Monatsarchiv für April 2009

ORA aktuell

Politiker in Oberhavel wollen Landrat lieber selber wählen

Dienstag, den 28. April 2009
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Die Große Koalition aus SPD, CDU und Unabhängigen Bürgern (UBF) im Kreistag von Oberhavel wollen dafür stimmen, dass der Landrat durch den Kreistag gewählt wird. Die Bürger sollen außen vor bleiben. Am 6. Mai wird in Oranienburg darüber entschieden, die Mehrheit der Fraktion liegt bei drei Stimmen. Die Fraktionschefs wollen dafür sorgen, dass alle Abgeordneten anwesend sind.
Die Linke will einen Gegenantrag stellen, der besagt, dass die Bürger von Oberhavel ihren Landrat selbst wählen sollen.
Die Kommunalverfassung lässt es in diesem Jahr noch zu, dass der Landrat für acht Jahre vom Kreistag gewählt wird. Die Amtszeit von Karl-Heinz Schröter (SPD) endet im März 2010, die Abstimmung würde im Herbst 2009 erfolgen, frühestens sechs Monate vor dem Ende von Schröters Amtszeit.

RTZapper

Tagesthemen: Schweinegrippe

Dienstag, den 28. April 2009
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MO 27.04.2009 | 22.35 Uhr | Das Erste

Eine Seuche beschäftigt die Welt: Hunderttausende Menschen sterben jährlich an dem Genuss eines ekligen Glimmstängels. Zigaretten sind eine Pest. Doch die Menschen sind süchtig danach. Dass so viele daran sterben, ist aber nicht weiter interessant. Die Menschen qualmen weiter. Und Sondersendungen gibt es auch nicht.
Nun beschäftigt eine neue Seuche die Welt: die Schweinegrippe. Während des Korrespondenberichtes aus Mexiko-Stadt in den “Tagesthemen” am Montagabend liefen im Hintergrund lauter Menschen mit Mundschutz entlang. Nur der ARD-Korrespondent trug keinen Mundschutz. Dabei hätte das doch mal so richtig dramatisch ausgesehen. Das hätte die Angst noch mal so richtig geschürt. Und was zahlt die ARD eigentlich dafür, dass sich ihre Berichterstatter einer so großen Gefahr aussetzen?
150 Menschen sind bisher allein in Mexiko an der Schweinegrippe, die eigentlich “Mexikanische Grippe” heißen müsste, gestorben. Und es kann tatsächlich passieren, dass daraus etwas Schlimmeres werden könnte. Panikmache ist dennoch nicht angebracht. Nun ja, noch nicht jedenfalls. Damit können wir dann ja anfangen, wenn es in Deutschland so richtig losgeht.
Oder wie war das noch mal mit der Vogelgrippe? Und mit Sars?

RTelenovela

Volojahre (21): Jürgen, Matze und die Schweinegrippe

Montag, den 27. April 2009
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(20) -> 24.4.2009

Der Tag der Schweinegrippe. Wobei er eigentlich als Tag von Jürgen Klinsmann begann, den die Bayern rausgeschmissen haben. Aber im Laufe der Stunden war das Gesundheitsthema dann doch tragender.
Und es war ganz sicher nicht der letzte Tag, an dem wir uns im Büro mit diesem Thema befassen müssen. Die Meldungen kommen im Minutentakt bei uns an. Verdachtsfälle in den USA, in Spanien, in Großbritannien – und auch in Deutschland. Genauer in Bielefeld, was ja nicht sein kann, da es ja Bielefeld gar nicht gibt. Kein Wunder also, dass sich die Verdachtsfälle dort nicht bestätigt haben.
Außerdem beschäftigte uns die Frage, ob denn die Schweinegrippe nicht richtiger “Mexikanische Grippe” heißen müsste.
Zwischendurch hatte ich jedoch noch ein schnelles Zusammentreffen mit Matze Platzeck, unserem Ministerpräsidenten. Aber es ging verdammt schnell: In der Potsdamer Staatskanzlei befragte ich Betriebsratschefs aus Brandenburg zu einem bevorstehenden Treffen mit Platzeck, als der plötzlich vor mir stand und mir die Hand gab. Zwei Sekunden dauerte das, und weg war er wieder. Erst als ich wieder draußen war, wurde mir klar, dass ich gerade einem “hohen Tier” begegnet war. Andererseits ist das aber auch nicht besonderes mehr, wenn einem diese Leute öfter begegnen. Außerdem sind sie ja auch nur Menschen.
Und die Schweinegrippe ist momentan sowieso viel spannender.

RTZapper

Ein Kessel Buntes

Sonntag, den 26. April 2009
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SA 25.04.2009 | 22.05 Uhr | rbb

