Monatsarchiv für März 2009

RTelenovela

Volojahre (16): Erlebnispark im Nirgendwo

Sonntag, den 29. März 2009
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(15) -> 27.3.2009

Am Wochenende fand im havelländischen Paaren im Glien die Handwerksmesse des Landkreises statt. So reiste ich also beruflich ins Nirgendwo.
Der MAFZ-Erlebnispark Paaren steht nämlich in einem kleinen Dorf, das weit weg von allem ist. Dementsprechend sind die Besucherzeiten. Zumidnest am Sonnabendnachmittag herrschte auf dem Gelände eine ziemliche Leere.
Es gibt keine Autobahnabfahrt von der A10. Im Nachbarort Pausin führt die Trasse zwar direkt durchs Dorf, eine Abfahrt gibt es aber nicht. Von Schönwalde-Siedlung aus führt eine holprige Straße nach Paaren im Glien. Selbst von Falkensee, der nächsten größeren Stadt im Havelland braucht der eventuell Interessierte mehr als 20 Minuten aufs Dorf.
In der Stadt wäre das Interesse an der Messe sicherlich höher. Aber so weit weg, mitten auf dem Land, verwirren sich die wenigsten zum MAFZ. Nur wollen das die Verantwortlichen im Landkreis nicht einsehen.
Die machen sich sowieso lieber Gedanken um den Namen der Stätte. Der Name MAFZ gefiel ihnen nicht. 2008 wurde ein Ideenwettbewerb ausgerufen. Das Ergebnis: Das MAFZ heißt nun MAFZ-Erlebnispark Paaren. Na bravo. So macht man sich auch lächerlich.
Nun ja, so schnell wird mich mein Weg vermutlich nicht nach Paaren im Glien führen.

RTZapper

Die schöne Woche: Rupp und Azone

Sonntag, den 29. März 2009
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FR 27.03.2009 | 13.05 Uhr | radioeins

Der Ruf “Es ist Wochenende!” von Steffan Rupp und Christoph Azone war am Freitag am Ende der “schönen Woche” auf radioeins besonders lang. Und tatsächlich gehen die beiden Moderatoren in ein verdammt langes Wochenende. In eines, das ein halbes Jahr dauert. Zwangspause beim rbb.
Offenbar gibt es eine Regelung, die besagt, dass die freien Mitarbeiter nach einer bestimmten Zeit eine Pause auf dem Sender einlegen müssen, was wohl arbeitsrechtliche Gründe hat.
Da stellt sich die Frage, warum der rbb on Air eigentlich so viele freie Mitarbeiter beschäftigt? Warum werden die Leute nicht näher an den Sender gebunden? Auch die Morgenmoderatoren Marco Seiffert und Tom Böttcher arbeiten frei für radioeins, auch sie mussten bereits einmal pausieren.
Was für eine seltsame Regelung. Welcher Sender kann es sich leisten, seine bekanntesten Stimmen für ein halbes Jahr nach Hause zu schicken? Bei einem Privatsender gäbe es das sicher nicht.

aRTikel

Schlafende Kühe und Fummeleien an den Uhren

Samstag, den 28. März 2009
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Sommerzeit: Kommende Nacht wird uns eine Stunde geklaut / Die MAZ hörte sich um und fragte nach den Auswirkungen im Havelland

MAZ Falkensee, 28.3.2009

HAVELLAND
Der morgige Sonntag hat nur 23 Stunden. Das bedeutet: eine Stunde weniger Wochenende. Wie ärgerlich! Andererseits bleibt es dann am Abend länger hell. Heute Nacht werden die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt.
Aber welche Auswirkungen hat es, wenn uns die Zeit gestohlen wird? Wer stellt die Bahnhofsuhren um? Wird der Mittagsschlaf in den Kindergärten verschoben? Werden die Kühe früher gemolken? Muss der Uhrmacher in seinem Geschäft eine Sonderschicht einlegen? Die MAZ hörte sich im Havelland um.

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Noch sind die Kühe in den Ställen der Agro-Glien-GmbH in Paaren im Glien recht gelassen. Jeden Tag ab 4 Uhr und 15.30 Uhr werden die 220 Tiere gemolken. Ab Sonntag, nach der Zeitumstellung, eine Stunde früher. „Wenn wir dann am Morgen anfangen, sind die Kühe sehr müde und schlafen teilweise noch“, erzählt Jan Tempel, Chef der Agro-Glien-GmbH. Im Herbst, wenn die Uhren wieder zurück gestellt werden, ist das Problem nicht so gravierend. Dann kämpfen die Tiere eher mit zwickenden Eutern.

