Tagesarchiv für 13. Mai 2009

RTZapper

Fickende Fische

Mittwoch, den 13. Mai 2009
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DI 12.05.2009 | 23.20 Uhr | rbb

Jan ist 16 und verliebt. Doch gleichzeitig macht ihm das Angst: Jan ist HIV positiv.
Auf sehr einfühlsame Weise zeigt Regisseurin Almut Getto in “Fickende Fisch”, welches Gefühlschaos entsteht, wenn plötzlich die große Liebe vor einem steht. Und vor allem, welches Chaos das als AIDS-Kranker auslöst. Wer kommt ein 16-jähriger Junge damit klar? Wie kommen die Eltern damit klar? Gerade die Hilfslosigkeit von Jans Mutter wird sehr deutlich gezeigt.

Leider lässt einen das Ende ziemlich kalt. Es soll hier natürlich nicht verraten werden, aber man kann es durchaus sogar als ein wenig plump und doof bezeichnen. Der an dieser Stelle platzierte “Gag” ist vollkommen deplatziert. Das schlägt sich letztendlich dann auch leider auf den ganzen Film nieder.
Fazit: Eigentlich ein wunderbarer Gefühslfilm, wenn nur dieser Schluss nicht wäre…

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RTZapper

Best of Switch Reloaded

Mittwoch, den 13. Mai 2009
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DI 12.05.2009 | 22.15 Uhr | ProSieben

Clever: Wenn ein Sender Geld sparen möchte, wird einfach zwischen neuen Folgen einer Serie, mitten in der Staffel, ein Best of eingefügt.
So in der Fernsehsatire “Switch Reloaded”. ProSieben zeigte am Dienstag nur Highlights der aktuellen Staffel. Kann man machen, kann man aber auch erst am Ende bringen. Warum allerdings behauptet der Sender trotzdem, eine handele sich um eine neue Folge? Gleich nachdem der Schiftzug “Best of” erlosch, stand plötzlich neben dem ProSieben-Logo “Neue Folge”.
Weiß eine Hand nicht mehr, was die andere tur? Oder nimmt das Fernsehen seine Zuschauer gar nicht mehr ernst? Nun ja, Letzteres wäre nichts Neues mehr.

Davon abgesehen: “Switch” wird immer besser. Anja Kohls “Pörse im Ersten”. Heidi Klums Topmodels. Katja Burkards Lispler. Raab. Restauranttester Rach. Talktalktalkerin Sonya Kraus. Grandios!!!

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RTZapper

Eurovision Song Contest 2009: 1. Halbfinale

Mittwoch, den 13. Mai 2009
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DI 12.05.2009 | 21.00 Uhr | phoenix

Eine Musikshow auf phoenix. Viele Zuschauer werden wahrscheinlich überhaupt das erste Mal länger als zwei Minuten den Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF eingeschaltet haben. Insofern kann man die Übertragung des ersten Halbfinales aus Moskau durchaus als Werbeveranstaltung für phoenix betrachten. Und der Sender schlug sich gut: Der NDR jedenfalls brachte im Vorjahr keine Nachberichterstattung, in der noch einmal die Show auseinandergepflückt wurde. Und vor allem, bei der die Gäste den deutschen Beitrag madig machen durften. (Wie heißen die Jungs noch mal? Alex sings Oscar swings? Oscar sings Alex swings? Alex dings und Oscar bumms? Ach, was weiß ich?!)

Mit Island hat es glücklicherweise mein Favorit ins Finale geschafft. Bleibt abzuwarten, ob die balladige Popnummer auch am Sonnabend bestehen kann. Auch portugal lieferte eine schöne Nummer ab, eine nette Mischung aus Folklore und rhythmischem Abgeher. Auch Schweden überzeugte, auch wenn die Skandinavier dieses Mal auf eine Das-erinnert-mich-irgendwie-an-ABBA-Nummer verzichteten.

Aber bitte, liebe Russen: Gebt der auf Knopfdruck dauerlächelnden Modelmoderatorin und ihrem hibbeligen Quassler keine Drogen mehr! Witze wie “Wir gehen dann mal und sagen nicht, wer die letzten drei Finalisten sind” sind nicht witzig! Andererseits: Wer achtet beim ESC schon auf die Moderatoren?
Am Donnerstag zeigt der NDR das zweite Halbfinale als Aufzeichnung um 23 Uhr.

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RTelenovela

Eurovision Song Contest: Wie Phoenix aus der Asche

Mittwoch, den 13. Mai 2009
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Fast wäre der Genuss des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contests für mich ins Wasser gefallen.
Ich habe mich für dieses Fernehereignis bei Bekannten in Bernöwe eingeladen. Als ich kurz vor Übertragungsbeginn dort eintraf, herrschte Ratlosigkeit: Wo wird denn das übertragen? Was, auf phoenix? Den Sender haben wir gar nicht einprogrammiert.
Na ja, das stimmt nur so halb: Im vergangenen Jahr wechselte der Ereignis- und Dokumkentationskanal den digitalen Astra-Transponder. Seitdem war im Receiver noch “phoenix-alt” eingespeichert, auf dem Kanal ist jedoch nichts mehr zu sehen.

Nun wäre es ganz einfach gewesen, einen Sendersuchlauf zu starten, den Sender neu zu speichern und sich dann dem Song Contest hinzugeben. Aber nein.
Der Receiver ist nur für 999 Programme ausgelegt, und der Speicher war voll. Ein Suchlauf brachte also nichts, weil es keinen Platz mehr zum Speichern gab.
Das Ganze kostete uns viel Nerven. Von weitem, aus dem Schlafzimmer heraus, sahen wir auf dem kleinen Fernseher den Beginn der Show, während wir im Wohnzimmer weiter werkelten.
Erstens: Sender löschen. Zweitens: Die phoenix-Frequenz manuell eingeben. Auch das war eine Wissenschaft. Denn dazu mussten wir aus dem Videotext von Tele 5 erst mal die richtige Frequenz raussuchen.

Eine halbe Stunde dauerte es, es war bereits 21.15 Uhr, Weißrussland gerade am Start, da hatten wir endlich phoenix und die Übertragung auf dem Bildschirm.
Gott sei Dank!
PS: Unser Favorit 2009 – zumindest nach Halbfinale 1: Island.

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