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Nadelöhr Schlossplatz – Visionen für Oranienburg

Mehr als ein halbes Jahr ist die neue Schlossbrücke in Oranienburg für den Verkehr freigegeben. Der Schlossplatz ist vollkommen neue gestaltet. Die letzten Bauarbeiten müssten bald abgeschlossen sein. In nur vier Wochen beginnt die Landesgartenschau.
Aber seien wir mal ehrlich: Die Umgestaltung des Schlossplatzes, insbesondere die Verkehrsführung ist misslungen.
Kommt man die B273 entlang, biegt man von der Breiten Straße kommend am Schlossplatz rechts ab, macht einen Schlenker, um auf die ziemlich steile Schlossbrücke zu kommen, schwenkt bergab nach links, um dann wieder scharf nach rechts zu biegen. Sehr viel Lenkarbeit.
Nun sage ich das nicht aus Faulheit, so viel lenken zu müssen: Aber schön ist das nicht. Eine Kreuzung mit viel Verkehr und stinkenden Autos direkt am Schlossplatz, direkt vor dem Schloss.
In der MAZ erklärte der Zehlendorfer Architekt Manfred Prasser am Sonnabend seine Visionen für die Oranienburger Innenstadt. Die sehen eine Verlegung des Schlossplatzes nach Süden vor, direkt vor dem Schloss solle ein Arm der Havel plätschern. Der Verkehr solle über die Nehringstraße aus dem Zentrum fließen.
Feine Sache. Auch wenn der Architekt damit leider zu spät kommt. Aber dieser Entwurf hätte tatsächlich ein echtes kulturelles Zentrum am Schloss geschaffen.
Jetzt haben wir: viel Verkehr.
Meine Vision wäre gewesen: ein Rückbau der Berliner Straße ab der Havelstraße. Stattdessen wären Berliner und Breite Straße hinter den Bauten der Havelstraße zusammengeführt worden. Diese Trasse wäre dann früher in Richtung Schlossbrücke abgebogen, als es jetzt geschieht. Hätte bedeutet: die Kreuzung wäre entschärft und der ganze Verkehr weiter weg vom Schloss gewesen. Und der Schlossplatz wäre ein schöner, großer Platz geworden.
Jetzt haben wir: ein Nadelöhr. Aber es lässt sich ja nicht mehr ändern, und unser Einfluss ist ja sowieso gleich Null.

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4 Kommentare zu “Nadelöhr Schlossplatz – Visionen für Oranienburg”

  1. Felix

    Aber vielleicht fühlt sich der Platz auch noch größer an, wenn er dann endlich freigegeben ist.

  2. RT

    Das ganz sicher.

  3. Der Bruder

    Das Verkehrskonzept des Herrn Prasser wäre eine echte Alternative gewesen. Das sah übrigens auch unser BM so. Aber ds Konzept kam zu spät. Diese Sache wurde so mal in der MAZ (2007?) behandelt. Aber wie schon gesagt,da waren schon alle Messen gesungen. Schade…

  4. RT

    Ja, durch die Laga musste alles schnell gehen. Vielleicht zu schnell.

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