderen Hotel mithalten – und das, obwohl es sogar einen Tick teurer ist.
Nach meiner Amkunft stand ich mit meinen Taschen erstmal ratlos in meinem Zimmer. Denn es gibt weder einen Schrank, noch einen vernünftigen Tisch, noch Kleiderhaken. Für einen zweiwöchigen Aufenthalt mehr als ungünstig. Nur ein paar Kleiderbügel gibt es und eine Stange. Hängt man da aber was auf, versperrt es einen den Weg.
Ich habe jedenfalls noch nie ein so ungemütliches, unpraktisches Hotel erlebt. Dazu muss man wissen: Es ist ein Designhotel. Uuuuh! Nur leider bedeutet Design oft auch: Es ist im Alltag unbrauchbar. So findet das Frühstück in der Lounge statt – auf kleinen Tischchen, Sitzwürfeln und seltsam langgezogenen Sesseln. Was das soll, weiß niemand, aber es gibt Leute, die das Design schick finden. Nun ja. Die Rezeption ist übrigens in einem Hellblau gehalten – offenbar die Firmenfarbe. Gewöhnungsbedürftig.
Es fehlt einfach an den Kleinigkeiten, die man für 66 Euro pro Nacht erwarten könnte. Ein vernünftiger Schreibtisch beispielsweise, denn für müssen auf unseren Zimmern auch ein bisschen abeiten. Oder im bad die seife. Oder eine verschließbare Duschkabine.
Außerdem ist eine der beiden Fahrstühle im Eimer, und das Internet funktioniert seit gestern auch nicht mehr. Das gibt es nur in der Lounge kostenlos – auf den Zimmern für 4 Euro pro Stunde. Happig.
Ich freue mich jedenfalls schon auf Anfang Juli. Da sind wir ein drittes Mal in München. Und dann wieder in einem guten Hotel, in dem am Rotkreuzplatz.

Ansonsten haben wir von München noch nicht allzu viel gesehen. Heute Abend gehts in die Kammerspiele zu einem Theaterstück von Elfriede Jelinek. Mal sehen, was uns da erwartet…

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aRTikel

Auf Tumorsuche

Dienstag, den 16. Juni 2009
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Das Wildauer Unternehmen Medinnovation hat eine neue Krebsdiagnostik entwickelt

MAZ, 16.6.2009

Es ist nur ein kleiner Piks, nur ein wenig Blut, das abgezapft wird. Doch die Erkenntnis, die daraus gewonnen wird, ist für den Patienten bedeutend. Anhand der Probe können die Medizintechniker von der Firma Medinnovation feststellen, ob sich im Körper ein aktiver Tumor befindet oder nicht. Und das oft schon, bevor das Geschwür durch bildgebende Verfahren zu erkennen ist.
„Wir analysieren dafür die Proteine im Blutkreislauf“, erklärt Holger Schäfer, Geschäftsführer von Medinnovation in Wildau (Dahme-Spreewald). Ist der menschliche Körper von Krebs befallen, ist das Protein blockiert und kann weniger Nährstoffe transportieren und Gifte aussondern. „Anhand dieser Funktionseinschränkung lässt sich feststellen, ob im Körper eine magline Aktivität stattfindet“, so Schäfer weiter. Gemeint ist die Bildung eines Tumors. Zwar könne durch das Verfahren noch nicht gesagt werden, um welche Krebsart es sich handele, entsprechende Untersuchungen könnten nach dem Test aber sofort eingeleitet werden.

Das Verfahren, die Elektronenspinresonanzspektroskopie (ESR), ist in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Russland erstmals angewendet worden. „Einen Entwicklungssprung gab es aber erst nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl“, erklärt Schäfer. Durch die ESR-Technologie konnten Forscher untersuchen, wie sich Proteine durch radioaktive Verseuchung veränderten.
Heute kommt die Technik vor allem in der Krebsdiagnostik sowie bei der Qualitätsanalyse von künstlich hergestellten Proteinen zum Einsatz. „Wir haben Patienten, die direkt zu uns kommen und sich Blut abnehmen lassen“, so Schäfer, „aber auch einige Ärzte bieten diese Untersuchung an.“ Die Krankenkassen haben diese Analyse jedoch noch nicht ins Programm aufgenommen. „Dazu brauchen wir entsprechende Studien mit mindestens 1000 Patienten“, sagt Schäfer. „Und das kostet viel Geld.“ Dennoch arbeitet Medinnovation bereits jetzt mit der Berliner Charité, mit dem Kreiskrankenhaus Beeskow (Oder Spree) sowie mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zusammen. „Von dort bekommen wir auch Blutproben, die wir bei uns analysieren“, so Schäfer. Anhand dieser Proben wird in Wildau weiter geforscht.

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