Monatsarchiv für März 2009

RTelenovela

Gott wirbt um mich

Dienstag, den 31. März 2009
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Es ist wieder mal ProChrist-Zeit. Das große Event der Freikirche, bei dem in 1000 Gemeinden Deutschlands die Übertragung von der zentralen Veranstaltung zu sehen ist.
Und wie schon mal 2003 bekam ich heute einen Anruf einer Bekannten, die mich fragte, ob ich heute Abend schon was Spannendes vor hätte. Ich wusste genau, worauf sie hinaus wollte. Und ich sagte: Ja, habe ich. ProChrist nämlich, aber nicht in Oranienburg, sondern in Falkensee – beruflich. Das war als Argument für meine Bekannte unschlagbar. Sie gebe die Hoffnung nicht auf, mich zu missionieren, meinte sie noch.
Ich sah mir die Übertragung in Falkensee also an. Ich war noch nicht draußen, schon wurde ich angesprochen. Man kenne mich hier nicht, und man will ja immer mit neuen Leuten ins Gespräch kommen. Ich erzählte, weshalb ich da war, so dass das mit seiner direkten Missionierung nicht funktionierte.
Und dann, auf dem Heimweg: Ich fuhr gerade auf der Autobahn, war auf dem Berliner Ring kurz vor Oberkrämer. Da sah ich ein leuchtendes Etwas, das quer über die Autobahn flog, nach links von mir in Richtung Vehlefanz und Oranienburg. Ich hatte noch so lange Zeit, mich vorzubeugen und zu denken: Was ist denn das? Ich glaubte erst, es sei ein Flugzeug. Doch dann verglühte es und verschwand im Nichts. Eine Sternschnuppe. Wahrscheinlich. Oder ein Zeichen von ihm da oben. Er lässt halt nicht locker.

aRTikel

Wendejahr 1989: „Talk intim“ war Sensation

Dienstag, den 31. März 2009
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Rückblick: Der März 1989 in der „Märkischen Volksstimme“

MAZ Oranienburg, 31.3.2009

OBERHAVEL
Vor 20 Jahren überschlugen sich die Ereignisse in der DDR. In der „Märkischen Volksstimme“ (MV), Vorgängerin der heutigen MAZ, spiegelte sich die politische Realität recht einseitig wider. Einmal im Monat blättern wir im Archiv. Diesmal: März 1989.
Der März begann wie so oft im DDR-Pressealltag: „Grüße und Glückwünsche allen Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren zum heutigen Tag der Nationalen Volksarmee.“ Mit dieser Überschrift wurde der 1. März auch im Oranienburger Lokalteil der MV gefeiert.
Rund um die Kreisstadt Oranienburg tat sich im Frühjahr 1989 einiges: Am 3. März berichtete die Lokalredaktion über den Stand der Arbeiten am Germendorfer Konsum. Offenbar gab es Probleme: „Es wird um die Einhaltung des Termins gekämpft“, hieß es in dem Beitrag.
In der Veltener Straße in Eichstädt entstanden „sehr komfortable vier Wände“, wie die MV am 7. März 1989 berichtete. Zwei Familien sollten dort eine Bleibe finden, später noch einmal eine Familie. Es ging also voran, zumindest scheinbar.
Im Filmtheater Birkenwerder konnten sich Filmfans unterdessen den Streifen „Goldfieber“ ansehen. An Gold war in der DDR wenig zu denken.
Etwas ganz Neues hatte der Jugendclub „Freundschaft“ in Oranienburg zu bieten. Der Showabend „Talk intim“ feierte am 25. März 1989 seine Premiere. Viele der Gäste waren vorher absolut geheim. Moderator Axel „Alex“ Kubiak begrüßte unter anderen den Liedermacher Torsten Riemann. Einer der besonderen Momente: Ein Oranienburger Zuschauer rief während der Show den Fernsehmoderator Jürgen Karney an. Der musste eine Frage über den Chemiker Friedlieb-Ferdinand Runge beantworten – scheiterte aber. In der MV stand drei Tage später ein Jubelartikel, und tatsächlich war die Talk-reihe eine kleine Sensation für Oranienburg.
Aber auch tiefe Trauer im März: Die Polizei fand eine 40-Jährige aus Oranienburg tot im Oder-Havel-Kanal. Die MV veröffentlichte eine kleine Meldung, in der ein Tötungsverbrechen vermutet wurde.

ORA aktuell

Oranienburg macht Überschuss von 13,6 Millionen Euro

Dienstag, den 31. März 2009
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Die Stadt Oranienburg schließt das Haushaltsjahr 2008 mit einem Überschuss von 13,56 Millionen Euro ab. Somit befinden sich in der Rücklage der Stadt 19,55 Millionen Euro. Darüber informierte Vize-Bürgermeisterin Kerstin Faßmann.
Der Gewinn resultiert aus Mehreinnahmen bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer.
Die Stadt plant eine reihe größerer Investitionen, darunter der Naubau der Comeniusschule und der Kita in Lehnitz. Der Finanzbedarf liege bei 35 bis 40 Millionen Euro. Zudem sei weiter Sparsamkeit nötig, um die konjunkturellen Schwankungen ausgleichen zu können.

