Tagesarchiv für 24. April 2009

aRTikel

Schönwalde punktet, Ketzin muss nacharbeiten

Freitag, den 24. April 2009
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Teil 1 -> 18.4.2009

Internet: Der MAZ-Test: Wie präsentieren sich die Städte und Gemeinden des Osthavellandes auf ihren Homepages? / Teil 2

MAZ Falkensee, 24.4.2009

Wie aktuell und übersichtlich sind die Internetseiten der Städte und Gemeinden im Osthavelland? Die MAZ vergibt Schulnoten.

HAVELLAND
Gemeinsam mit dem Softwareentwickler Jörg Stöber schaute sich Robert Tiesler auf den örtlichen Internetseiten um. Nachdem im ersten Teil bereits Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee und Friesack ihre Noten erhalten haben, folgt heute der zweite Teil.

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Ketzin
www.ketzin.de

Layout: Das Design ist schlicht und optisch wenig ansprechend. Der Nutzer stößt eher zufällig auf die Begrüßung des Bürgermeisters unter „Verwaltung“ und „Begrüßung“. Die Seite ist zwar nicht unübersichtlich, aber manche Links der Hauptnavigation führen zu fremden Seiten, die sich auch nicht nur auf Ketzin beziehen.

Nutzwert: Nicht immer aktuell. Einige Ausschreibungen sind von 2007. Politisch ist die Seite aber auf neuestem Stand, auch die Amtsblätter sind zu finden. Die Termine wurden bis zum Jahresende 2009 vorgetragen. Unklar ist, ob sie später noch überarbeitet werden, falls etwas ausfällt. Nette Zugabe: das Wetter in Ketzin.

Barrierefreiheit: Das Programm Flash ist zwingend erforderlich, sonst lässt sich die Seite nicht bedienen, weil die Navigation fehlt. Für einige Rechner ist die Seite somit nicht nutzbar. Barrierefreiheit ist absolut nicht gegeben, weil die Seite dafür zu kompliziert aufgebaut ist.

Noten: Inhalt 2,5
Umsetzung 6

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Nauen
www.nauen.de

Layout: Mittelmaß. Es werden teilweise kontrastarme Schriften verwendet, die schwer zu lesen sind. Die Navigation ist unklar. Die Unterpunkte sind unscheinbar im oberen Teil, eine dritte Navigationsleiste erscheint im Fuß. Auch hier findet der Nutzer die Begrüßung nur zufällig.

Nutzwert: Der Besucher wird mit dem Schriftzug „Funkstadt Nauen“ begrüßt. Weshalb wird Nauen so genannt? Inhaltlich geht die Seite auf solche Fragen nicht ein. Die Terminliste erscheint außerdem unübersichtlich. Bei wiederkehrenden Events werden unklare Daten eingegeben. Ein zweiter Veranstaltungskalender steht unter „Kultur“ und „Freizeit“. Der ist wenig hilfreich, da dort nur Tage ohne Orte und Uhrzeiten angegeben sind. Schön ist der Altstadtbummel mit neuen und alten Fotos.

Barrierefreiheit: Der Nutzer muss erst den Popupblocker ausschalten, um die Seite ansehen zu können. Sie ist kompliziert aufgebaut, besteht aus vielen Tabellen und ist damit nicht barrierefrei. Die Einzelseiten sind auch nicht extra nach ihrem Inhalt ausgezeichnet, was die Orientierung auf der Seite erleichtern würde. Gut dagegen ist die vorhandene Textversion.

Noten: Inhalt 3
Umsetzung 4,5

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Schönwalde-Glien
www.schoenwalde-glien.de

Layout: Die Startseite ist originell. Die Rubriken sind übersichtlich und klar strukturiert, es ist immer offensichtlich, wo sich der Nutzer gerade befindet.

