Tagesarchiv für 21. März 2009

aRTikel

Kein weiterer Bushalt in Friesack

Samstag, den 21. März 2009
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Verkehr: Ärger wegen Fahrplanänderung und Ersatzverkehr / RE 4 stoppt nun durchgängig in Brieselang

MAZ Falkensee, 21.3.2009

Das Potsdamer Verkehrsministerium schaltete sich im Streit um durchfahrende Regionalexpresszüge in Brieselang ein.

HAVELLAND
Das Chaos ist zwar nicht ausgebrochen, seit die Bahnstrecke zwischen Nauen und Wittenberge wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Dennoch hat sich bei den Fahrgästen in einigen Punkten Ärger angestaut.
Insbesondere die längeren Reisezeiten durch den Schienenersatzverkehr zwischen Nauen und Friesack sorgen bei den Pendlern für Frust. Statt 14 dauert die Fahrt nun 43 Minuten. Jedoch halten nur die Busse der Linie B in Paulinenaue und Friesack. Bei der Linie A liegt der erste Haltepunkt von Nauen aus in Neustadt (Dosse). Nur im Schülerverkehr ist ein Halt am Friesacker Bock vorgesehen. Der Deutsche Bahnkundenverband im Havelland sowie einige Friesacker, die sich erbost an die MAZ wandten, fordern, dass auch die Linie A einen festen Halt in Friesack bekommt. Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost macht den Bahnkunden in Friesack wenig Hoffnung und verwies auf die Busse der Linie B. Die oft geforderte kurze Reisezeit würde verlängert, wenn auch die Linie A durch die Ortschaften führen würde.
Die Kapazitäten auf der Strecke würden nach ihrer Ansicht ausreichen. „Dennoch stehen Reservebusse abrufbereit“, so die Sprecherin. „Sie kommen bei Notwendigkeit zum Einsatz.“ Auch der Anschluss des Ersatzverkehrs an die Züge in Nauen seien optimal. Die Wartezeiten liegen zwischen vier und 18 Minuten. Die Forderung der verkehrspolitischen Sprecherin Anita Tack (Die Linke) nach Zeitverkürzungen wies die Deutsche Bahn somit zurück.
Kleine Korrekturen sind auf der Strecke zwischen Nauen und Friesack dennoch vorgenommen worden. „Für Schüler haben wir weitere Haltepunkte an den jeweiligen Schulstandorten eingerichtet“, so die Bahnsprecherin Poschke-Frost.
Für Ärger sorgte der Fahrplan des Regionalexpresses RE 4 in Brieselang. Laut Information von Ralf Kothe, Sprecher des Arbeitskreises Bahn- und Nahverkehr, mussten am Dienstagabend in Falkensee etwa 100 Pendler aus Brieselang den Zug verlassen, weil alle weiteren Halte bis Nauen entfallen sollten. Tatsächlich fand Kothe im Kleingedruckten des Fahrplanes den Hinweis, dass der RE 4 um 18.52 und 19.52 Uhr nur am Wochenende in Brieselang halten solle. Der Protest bei der Bahn, in den sich auch das Verkehrsministerium in Potsdam einschaltete, brachte nun einen Erfolg. Seit gestern hält der Regionalexpress auch in den frühen Abendstunden unter der Woche in Brieselang, teilte Erika Poschke-Frost auf Nachfrage mit.
Die Bahnstrecke zwischen Nauen und Wittenberge ist noch bis Mitte Juni voll gesperrt.

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Schlag den Star

Samstag, den 21. März 2009
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FR 20.03.2009 | 20.15 Uhr | ProSieben

Eine Erfolgsgeschichte: Mit “Schlag den Raab” hatte Stefan Raab wieder einmal eine großartige Idee und kreierte eine spannende Show. Nach Anfangsschwierigkeiten mauserte sich die Sendung zu einem echten Event. Und zu einem Exportschlager. Dummerweise fand sich in den meisten anderen Ländern niemand, der sich, wie Raab, dazu eignete in jeder Show gegen einen Kandidaten anzutreten. Stattdessen treten dort immer andere Star gegen die “Normalos” an.
Nun holt Raab genau dieses Format wieder zurück nach Deutschland: Neben “Schlag den Raab” gibt es nun auch “Schlag den Star”. Nicht so lang wie das Original – und leider auch nicht so aufregend.
Stefan Effenberg siegte zwar, taugte aber nicht wirklich zum Sympathieträger oder gar Entertainer. Boris Becker verlor und machte auch keine besonders gute Figur.
Und der zweite Nebeneffekt: Übersättigung. Mit der viermaligen wöchentlichen Ausstrahlung verfliegt die Lust, sich auch wieder das Original anzusehen, denn “Schlag den Star” hat ähnliche Spiele, ähnliche Grafiken und Musiken, den gleichen Kommentator. Stefan Raab moderiert und macht das sehr viel langweiliger als Mathias Opdenhövel im Original. Vom Raab-Overkill gar nicht zu sprechen.
Eine Ausstrahlung im monatlichen Turnus würde der Show wahrscheinlich gut tun und vor allem nicht das Original beschädigen.

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ORA aktuell

Kind angefahren und beschimpft

Samstag, den 21. März 2009
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Ein dreijähriges Mädchen riss sich am Donnerstag in der Bernauer Straße in Oranienburg von seiner Mutter los und stieß mit dem Auto eines 70-Jährigen zusammen.
Dabei verletzte sich das Mädchen leicht. Der Fahrer stieg aus, beschimpfte das Kind und fuhr danach weiter. Zeugen nannten der Polizei das Autokennzeichen.

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ZAPPER VOR ORT: Die deutsche Kochschau

Samstag, den 21. März 2009
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FR 20.03.2009 | Berlin, BKA-Theater

Bei Konzerten oder Comedyprogrammen steht beim Ausgang meist das Tischchen mit dem Merchandise-Kram. So lange es nicht allzu teuer ist, greifen die Fans dann auch gern zu. Aber es hält sich meist in Grenzen.
Dirk Stermann und Christoph Grissemann zeigen, wie es auch wirklich innovativ und extrem lustig geht: Sie bauen den Verkauf ihres aktuellen Buches “Debilenmilch” einfach in ihr Programm ein. Am Ende der “deutschen Kochschau” gibt es keine Zugabe. Stattdessen setzen sie sich auf der Bühne an ihren Tisch, nebenan kommt ein Typ, der einen Tisch mit einem Stapel Bücher aufstellt. Gemeinsam warten sie, dass jemand aus dem Publikum auf die Bühne kommt, um ein Buch zu kaufen und sich signieren zu lassen.
Witzig: Der ganze Saal starrt also auf die Bühne und wartet darauf, dass etwas passiert. Und das Interessante: Es passiert wirklich was. Denn wenn eine(r) sich traut, kommen weitere. Am Ende war die Bühne voller Menschen, die tatsächlich zugriffen und bezahlen. Gleichzeitig war das auch das Ende des Programms, das sich einfach im Nichts auflöste. Coole Idee – und einträglich noch dazu!
Stermann und Grissemann sind in der Berlin-Brandenburg-Region durch die “Show Royale” auf radioeins vom rbb bekannt. Beim ORF moderieren sie “Willkommen Österreich” (hin und wieder auch auf 3sat). Mit ihrem Bühnenprogramm “Die deutsche Kochschau” gastierten sie im Berliner BKA-Theater.
Eine großartige, unglaublich witzige Show! Skurrile Geschichten, kurzweilige Wortgefechte, deutsch-österreichische Seitenhiebe – und eben ein sehr ungewöhnliches Ende.

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