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Kommende Nacht um 2 Uhr wird es auch bei der Bahn spannend. Bundesweit müssen 120 000 Bahnhofsuhren umgestellt werden, so Pressesprecher Burkhard Ahlert. „Das passiert per Funk.“ Das Signal kommt von der physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig. „Es ist Routine, gängige Praxis und völlig eingespielt“, so Ahlert. Regionalzüge seien vom Beginn der Sommerzeit nicht betroffen, dafür aber deutschlandweit etwa 40 Nachtzüge. „Deren Fahrpläne enthalten jedoch einen so großen Spielraum, dass sie sich am Ende kaum verspäten.“

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In der Nauener Havellandklinik ist die Rechnung einfach: „Die Crew, die in dieser Nacht Dienst hat, ist auch bei der nächsten Umstellung im Oktober dran“, erklärt Silke Monte von der Klinik. Im Spandauer Krankenhaus „Havelhöhe“ ist das Problem, „dass die Mitarbeiter auch wirklich daran denken, eine Stunde früher zur Arbeit zu kommen“, so ein Sprecher des Hauses. Die Ausgabe der Medikamente erfolge problemlos: „Wenn dreimal täglich Medikamente verabreicht werden, ist ohnehin immer eine Stunde plusminus einkalkuliert.

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Montagmorgen. Die Uhr zeigt 7 Uhr, aber zurückgerechnet ist es eigentlich erst 6 Uhr. Die Müdigkeit greift um sich in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung. Kindererzieherin Ramona Eckstädt bemerkt dies besonders deutlich bei ihren kleinen Schützlingen in der Falkenseer Kita „Falkennest“. „Die Kinder sind am Morgen müder“, sagt sie. „Wir merken das auch am Mittag, sie sind schon eine Stunde früher als sonst total fertig.“ Das wirkt sich jedoch nicht auf die reguläre Mittagsschlafzeit aus. „Durch Liedersingen und andere Motivationen halten wir sie wach“, erzählt Ramona Eckstädt. Während der etwa einstündigen Mittagsruhe schlafen die Kinder in den ersten Tagen der Sommerzeit besonders gut. „Das pegelt sich nach zwei bis drei Wochen wieder ein“, sagt die Erzieherin.

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In den Büros des Landratsamtes sehen die Mitarbeiter der fehlenen Stunde relativ gelassen entgegen. „Die Uhren in den Computern und Servern stellen sich automatisch um“, so Kreissprecher Erik Nagel. „Allerdings funktioniert die automatische Umstellung der Schließanlage in seltenen Fällen nicht richtig und muss per Hand eingestellt werden.“ In der Stadt Falkensee richtet sich der Blick am Sonntag auf die Rathausuhr, dem einzigen städtischen Zeitanzeiger. „Vor zwei Jahren ist sie auf den Funkbetrieb umgestellt worden“, sagt Falkensees Pressesprecherin Manuela Dörnenburg.

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Im Schmuck- und Uhrenhaus Kunze in Elstal ist der Beginn der Sommerzeit vor allem Fummelarbeit. „Etwa 80 Uhren müssen bei uns umgestellt werden“, sagt Firmeninhaber Matthias Kunze und ergänzt: „Zur Freude unserer Azubis.“ Bis zu drei Tage kann es dauern, bis die Zeitumstellung in dem Geschäft komplett vollzogen ist. „Das macht sehr viel Arbeit.“ In der ersten Woche kommen vermehrt Kunden, die Hilfe brauchen: „Hier in Elstal sind es immer 20 bis 30 Leute, denen wir dabei helfen, ihre Uhren umzustellen“, erzählt Matthias Kunze. Die Sommerzeit hält der Uhrmacher für vollkommen unnötig. „Da kommt nicht viel bei raus“, sagt er. Nur dass viele Menschen eine Menge Arbeit deswegen hätten. Und er fügt hinzu: „Außerdem stimmen sieben Monate lang die Sonnenuhren gar nicht mehr.“

RT im Kino

Deutschland 09

Samstag, den 28. März 2009

13 deutsche Filmemacher wollen den Kinogängern zeigen, wie sie die Lage der Nation sehen. Herausgekommen ist die Kurzfilmsammlung “Deutschland 09″.
Jeder Regisseur interpretiert seine Wahrnehmung und eigene filmische Sicht auf das heutige Deutschland. Mal abstrakt, mal konkret.
Das Ergebnis ist aber leider sehr durchwachsen – und leider viel zu oft kurz vor der Unerträglichkeit. Alles in allem jedenfalls enttäuschend.
In “Ramses” stellt Romuald Karmakar einen iranischen Barbesitzer mit seiner Animierbar vor und lässt ihn von, sagen wir mal, interessanten Ausschweifungen berichten. Sehr wunderlich.
Geradezu ärgerlich ist der Beitrag von Nicolette Krebitz, von der nach dem unsäglichen Streifen “Jeans” (2003) aber auch nichts zu erwarten war. Hier bietet sie intellektuelles Geschwurbel von Susan Sonntag und Ulrike Meinhof, hergeträumt von einer Jugendlichen, die ihr Dasein hinterfragt. Herrgott…
Enttäuschend auch der Beitrag von Wolfgang Becker, der in seinen Film das ganze politische Elend Deutschlands in eine Krankenhaussatire reinpacken wollte.
Die allermeisten Filme lassen den Zuschauer ratlos da, das abgehobene Gerede ist ermüdend – der ganze Film ist mit zweieinhalb Stunden sowieso viel zu lang. Die abstrakte Ebene, auf der sich die Filmemacher begeben, sorgen im Kino leider meist nur für Kopfschütteln und Belustigung.
Es liegt der Eindruck nahe, dass die Regisseure den Film nicht für die Zuschauer gemacht haben, meist haben wir es leider mit der reinsten Selbstbefriedigung zu tun. “Deutschland 09″ auf der Alexander-Kluge-Ebene.
Der einzige echte Höhepunkt ist “Schieflage” über den Betreiber einer Suppenküche für Kinder, die von einem Filmteam besucht wird.
Ganz nett anzusehen sind auch “Fraktur” über einen Mann, der sich über die Abschaffung der Fraktur-Schrift über den FAZ-Kommentar aufregt. Allerdings ist hier die Botschaft unklar. Auch “Feierlich reist” mit Benno Fürmann ist kurzweilig, wenn auch an der Stelle das Anliegen eher im Dunkeln bleibt.
151 Minuten dauert das Ganze. Das heißt: doppelte Überlänge an der Kinokasse. In Berlin 9,20 Euro. Rekordpreis. Und das für gerade mal eine schlappe halbe Stunde gutem Film.
Ansonsten ist “Deutschland 09″ erschreckend abgehoben und weit weg vom Zuschauer, von den Deutschen.