Nutzwert: Die Informationen sind umfassend. Zu finden sind alle Ansprechpartner, Gesetzestexte und Paragrafen. Die Visitenkartendateien der Gemeindemitarbeiter können direkt in das eigene Mailprogramm übertragen werden. Im Bereich „Bürger“ erscheint der Titel der Rubrik „Lebenslagen“ etwas unbestimmt. Der Veranstaltungskalender ist bis Anfang 2010 geführt. Das Branchenbuch ist noch ausbaufähig. Interessant: die Einwohnerstatistik der Gemeinde – allerdings steht sie unter „Wirtschaft“. Kleines Manko: Es fehlen Bilder. Der Bürgermeister und die Sparkasse können doch nicht das einzige sein, was Schönwalde optisch zu bieten hat.

Barrierefreiheit: Überzeugend. Die Codestrukturierung ist auf der Höhe der Zeit, die Seite ist dadurch für Bildschirmleseprogramme optimiert, die auch Sehbehinderten die Nutzung ermöglichen. Alle Infos sind zu diesem Zweck korrekt ausgewiesen. Auch eine Schnellnavigation für solche Leseprogramme ist vorhanden.

Noten: Inhalt 1,3
Umsetzung 1,2

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Wustermark
www.wustermark.de

Layout: Ein Seitenkopf mit dem Ortsnamen fehlt. Nur das Wappen im oberen Teil der Seite deutet darauf hin, wo sich der Nutzer überhaupt befindet. Die Navigation auf der linken Seite ist unklar aufgebaut, in den Rubriken sind unter anderem „Veranstaltungen“, „Seniorenrat“ und „Rangierbahnhof Wustermark“ aufgelistet. Generell treten viele Unklarheiten auf. Während des Surfens weiß der Nutzer nicht, auf welcher Unterseite er sich gerade bewegt.

Nutzwert: Der Formularserver auf der Gemeindeseite enthält alle wichtigen Infos, inklusive E-Mail-Adressen der Ansprechpartner. Zudem gibt es alle wichtigen Daten zum Ort, zur Kommunalpolitik, Touristik und Wirtschaft.

Barrierefreiheit: Die Seite basiert auf verschachtelten Seiten und Tabellen. Leseprogramme haben damit Probleme. Nicht barrierefrei.

Noten: Inhalt 2,5
Umsetzung 5

Hits: 29

RTelenovela

Volojahre (20): Im tiefen, tiefen Wald

Freitag, den 24. April 2009
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(19) -> 22.4.2009

Sonnige Landpartie am Freitagnachmittag. Mein Weg führte mich nach Boltenmühle, weit, weit abgelegen: gehört zu Gühlen-Glienicke, das wiederum ein Ortsteil von Neuruppin im nordwestlichen Brandenburg ist. Dort traf ich mich mit Experten, die mir was über Wölfe erzählen konnten. Die haben nämlich ein mächtig mieses Image, also die Wölfe, obwohl sie eigentlich ganz scheu sind, also wirklich die Wölfe, und eher vor den Menschen flüchten. Aber dazu demnächst mehr in der Zeitung.
Und die Frage, was das mit Wirtschaft zu tun hat, ist auch ganz einfach zu beantworten: Der Wissenschaftsbereich wird von uns mitbetreut.
Boltenmühle und das gleichnamige Hotel zu finden, war eigentlich gar nicht so schwer – wenn ich nicht das entsprechende Schild übersehen hätte und bis nach Gühlen-Glienicke rein gefahren wäre. Dort natürlich nicht fündig wurde und gehörig fluchte.
Doch ich wurde großartigerweise entschädigt: Die Fahrt von der Landesstraße zur Boltenmühle ist ein Traum. Die schmale Straße führt durch ein Landschaftsschutzgebiet – die Ruppiner Schweiz. Herrlicher Wald, mittendrin malerisch ein See. Unfassbar schön!
Und auch die Boltenmühle ist ein Ort voller Romantik, Ruhe und Idylle. Wie das Hotel ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich finde, ich sollte es irgendwann mal ausprobieren. (Vielleicht bekomme ich ja ein kleines Honorar für diesen launigen Werbebeitrag!)