“Ein Kessel Buntes” war die große Sonnabendabendshow des Fernsehens der DDR. Große Stars, viel Humor und immer andere Moderatoren. Unvergessen die beiden Ausgaben, die die Komikerin Helga Hahnemann 1989 moderierte.
Nur wenige Jahre konnte sich der “Kessel” in die gesamtdeutsche Medienwelt retten, lief noch zwei Jahre in der ARD. Dann war Schluss, die Quoten reichten nicht mehr aus.
Am Sonnabend zeigte der rbb eine Folge von 1990, der der damalige DFF ausstrahlte. Und schon an dieser Sendung lässt sich zeigen, warum der “Kessel” nach der Wende keine Zukunft mehr hatte, nichts mehr Besonderes war.
Denn die Show war unfassbar dröge. Im Herbst 1990 ist den Machern offenbar nichts mehr eingefallen. Die inzwischen verstorbene Fernsehansagerin Antje Garden und der unvermeidliche West-Ösi-Import Karl Moik führten durch die Ausgabe der Show. Moik brachte betuliche “Stadl”-Elemente in die Ost-Revue in den Berliner Friedrichstadtpalast. Das Stadlorchester und viel öde Volksmusik. Dazu wichtigtuerische und besserwisserische Ansagen, die den Ossis wohl mal zeigen sollten, wie man es richtig macht.
Eine müde Abfolge von Musiknummern, wenige lustige, dafür aber miese Comedyeinlagen. Mehr hatte “Ein Kessel Buntes” im Herbst 1990 offenbar nicht mehr zu bieten. “Ein Kessel Reste”. Das hatten andere, sehr viele Shows genauso auch im Programm.
1991 und 1992 führte Karsten Speck alleine durch die Shows, dann war Schluss. Kein Wunder, wie die 1990er-Show zeigte.

RTelenovela

Der große Tag der kostenlosen SMS-Grüße

Sonntag, den 26. April 2009
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Um das mal gleich klarzustellen: Ich bin Vodafone-Kunde. Vofafone hatte am Dienstag keinen Netzausfall, deshalb durften Vodafone-Kunden heute keine kostenlosen Kurznachrichten per Handy verschicken.
T-Mobile-Kunden dagegen hatten am Dienstagnachmittag das Nachsehen. Kein Netz. Deshalb durften T-Mobile-Kunden heute ein großes SMS-Feuerwerk starten. Und sie nutzten es.
Ich war heute auf einer Feier mit ziemlich vielen T-Mobile-Kunden. Und die hatten Spaß. Schickten Nachrichten wie “Grüße aus Berlin” an so ziemlich alle, die im Telefonbuch zu finden waren. Oder es wurde Essen oder Getränkenachschub per SMS bestellt, aus dem Wohnzimmer in die Küche. Lustige Nachrichten ans Festnetz waren auch gern gesehen an heutigen Tag – wenn die Computerstimme die irrwitzigsten Texte vorzulesen hatte. Schön auch SMS-Grüße, die explizit darauf hinwiesen, dass man ja heute kostenlos grüßen könne – als T-Mobile-Kunden.
Ab morgen sind wir wieder alle gleich. Bis zum nächsten Ausfall. Vielleicht dann mal bei Vodafone? Bis dahin werde ich mir eine SMS-Serie ausdenken, die ich dann verschicken werde.

RTelenovela

Laga in Oranienburg: Startschuss mit Sirene

Samstag, den 25. April 2009
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Fünf Jahre haben wir darauf gewartet – heute endlich läuft sie – die Landesgartenschau in Oranienburg.
Das Eröffnungsprogramm auf dem Oranienburger Schlossplatz begann ungewöhnlich: mit kurzem Sirenengeheul. Immer am Sonnabend um 10 Uhr heulen in Oranienburg für einige Sekunden die Sirenen – testweise. Schließlich brauchen wir die hier noch – für die Entwarnungen bei Bombenentschärfungen.
Wir hatten ja mit einigem gerechnet: Massenaufläufe, ein randvoller Platz mit Menschen. Das war leider heute Vormittag nicht der Fall. Der ganz große Run ist am ersten Tag ausgeblieben. Ich schätze, es waren etwa 2000 Leute auf dem Schlossplatz, als das Theaterstück “Oranienburg” gezeigt wurde. MP Platzeck und BM Laesicke hielten Reden, und die Leute vom Schützenverein durften glücklicherweise mal nicht in die Luft ballern.
Auf dem Laga-Gelände selbst waren wir heute noch nicht – 8800 sollen es bis zum Abend gewesen sein, was ich irgendwie nicht so ganz glauben kann. Dafür sind wir heute mal ums Schloss herumgeschlendert. Toll! Einfach nur toll! Das neu gestaltete Havelufer, der Weg zur neuen Brücken hinter dem Schloss. Oranienburg ist im Zentrum wirklich schick geworden, ein echtes Schmuckstück. Allein dafür hat sich das Ganze gelohnt.
Und bald werde ich mir auch von der Laga selbst ein Bild machen.

ORA aktuell

Oranienburger Landesgartenschau eröffnet

Samstag, den 25. April 2009
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Die Landesgartenschau in Oranienburg ist eröffnet. Am Sonnabendvormittag öffneten sich unter blaumem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein die Tore zum Neuen Park neben dem Schloss. Vorher wurde auf dem Schlossplatz das Stück “Oranienburg” aufgeführt. Ministerpräsident Matthias Platzeck und Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke würdigen die Arbeit der vielen Helfer.
Die 4. Brandenburger Landesgartenschau (Laga) in Oranienburg steht unter dem Motto “Traumlandschaften einer Kurfürstin” und bezieht sich auf Louise Henriette von Oranien, die im 17. Jahrhundert in Oranienburg lebte. Etwa 1,2 Millionen Pflanzen können die Besucher bestaunen. Auf 30 Hektar Schloss entstanden unter anderem 17 “Gartenzimmer”, sechs Barockwäldchen, die Vergänglichkeit oder Toleranz symbolisieren, und eine Blumenhalle.
Für die Laga wurden rund 30 Millionen Euro investiert. Die Schau ist bis 18. Oktober 2009 geöffnet.

Weitere Infos gibt es hier.