Monatsarchiv für Juni 2009

RTZapper

Fußball-U21-EM 2009: Finale

Dienstag, den 30. Juni 2009
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MO 29.06.2009 | 20.15 Uhr | ZDF

Deutschland ist Europameister! Im Fußball! Was die “großen” Männer zuletzt 1996 schafften, konnten die U21-Jungs ihnen nun nachmachen. Im Finale gegen England setzten sie sich durch. Vielleicht ist das ja mal ein Ansporn für die kommende WM 2010 in Südafrika.

Blöd allerdings für das DSF. Die hatten zwar die Rechte an der Fußball-U21-EM erworben, die deutschen Spiele jedoch durfte das ZDF zeigen. Und sich die Deutschen bis ins Finale dribbelten, hatte das DSF am Ende das Nachsehen, und die Topquote stattdessen das ZDF.

Nur die Sache mit dem Sommermärchen hat nicht so richtig funktioniert. Keine Tippspiele, keine Euphorie, keine Gespräche am nächsten Tag.
Auch wenn die Freude über den Titel durchaus da war – das große Ding, an das wir uns zum Jahresende erinnern werden, war das Turnier nicht. Da müssen dann doch schon die “richtigen” Männer ran. Und vielleicht gewinnen die ja auch mal wieder ein Finale. Sonst müssen die Sportfreunde Stiller auch ihren WM-Song nochmal neu schreiben… 54, 74, 90, 2010…

aRTikel

Wendejahr 1989: Ein Hauch Westen im Filmpalast

Dienstag, den 30. Juni 2009
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Mai 1989 -> 30.5.2009

Rückblick: „Linie 1“ lief im Juni 1989 im Filmpalast / Mathe-Asse im Pionierhaus

MAZ Oranienburg, 30.6.2009

Was stand im Wendejahr 1989 in der Märkischen Volksstimme (MV)? Wir blättern zurück.

OBERHAVEL
Der Juni beginnt mit einem Beerenskandal: Ein Gartenfreund pflückte auf seinem Grundstück in Hohen Neuendorf Stachelbeeren. Uneigennützig wollte er sie in die HO-Verkaufsstelle in der Leninallee bringen. Doch dort ignorierten ihn die Handelsleute. Er sei nicht angemeldet gewesen. Kein Wunder, dass sich Jette am 3. Juni in der MV darüber aufregt. Stachelbeeren sind Mangelware in den Kaufhallen.

Im Oranienburger Pionierhaus treten die Mathe-Asse des Kreises gegeneinander an. 30 Schulen beteiligen sich am 7. Mathefestival. Die Besten kommen von der Oberschule Schildow, auf Platz 2 landet die Goethe-Oberschule Hohen Neuendorf.

Im Oranienburger Filmpalast weht im Juni 1989 ein Hauch des Westens durch den Kinosaal. Das Berlin-Musical „Linie 1“ ist zu sehen. Auch wenn die Zuschauer ihren Spaß haben – für die DDR-Machthaber ist der Film sicherlich eine Genugtuung, über die Leinwand flimmert nämlich das dreckige West-Berlin voller Drogen und Verbrechen.

Doch auch im Osten läuft es nicht rund. Klappten bisher Expressreparaturen von Schuhen in Hennigsdorf gut, gibt es im Juni 1989 Probleme. Auf die Frage der Kundin in der Annahmestelle am Stahlwerk, warum das so sei, antwortet die Frau hinterm Tresen: „Weiß ich nicht.“

Unterdessen startet die MV den 17. Gaststättenwettbewerb. Gesucht sind die besten Lokale, Kollektive, Kellner und Köche. Ein großer Renner: Schon zwei Tage danach liegen 70 Gästemeinungen vor. Bis zum Monatsende trudeln 3052 Zuschriften in die Redaktion. Und nicht nur Lob: „Eisbein-Otto“ in Oranienburg bekommt zwar Applaus für Küche und Bedienung, dennoch kommt auch sanfte Kritik auf: wann denn der Kneipier sein Haus auch äußerlich aufhübschen lassen will, fragt ein MV-Leser. Der Wettbewerb läuft bis zum Juli.