Aus finanziellen Gründen legte ich übrigens in Neuruppin einen kleinen Zwischenstopp ein. Neuruppin wird die komplette zweite Jahreshälfte meine berufliche Heimat sein, und beim Anblick der recht hübschen Altstadt – und in Erinnerung an die Umgebung – dürfte das eine nette Zeit werden.

Und dann war da noch die Frau an der Tankstellenkasse in Treskow. Den Hinweis, dass der Zapfhahn an der Tanksäule nicht mehr richtig funktioniert, kommentierte uninteressiert sie mit: “Ja.”
Aha. Man könnte sie ja vielleicht mal reparieren…

Hits: 27

ORA aktuell

Landesgartenschau: Die Bühne steht

Freitag, den 24. April 2009
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Einen Tag vor Beginn der Landesgartenschau herrschte in Oranienburgs Zentrum reges Treiben. Auf dem Schlossplatz steht die Bühne, auf der am Sonnabendvormittag die Laga eröffnet wird. Rund um die Stadt, an der Autobahn und den Zufahrtsstraßen wurden Schilder angebracht, die die Touristen in die City leiten sollen. Morgen früh wird an der Walther-Bothe-Straße der große Laga-Parkplatz eröffnet.
Die Landesgartenschau selbst öffnet die Tore gegen 11.30 Uhr.

Hits: 22

aRTikel

Telekom entschuldigt sich mit Gratis-SMS

Freitag, den 24. April 2009
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Mobilfunk: Nach dem Ausfall des Funknetzes wird weiter nach der Ursache geforscht

MAZ, 23.4.2009

POTSDAM
Die Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom dürfen am kommenden Sonntag einen ganzen Tag lang kostenfrei SMS versenden. Dies sei die Entschuldigung der Telekom für den bundesweiten Ausfall des T-Mobile-Mobilfunknetzes am Dienstag, kündigte T-Mobile-Deutschland-Chef Georg Pölzl gestern an.
Etwa 75 Prozent der etwa 39 Millionen Telekom-Mobilfunknutzer waren am Dienstag von der bundesweiten Panne betroffen gewesen. Das sagte Firmensprecher Jürgen Will gestern auf MAZ-Nachfrage. Der Fehler passierte, als alle drei Zentralrechner für die Vermittlung von Daten und Gesprächen ausgefallen waren. Wie es dazu kommen konnte, ist noch immer nicht bekannt. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass der Softwarefehler von außen verursacht worden sei, erklärte Jürgen Will weiter. Ein Angriff von Hackern sei „sehr, sehr unwahrscheinlich“.
Unterdessen fordert die Bundesnetzagentur von der Telekom Auskunft über Ausmaß und Ursache des Softwareausfalls. Sie selbst habe zu dem Vorfall keine eigenen Daten, sagte eine Sprecherin gestern in Bonn.
Die Konkurrenz hält sich nach der Panne mit Kommentaren zurück. „Wir wollen uns dazu nicht äußern“, so Vodafone-Pressesprecher Kuzey Essener. Im April 2008 war beim zweitgrößten deutschen Mobilfunkkonzern ebenfalls für einige Stunden das Mobilfunknetz zusammengebrochen. „Unsere Systeme sind auf einem ständigen Prüfstand“, sagte Essener. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von O 2.
Lob für das Krisenmanagement erhielt die Telekom von Stefan Goericke. Der Geschäftsführer des „International Software Quality Institut“ (ISQI) aus Potsdam erinnerte aber gleichzeitig daran, wie störanfällig der auf verlässlich funktionierender Technik beruhende Alltag sei. Dennoch müssten sich deutsche Firmen fragen lassen, ob ihr Fachpersonal auf internationalem Stand ist. Da sieht Goericke noch erheblichen Nachholbedarf.
Während des Netzausfalls am Dienstag konnten die Mobilfunknutzer der Deutschen Telekom mitunter mehr als fünf Stunden lang weder Kurzmitteilungen verschicken noch Gespräche führen. Auch in Brandenburg und Berlin sind hunderttausende Kunden von der Panne betroffen gewesen.

Hits: 35