Tagesarchiv für 30. März 2009

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Nadelöhr Schlossplatz – Visionen für Oranienburg

Montag, den 30. März 2009
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Mehr als ein halbes Jahr ist die neue Schlossbrücke in Oranienburg für den Verkehr freigegeben. Der Schlossplatz ist vollkommen neue gestaltet. Die letzten Bauarbeiten müssten bald abgeschlossen sein. In nur vier Wochen beginnt die Landesgartenschau.
Aber seien wir mal ehrlich: Die Umgestaltung des Schlossplatzes, insbesondere die Verkehrsführung ist misslungen.
Kommt man die B273 entlang, biegt man von der Breiten Straße kommend am Schlossplatz rechts ab, macht einen Schlenker, um auf die ziemlich steile Schlossbrücke zu kommen, schwenkt bergab nach links, um dann wieder scharf nach rechts zu biegen. Sehr viel Lenkarbeit.
Nun sage ich das nicht aus Faulheit, so viel lenken zu müssen: Aber schön ist das nicht. Eine Kreuzung mit viel Verkehr und stinkenden Autos direkt am Schlossplatz, direkt vor dem Schloss.
In der MAZ erklärte der Zehlendorfer Architekt Manfred Prasser am Sonnabend seine Visionen für die Oranienburger Innenstadt. Die sehen eine Verlegung des Schlossplatzes nach Süden vor, direkt vor dem Schloss solle ein Arm der Havel plätschern. Der Verkehr solle über die Nehringstraße aus dem Zentrum fließen.
Feine Sache. Auch wenn der Architekt damit leider zu spät kommt. Aber dieser Entwurf hätte tatsächlich ein echtes kulturelles Zentrum am Schloss geschaffen.
Jetzt haben wir: viel Verkehr.
Meine Vision wäre gewesen: ein Rückbau der Berliner Straße ab der Havelstraße. Stattdessen wären Berliner und Breite Straße hinter den Bauten der Havelstraße zusammengeführt worden. Diese Trasse wäre dann früher in Richtung Schlossbrücke abgebogen, als es jetzt geschieht. Hätte bedeutet: die Kreuzung wäre entschärft und der ganze Verkehr weiter weg vom Schloss gewesen. Und der Schlossplatz wäre ein schöner, großer Platz geworden.
Jetzt haben wir: ein Nadelöhr. Aber es lässt sich ja nicht mehr ändern, und unser Einfluss ist ja sowieso gleich Null.

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Dickes B.

Montag, den 30. März 2009
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FR 27.03.2009 | 22.00 Uhr | rbb

Der rbb ist knapp bei Kasse. Deshalb hatte Radio Multikulti Silvester 2008 Sendeschluss für immer. Deshalb gibt es auch das Magazin “Polylux” nicht mehr.
So schlimm kann es jedoch nicht sein, wenn sich der rbb eine große Talkshow leisten kann, die er am Freitagabend genau gegen die renommierte “NDR Talk Show” ausstrahlt.
Wenn doch “Dickes B.” wenigstens eine gute Sendung wäre. Stattdessen wirkt der Showtalk (Was eigentlich ist genau der Unterschied zwischen einer Talkshow und einem Showtalk?) nur eines: ganz schön billig.
Das beginnt bei der Band im Studio, deren Sängerinnen total schief singen und ihre Texte ablesen müssen, weil sie sie offenbar nicht gelernt haben. Das geht weiter beim Moderatorenduo Jörg Thadeusz und Melinda Crane. Letztere fiel nur dadurch auf, dass sie mehr oder weniger nutzlos rumsaß oder Fragen stellte, die einfach nur peinlich waren. So wollte sie von den bayerischen “Tatort”-Kommissaren Miro Nemec und Udo Wachtveitl wissen, ob sie beim Hören der “Tatort”-Melodie immer gleich ans Ermitteln denken müssen. So was Kindisches!
Jörg Thadeusz, der eigentlich als toller Interviewer bekannt ist, führte mit Sarah Kuttner eine onkelhaft-peinliche Debatte über die Jugendsprache und schlimme Wörter in ihrem aktuellen Roman.
Dazu herrscht ein heilloses Durcheinander, jeder gibt ständig seinen Senf zu allem, keiner der Gäste wird mal in Ruhe befragt, als Zuschauer ist man mit den Nerven am Ende.
Oder schaltet gar nicht erst ein oder zappt weg: Indiskutable 20000 Zuschauer waren am Freitag dabei. Ein ganz klares Signal für den rbb, an welcher Stelle nun auch gespart werden kann.

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RTelenovela

Volojahre (17): Das perfekte Volodinner

Montag, den 30. März 2009
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(16) -> 29.3.2009

Alle zwei bis drei Wochen treffen sich die Mitglieder unseres Volojahrgangs bei einem von uns zum gemütlichen Abend mit Speis, Trank, Erfahrungsaustausch, Klatsch und Tratsch.
Gestern führte uns unser Weg nach Berlin-Schöneberg in eine der schicken Straßen mit den verdammt alten, mondänen Altbauten mit seinen verschnörkelten Fassaden. Eine wahnsinnige Kulisse, ein toller Ort zum Wohnen.
Alex setzte echte Maßstäbe, die uns blass werden ließen – was unsere Volodinner angeht zumindest. Salat, selbstgemachte Gnocchis und Apfelstrudel. Ein nahezu perfektes Volodinner. Nur die Täfelchen mit den Bewertungszahlen fehlten am Ende.
Wahrscheinlich bin ich als nächster dran, dann muss die Volobande nach Oranienburg kommen. Mal sehen, was ich dann auftischen werde.
Unterdessen treibt natürlich auch uns die Wirtschaftskrise um. Denn auch im Medienbereich liegt einiges im Argen. Die letzte Meldung war die aus Passau, wie die Volos noch vor Arbeitsbeginn allesamt wieder entlassen wurden – aus finanziellen Gründen. Da wird einem schon mal mulmig.

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