3/10

ORA aktuell

Sehr gute Note für Oranienburger Bahnhof

Freitag, den 27. März 2009
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Der Oranienburger Bahnhof erhält die Note “sehr gut”. Bei der Qualitätsanalyse des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) landet die Station damit gemeinsam mit Frankfurt (Oder) in Brandenburg auf den ersten Plätzen.
Grund für das gute Abschneiden in der Studie 2008 ist die Reparatur der Zugzielanzeiger.
Allerdings trickst die Bahn: 2007 wurde der Bahnhof um eine Kategorie runtergestuft, um die Ansprüche an die Station zu senken. Der VBB kritisiert dies.

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: radioeins in Potsdam

Freitag, den 27. März 2009
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DO 26.03.2009 | Potsdam, rbb-Hörfunkhaus

Die Stimmung im Potsdamer radioeins-Studio ist gut. Kinoking-Knut bespricht mit den Moderatoren Marco Seiffert und Tom Böttcher die gleich folgende Kinorubrik. Die Hörer bekommen gerade Musik auf den Äther. Knut kündigt schon mal an, dass er die Kurzfilmsammlung “Deutschland ‘09″ nicht so dolle findet, der Sender aber trotzdem Freikarten dafür verlose.
Es ist 8.40 Uhr. “Der schöne Morgen” auf der rbb-Hörfunkwelle radioeins läuft bereits seit 5 Uhr. Seit etwa 3 Uhr sind Seiffert und Böttcher auf den Beinen. Und das auch in den nächsten vier Wochen, sie haben eine besonders lange Schicht vor sich. Die beiden sind ein gutes Team, seit zwei Jahren moderieren sie gemeinsam bei radioeins, und auch schon beim Jugendsender Fritz standen sie gemeinsam an den Mikros. Im Studio stehen sie sich gegenüber und schaffen es bei Moderationen, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen. Sie arbeiten mit Blickkontakten und Handzeichen
Zur vollen und halben Stunde bekommen sie Besuch: Nachrichtensprecher Michael Mellinger und Servicefrau Kerstin Lehmstedt gesellen sich zu Seiffert und Böttcher. Zu viert stehen und sitzen sie dann im Studio.
Für Kerstin Lehmstedt wird es bei den Servicemeldungen zur halben Stunde brenzlig: Insgesamt stehen wegen der regionalen Auseinanderschaltung nur 3:30 Minuten für Nachrichten und Service bereit. Die Marke muss sie einhalten, und Marco Seiffert macht wilde Winkbewegungen, wenn es so weit ist. Jeder würde lachend zusammenbrechen, Frau Lehmstedt bleibt standhaft.
Im Studio passiert westentlich mehr als im Radio. Mitunter wird gesprochen, getratscht und gelacht bis zwei Sekunden vor der nächsten Moderation. Oder auch mal Zoff, aber auch den bekommt das Publikum draußen im professionellen Fall natürlich nicht mit. Ebenso wenig bekommen die Leute nicht die Vorspräche zu den Telefoninterviews mit. Auch wenn das die Gesprächspartner manchmal nicht glauben. “Sind wir schon auf Sendung?”, so die Frage. Böttcher: “Nein, ich stammele aber gleich genauso, wenn wir auf Sendung sind.”
Um kurz vor zehn endet “Der schöne Morgen”. Anja Goertz übernimmt. Seiffert und Böttcher gehen noch in die Konferenz. Kritik und Ausblick. Dann ist erst mal Feierabend.

ORA aktuell

Dicker Rauch: Großeinsatz am Bahnhof

Freitag, den 27. März 2009

Weil sich über dem Oranienburger Bahnhof Rauch entwickelte, riefen Passanten am Mittwoch die Feuerwehr. Sechs Einsatzwagen mit 22 Feuerwehrleuten rückten an. Doch es handelte sich um einen Fehlalarm: Ein Schornstein wurde ausgebrannt.