RTelenovela

Nadelöhr Schlossplatz – Visionen für Oranienburg

Montag, den 30. März 2009
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Mehr als ein halbes Jahr ist die neue Schlossbrücke in Oranienburg für den Verkehr freigegeben. Der Schlossplatz ist vollkommen neue gestaltet. Die letzten Bauarbeiten müssten bald abgeschlossen sein. In nur vier Wochen beginnt die Landesgartenschau.
Aber seien wir mal ehrlich: Die Umgestaltung des Schlossplatzes, insbesondere die Verkehrsführung ist misslungen.
Kommt man die B273 entlang, biegt man von der Breiten Straße kommend am Schlossplatz rechts ab, macht einen Schlenker, um auf die ziemlich steile Schlossbrücke zu kommen, schwenkt bergab nach links, um dann wieder scharf nach rechts zu biegen. Sehr viel Lenkarbeit.
Nun sage ich das nicht aus Faulheit, so viel lenken zu müssen: Aber schön ist das nicht. Eine Kreuzung mit viel Verkehr und stinkenden Autos direkt am Schlossplatz, direkt vor dem Schloss.
In der MAZ erklärte der Zehlendorfer Architekt Manfred Prasser am Sonnabend seine Visionen für die Oranienburger Innenstadt. Die sehen eine Verlegung des Schlossplatzes nach Süden vor, direkt vor dem Schloss solle ein Arm der Havel plätschern. Der Verkehr solle über die Nehringstraße aus dem Zentrum fließen.
Feine Sache. Auch wenn der Architekt damit leider zu spät kommt. Aber dieser Entwurf hätte tatsächlich ein echtes kulturelles Zentrum am Schloss geschaffen.
Jetzt haben wir: viel Verkehr.
Meine Vision wäre gewesen: ein Rückbau der Berliner Straße ab der Havelstraße. Stattdessen wären Berliner und Breite Straße hinter den Bauten der Havelstraße zusammengeführt worden. Diese Trasse wäre dann früher in Richtung Schlossbrücke abgebogen, als es jetzt geschieht. Hätte bedeutet: die Kreuzung wäre entschärft und der ganze Verkehr weiter weg vom Schloss gewesen. Und der Schlossplatz wäre ein schöner, großer Platz geworden.
Jetzt haben wir: ein Nadelöhr. Aber es lässt sich ja nicht mehr ändern, und unser Einfluss ist ja sowieso gleich Null.

RTZapper

Dickes B.

Montag, den 30. März 2009
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FR 27.03.2009 | 22.00 Uhr | rbb

Der rbb ist knapp bei Kasse. Deshalb hatte Radio Multikulti Silvester 2008 Sendeschluss für immer. Deshalb gibt es auch das Magazin “Polylux” nicht mehr.
So schlimm kann es jedoch nicht sein, wenn sich der rbb eine große Talkshow leisten kann, die er am Freitagabend genau gegen die renommierte “NDR Talk Show” ausstrahlt.
Wenn doch “Dickes B.” wenigstens eine gute Sendung wäre. Stattdessen wirkt der Showtalk (Was eigentlich ist genau der Unterschied zwischen einer Talkshow und einem Showtalk?) nur eines: ganz schön billig.
Das beginnt bei der Band im Studio, deren Sängerinnen total schief singen und ihre Texte ablesen müssen, weil sie sie offenbar nicht gelernt haben. Das geht weiter beim Moderatorenduo Jörg Thadeusz und Melinda Crane. Letztere fiel nur dadurch auf, dass sie mehr oder weniger nutzlos rumsaß oder Fragen stellte, die einfach nur peinlich waren. So wollte sie von den bayerischen “Tatort”-Kommissaren Miro Nemec und Udo Wachtveitl wissen, ob sie beim Hören der “Tatort”-Melodie immer gleich ans Ermitteln denken müssen. So was Kindisches!
Jörg Thadeusz, der eigentlich als toller Interviewer bekannt ist, führte mit Sarah Kuttner eine onkelhaft-peinliche Debatte über die Jugendsprache und schlimme Wörter in ihrem aktuellen Roman.
Dazu herrscht ein heilloses Durcheinander, jeder gibt ständig seinen Senf zu allem, keiner der Gäste wird mal in Ruhe befragt, als Zuschauer ist man mit den Nerven am Ende.
Oder schaltet gar nicht erst ein oder zappt weg: Indiskutable 20000 Zuschauer waren am Freitag dabei. Ein ganz klares Signal für den rbb, an welcher Stelle nun auch gespart werden kann.

RTelenovela

Volojahre (17): Das perfekte Volodinner

Montag, den 30. März 2009
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(16) -> 29.3.2009

Alle zwei bis drei Wochen treffen sich die Mitglieder unseres Volojahrgangs bei einem von uns zum gemütlichen Abend mit Speis, Trank, Erfahrungsaustausch, Klatsch und Tratsch.
Gestern führte uns unser Weg nach Berlin-Schöneberg in eine der schicken Straßen mit den verdammt alten, mondänen Altbauten mit seinen verschnörkelten Fassaden. Eine wahnsinnige Kulisse, ein toller Ort zum Wohnen.
Alex setzte echte Maßstäbe, die uns blass werden ließen – was unsere Volodinner angeht zumindest. Salat, selbstgemachte Gnocchis und Apfelstrudel. Ein nahezu perfektes Volodinner. Nur die Täfelchen mit den Bewertungszahlen fehlten am Ende.
Wahrscheinlich bin ich als nächster dran, dann muss die Volobande nach Oranienburg kommen. Mal sehen, was ich dann auftischen werde.
Unterdessen treibt natürlich auch uns die Wirtschaftskrise um. Denn auch im Medienbereich liegt einiges im Argen. Die letzte Meldung war die aus Passau, wie die Volos noch vor Arbeitsbeginn allesamt wieder entlassen wurden – aus finanziellen Gründen. Da wird einem schon mal mulmig.

ORA aktuell

OGA mit neuem Internetauftritt

Sonntag, den 29. März 2009
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“Die Mark Online” heißt der neue Internetauftritt vom “Oranienburger Generalanzeiger” und seiner Schwesterzeitungen in Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin.
Angeboten wird ein Nachrichtenportal für Nordwestbrandenburg, das über die Bereitstellung der Zeitungsartikel hinausgehen soll.