Die freiwillige Feuerwehr in Marwitz feiert im Juni 1989 den 80. Geburtstag mit einem großen Festumzug. „Achims Motivdisko“ sorgt für flotte Rhythmen. So erlebt Marwitz ein rauschendes Fest.

Das Schweinemastkombinat der LPG Mühlenbeck/Schönfließ bietet bessere Arbeitsbedingungen, berichtet die MV am 17. Juni. Etwa 1000 Schweine und bis 1990 noch einmal 1000 Tiere kommen in neue Ställe mit pumpfertigem Futter aus Mühlenbeck.

Ein Großereignis kündigt sich am 22. Juni im MV-Anzeigenteil an: Die Puhdys, die Lords aus Westdeutschland und Waterloo aus Österreich laden zur gemeinsamen „Good-Bye-Tour“. Dass der Auftritt in Nauen dann bei den Puhdys doch nicht zur sofortigen Rockerrente führte, ist bekannt.

ORA aktuell

Bombe am GST-Hafen wird entschärft

Dienstag, den 30. Juni 2009
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5500 Einwohner müssen am Mittwoch in Oranienburg mal wieder ihre Wohnungen verlassen. Nachdem eine Bombe auf dem ehemaligen GST-Hafengelände an der Klagenfurter Straße gefunden wurde, soll um 8 Uhr der Sperrkreis gezogen werden.
Die Bombe liegt in Havelnähe in 4,50 Metern Tiefe.

Im Sperrkreis liegen diesmal auch die Berliner Straße, die Saarlandstraße und die Lehnitzstraße. Das Krankenhaus an der Robert-Koch-Straße wird bis auf die Intensivstation evakuiert. Die Bewohner des Domino-Pflegeheims an der Villacher Straße und des Altersgerechten Wohnheims an der Robert-Koch-Straße müssen auch raus. Betroffen sind auch die Stadtwerke und die Arbeitsagentur.

Die letzte S-Bahn kommt um 9.30 Uhr in Oranienburg an, die letzte fährt um 9.52 Uhr.

RTelenovela

Ein schneller Blick, und alles ist sauber

Dienstag, den 30. Juni 2009
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Sind das schon Auswirkungen des Konjunkturprogrammes gegen die Wirtschaftskrise? So viele Baustellen wie diesmal hatte ich jedenfalls noch nie auf der Fahrt von Neulußheim nach Oranienburg. Unfassbar viele Baustellen. Fahrbahnerneuerungen, Ausbesserungen – kilometerlang. Selbst in Neulußheim selbst sind bereits langwierige Bauarbeiten an einer der Hauptstraßen angekündigt. Allerdings: Gerade die Straßen in Baden-Württemberg haben es teilweise mehr als nötig. Wer beispielsweise am Ortsausgang von Schwetzingen auf die vierspurige Bundesstraße Richtung Mannheim fährt, rollt über brüchigen und löchtigen Fahrbahnbelag.

Kleines Reisepäuschen bei Burger King in Kirchheim in Hessen. Sauberkeit ist dort Trumpf, besonders in den Toilettenräumen – auch wenn König Kunde inzwischen selbst Hand anlegen muss.
Meist hängen in den Örtlichkeiten Schilder, bei denen in bestimmten Rhythmen notiert ist, wenn jemand die Sauberkeit kontrolliert hat. Soll heißen: Wann zum letzten Mal sauber gemacht wurde.
Bei Burger King in Kirchheim funktioniert das so: Eine Frau macht die Tür auf, dreht sich zur am Eingang hängenden Tafel, zückt den Stift und unterschreibt, dass alles sauber ist. Dann geht sie wieder. Erstaunlich, wie sie das in der guten halben Sekunde überprüft hat.

Im Übrigen fühle ich mich diskriminiert: Auf dem Rastplatz in Köckern (Sachsen-Anhalt) sind vor dem Eingang die Behinderten- und direkt daneben die Frauenparkplätze. Und die Männer dürfen latschen. Womit haben es die Frauen verdient, extra Parkplätze zu bekommen? Um ihre Stöckelschuhe zu schonen?
Okay, das war jetzt ein Klischee – aber fühlen sich Frauen nicht auch doof, gleich neben den Behinderten platziert zu werden?

