Tagesarchiv für 11. Mai 2009

RTZapper

Gut sein auf Probe – Ein Egoist engagiert sich

Montag, den 11. Mai 2009
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MO 11.05.2009 | 20.15 Uhr | Das Erste

Zehn Tage hat sie wohl noch zu leben. Zehn Tage. Sie sagt das ganz salopp dahin. Als ob das gar nichts Besonderes wäre. Aber sie hat sich damit abgefunden. “Ich bin unheilbar”, sagt sie. Sven Kuntze sitzt ihr gegenüber, und es ist dem Reporter unangenehm. Er weiß nicht, was er sagen soll, wie er mit dieser Situation umgehen soll. Mit dem Tod als Gesprächsthema. Mit dieser Lockerheit. Zehn Tage.

“Gut sein auf Probe – Ein Egoist engagiert sich” hieß die Doku, die das Erste im Rahmen der Themenwoche “Ist doch Ehrensache” zeigte. Reporter in Rente Sven Kuntze versuchte sich in allen möglichen Ehrenamtpositionen. Heraus kam ein mitunter sehr zu Herzen gehender Film. Einer, der unheimliche Lust auf ein Ehrenamt macht.

Kuntze musste erst mal aufstehen. Raus. Eine Zigarette rauchen. Zehn Tage hat sie noch. Diese Lockerheit machte ihn fertig. Aber als Ehrenamtlicher in einem Hospiz muss er mit dem Tod klarkommen. Der Tod ist dort allgegenwärtig. Aber er kann auch Kraft geben, Mut.

Sven Kuntze engagierte sich außerdem als Leihopa, fuhr Wettrennen mit einem kessen Jungen, verlor gegen ihn im Schach und überlegte mit ihm, was sie denn gemeinsam unternehmen können. Kuntze habe Angst, sagte er danach. Angst vor der Verantwortung, die er damit übernehme. Aber es sei auch ein gutes Gefühl.
Nächste Station: Eine Organisation, die gegen Rechts kämpft. Sie Leute betreiben Infostände und müssen sich gegen Repressalien zur Wehr setzen. Als Journalist konnte Kuntze eine Demo rechter Gestalten filmen und das Material den ehrenamtlichen Widerständler übergeben.

Kuntze sagt, als Journalist habe er immer gedacht, er arbeite doch in seinem Beruf sowieso schon ehrenamtlich. Wenn er die Politiker entlarve, wenn er den Menschen hilft, Dinge aufzuklären, zu ändern. Das sieht er nun mit Abstand anders, wie er sagt. Wirklich ehrenamtlich zu helfen, sei etwas ganz anderes.
“Gut sein auf Probe” macht viel Mut. Und Lust auf ein Ehrenamt. Denn jeder kann noch so viel Geld spenden – sich Zeit für andere nehmen. Das ist es, worauf es eigentlich meistens ankommt. Nun sind wir gefragt.

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RTelenovela

Wie wäre es mit einem Ehrenamt?

Montag, den 11. Mai 2009
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Manchmal denke ich jetzt schon: Wie ist das eigentlich, wenn man alt ist? Welche Perspektive gibt es dann noch? Wie lebe ich dann?
Heute hatte ich einen Termin in einem Altenpflegeheim in Sachsenhausen. Während ich noch einige Minuten warten musste, beobachtete ich eine Gruppe von Rentnern, die im Kreis saßen und gymnastische Übungen machten. Ich weiß nicht, ob sie noch oft Freude im Leben haben – in diesem Augenblick schienen sie Spaß zu haben. Und Ablenkung.

In diesem Pflegeheim wird mit vielen Ehrenamtlichen gearbeitet, erfuhr ich später im Gespräch mit der Leiterin des Hauses. Sie gehen Patenschaften mit den alten Menschen ein, um sich mit ihnen zu beschäftigen, um spazieren zu gehen, vorzulesen – um Zeit miteinander zu verbringen.
Eine sehr schöne Sache, wie ich finde. Warum sollte man, wenn die Zeit dazu ist, nicht so etwas zu tun. Es bringt schließlich beiden Seiten etwas. Verständnis, Gespräche, Erkenntnisse und vielleicht auch weniger Angst.

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RTZapper

Das perfekte Promidinner – Muttertag

Montag, den 11. Mai 2009
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SO 10.05.2009 | 20.15 Uhr | VOX

Ach, wie lieb: Zum Muttertag durften auch die Mamas der Promis in der sonntäglichen VOX-Show mitkochen. Sie waren zum “Perfekten Dinner” eingeladen.
Die Mama von DSDS-Irgendwoplatzierter Thomas Enns war mit beim Einkaufen und half in der Küche. Ebenso die Mutti von Dolly Buster, die sich ankeifen lassen musste, weil dem Töchterchen die Knödel nicht schmeckten.
Alles Gute zum Muttertag!

Aber die Promis müssen das alles falsch verstanden haben. Denn seit wann müssen die Mütter zu ihrem Ehrentag selbst in der Küche stehen und schuften? Da hatte Musikcastingverlierer Thomas Enns schon mal nach ewiger Zeit einen fernsehauftritt, und dann musste auch noch die Mama ran, damit sich der Junge einigermaßen passabel präsentieren kann.

Und wie geht es weiter? Nett wäre “Das perfekte Promibesäufnis” zum Herrentag. Mit den besten Alkoholrezepten nebst Verkostung. Oder “Die perfekte Promibesserwisserei” zum Lehrertag am 5. Oktober – in der es für sämtliche Abende null Punkte gibt, weil die Lehrer alles für komplett misslungen halten.
Dafür lassen sich sicherlich noch einige F-Promis finden.

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RTelenovela

Die Oranienburger sorgen sich um das erste Haus am Platze

Montag, den 11. Mai 2009
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Ende gut, alles gut. Das italienische Restaurant “Castello” scheint sich während der Landesgartenschau zu einem Magneten zu entwickeln.
Dabei haben sich die Oranienburger echt Sorgen um dieses Lokal gemacht. Es war oft Gesprächsthema Nummer 1.

Alles begann mit einem Umzug. Aus dem “Cristallo” am Louise-Henriette-Steg wurde das “Castello” direkt am Oranienburger Schloss.
Und die Besucher mäkelten. Die Räume seien zu dunkel. Da fehlen noch Bilder an der Wand. Das müsse man doch noch gestalten. Das Bedienungspersonal hatte sich einiges anzuhören. Der Laden war eines der großen Klatschthemen in Oranienburg. Ob denn das Essen gut ist. Was man denn in den Räumen anders machen könne. Dass man ja schon Tipps gegeben habe, die bisher aber nicht umgesetzt worden seien. Das “Castello” wurde zu einem echten Oranienburger Sorgenkind. Man müsse doch vor dem Haus, also an der Straße, Tische aufstellen – und nicht im Hinterhof, wo man nichts sehen würde.

Inzwischen hat sich vieles getan. Innen hängen nun Bilder, draußen stehen Tische und Stühle, an denen sich das Treiben am Schloss beobachten lässt.
Das Lokal war heute, am Muttertag gerammelt voll. Das Essen schmeckt gut, wie ich finde.
Und deshalb werden die Sorgen langsam weniger, die Oranienburger beruhigen sich so langsam und können sich anderen Problemen zuwenden.
Ach ja, aber das mit dem Brot, das erwärmt werden könnte, das wird auch noch funktionieren. Und das mit der schnelleren Biedienung. Und außerdem… Und dann noch…
Na ja, wird schon.

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