ORA aktuell

Oranienburger Busbahnhof ist radioaktiv

Dienstag, den 30. Juni 2009
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Der Boden am ehemaligen Oranienburger Busbahnhof ist radioaktiv verseucht und soll demnächst saniert werden. Das berichtet Antenne Brandenburg.
Laut dem Strahlenschutzexperten des Brandenbuger Landesamtes für Verbraucherschutz, Michael Hahn, wird auf die etwa 1000 Quadratmeter große Fläche eine Bodenschicht aufgetragen, anschließend werde das Areal bepflanzt.

Bis 1945 verarbeitete eine chemische Fabrik auf dem Gelände Erze mit einem natürlichen radioaktiven Anteil. Die Fabrik war durch einen Bombenangriff kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Die Erz-Bestandteile verbreiteten sich danach in der Stadt.

RTZapper

Nachrichten: Hitzewarnung für Hessen

Dienstag, den 30. Juni 2009
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MO 29.06.2009 | 15.00 Uhr | hr1

Achtung, Achtung! Ein schockierendes Ereignis bricht über Deutschland herein. Schockierend, weil so unerwartet: Der Sommer ist da!
Und, wenn man den Vorhersagen glauben darf, bringt der Sommer etwas mit, was bisher so noch nie eingetreten ist: Hitze. Verdammte Hitze.

Zumindest in Hessen scheint der Sommer und die Hitze ein völlig neues Ereignis zu sein. Warum sonst gibt es hessische Gesundheitsministerum eine gesonderte Hitzewarnung heraus? Den Nachrichten in hr1 war das am Montagnachmittag eine lange Meldung wert: Man solle mehr trinken, man solle sich den Gegebenheiten anpassen, in Altersheimen solle besondere Vorsicht gelten.

Ist alles richtig. Nur: auch außergewöhnlich? Es war schon immer warm im Sommer, und so langsam sollten wir wissen, was wir da zu tun und zu lassen haben.
Da stellt sich die Frage: Wenn in Hessen die 30 Grad überschritten werden – kommt dann eine Sondersendung im hr-Fernsehen? Sonderberichte bei hr1? Extraausgaben der Zeitungen? Hoffentlich kommen die Hessen glimpflich davon!

RT im Kino

Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen

Dienstag, den 30. Juni 2009

Connor ist ein Arschloch. Als Fotograf kann er jede Frau flachlegen, die ihm vor die Linse kommen. Und es sind viele Frauen. Eine schnelle Nummer, und das war es dann. Die Damen werden dann so schnell wie möglich abserviert – auch gern in Konferenzschaltungen im Internet. Das geht schneller. Mit echten beziehungen kann er nichts anfangen – mit Hochzeiten schon mal gar nichts.
Dummerweise hat aber sein Bruder Paul (Breckin Meyer) aber gerade vor, zu heiraten. Connor (Matthew McConaughey) geht hin – widerwillig. Und so stürzt er die Feier in eine tiefe Krise.
Als er allerdings in der Nacht auf Geister trifft, die ihm alle seine bisherigen Frauen präsentieren, kommt auch Connor ins Schwitzen.

Das wird jeder Zuschauer schnell merken: Die Grundidee von “Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen” ist geklaut. Nur, dass hier nicht die Weihnachtsgeschichte, sondern die Hochzeitsgeschichte erzählt wird. Das ist an einigen Stellen recht lustig, aber letztlich nicht allzu einfallsreich.
Aber noch ein Problem hat dieser Film: Die eigentlichen Nebengeschichten sind lustiger als die Hauptstory. Wenn Pauls Frau eine Krise nach der anderen bekommt, wenn sich die Brautjungfern anzicken, dann ist das witziger als die Geisterstory. Zumal Matthew McConaughey beim Versuch scheitert, albern zu sein. Er wirkt dabei einfach nur dämlich. Und – ohne zu viel zu verraten – das Ende des Films nimmt man ihm nicht ab. Wie überhaupt das ständige Grinsen McConaugheys unfassbar nervt. Langsam wird es mal auch für ihn Zeit für vernünftige Rollen – den Anfang 30-jährigen Junggesellen kann er bald jedenfalls nicht mehr spielen.

So ist “Der Womanizer” ein netter Zeitvertreib, der keinen Schaden hinterlässt. Es hätte ruhig ein bisschen mehr sein können.

6/10