Tagesarchiv für 23. Februar 2009

RTZapper

Extra – Das RTL-Magazin: Jägerschnitzel

Montag, den 23. Februar 2009
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MO 23.02.2009 | 22.15 Uhr | RTL

Oha, RTL ist in die Ossifalle getappt. Aber ganz böse. Und es ist ein besonders tiefer Fettnapf.
Die Reporter von “Extra” haben sich mit dem widerlichen XXL-Fraß beschäftigt, der ja u.a. auch in Liebenwalde angeboten wird.
In einer Kneipe irgendwo im Norden von Berlin, RTL ließ sich nicht näher dazu aus, gab es ein preiswertes Nudelgericht. Die Fleischbeilage: panierte Jagdwurst aus der Fritteuse. Und der RTL-Kommentar: “Das ist kein Jägerschnitzel.”
Und der gesamte Osten Deutschlands schreit auf!
Doch, RTL! Das ist Jägerschnitzel. Das ist das Ost-Jägerschnitzel!
In Köln ist dieses Ossigericht natürlich völlig unbekannt, und damit beschäftigen muss man sich auch nicht, obwohl selbst Wikipedia erklärt, dass es zwei Variationen gibt.
Tja, RTL. Mit dem Osten habt ihr euch es erst mal verdorben mit ihrer Ignoranz und Ahnungslosigkeit.
Und wir feiern bald eine Jägerschnitzelparty. Mit Jagdwurst. Damit das mal klar ist!

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RTelenovela

Kosten Sie mal! Ist abgelaufen.

Montag, den 23. Februar 2009
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Ich habe mich erstaunlich schnell entschieden: Ich bestellte eine grüne Berliner Weiße. Sabrina fand das toll und bestellte eine rote. Ist zwar ein Sommergetränk, aber was soll’s.
Doch der Abend beim Kroaten in Berlin-Prenzlauer Berg sollte noch eine spannende Wendung nehmen. Und damit meine ich nicht, dass die grüne Weiße leider nicht vorrätig war. Ich schwenkte auf die rote um.
Als der Kellner mit den Gläsern am Tresen stand, schien es eine Irritation zu geben. Eines der Gläser wurde nochmal runtergenommen, aber dann zurückgestellt und uns gebracht. Scherzhaft meinte ich: Jetzt hat er reingspuckt.
Ich gehe davon aus, dass er es nicht getan hat.
Wir tranken. Es schmeckte wie immer.
Dann kam der Kellner. Fragte uns, wie die Weiße schmeckt. “Gut”, meinte ich. “Nicht bitter?”, fragte er. Woraus sollte die Fragerei hinauslaufen?
Lachend meinte der Kellner irgendwas davon, dass die Haltbarkeit abgelaufen sei. Fand ich lustig, weil er sich auch so seltsam ausdrückte. Ich mag solche Witze nicht, aber da dachte ich ja auch noch, dass es ein Witz war.
Der Kellner ging weg und kam mit der Flasche wieder. Aufschrift: Haltbar bis 12/08.
Da blieb mir erst mal die Spucke weg. Wo ich doch zu den Leuten gehöre, die schon mäkeln, wenn das Haltbarkeitsdatum gerade mal erreicht ist. Und unsere Weiße war schon zwei Monate drüber. Mir war ein wenig mulmig.
Aber der Kellner lächelte immer noch. Na ja, das sei ja nicht so schlimm. Hätte man aber ruhig vorher mal erwähnen können.
Ich erpresste ihn mit einer kostenlosen Cola, womit der fall erledigt war. Aber im Nachhinein denke ich schon, dass wir eigentlich die faulige Weiße hätten erstattet bekommen müssen. Mal ganz abgesehen davon, dass es für ein Restaurant ein Armutszeugnis ist, eine fertige Berliner Weiße aus der Flasche zu servieren.
In Zukunft werden wir dort etwas anderes trinken. Oder woanders hingehen. Prost.

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RTZapper

Oscar 2009

Montag, den 23. Februar 2009
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SO 22.02.2009 | 2.30 Uhr (Mo.) | ProSieben

Der “Baader Meinhof Komplex” ging bei den Oscars 2009 zwar leer aus, aber wenigstens dürfen wir uns über den Preis für den besten Kurzfilm “Spielzeugland” freuen.
Es war mal wieder eine lange Nacht. Und wenn zwischen den unzähligen Werbepausen auch mal ein Preis vergeben wurde, war das hier und da auch recht spannend. Aber eigentlich düfen sich die Produzenten der Show nicht wundern, dass die Einschaltquoten zurückgehen: Die Werbeorgie nervt. Mitunter lag eine Oscarvergabe zwischen zwei Werbepausen. Der Gipfel war eine etwa einminütige Moderation, die von Werbung geflankt wurde. Kein Wunder, dass die Leute entnervt wegschalten, wenn der Eindruck da ist, dass wir eine Werbeshow mit Oscarunterbrechungen sehen.
In Deutschland läuft die Show in der tiefsten Nacht. Dennoch müssen ja die Pausen irgendwie gefüllt werden. Und da zeigte sich ProSieben mal wieder völlig einfalls- und lieblos. Immer wieder die gleichen ätzenden “The Next Uri Geller”-Trailer. Immer wieder die gleichen Eigenwerbespots mit den Oscarfilm-DVDs – gern auch zweimal in einem Werbeblock. Und dazu noch Filmtrailer zu den nominierten Streifen. Nur leider selten passend zum folgenden Programmpunkt. So liefen die “Baader Meinhof”-Ausschnitte nachdem schon klar war, dass der Preis an Deutschland vorbei ging.
ProSieben überträgt seit Jahren die Oscar-Nacht: Warum bekommen die das nicht hin? Es ist ein Trauerspiel.

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aRTikel

Gehege wird umgebaut

Montag, den 23. Februar 2009
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Tiere: Die Zahl der Wildschweine am Zeestower Ortsrand soll auf 30 steigen

MAZ Falkensee, 23.2.2009

ZEESTOW
Quiekend laufen die Wildschweine auf Oliver Dreikant zu, der sich, durch den Schnee stapfend, dem Wildgehege nähert. Unter dem Arm hält er eine große Kiste mit alten Broten und Brötchen. Die hat er gerade aus Berlin-Charlottenburg geholt, dort bekommt er die Reste kostenlos.
Seit sieben Jahren hält sich der 38-jährige Brieselanger einige Wildschweine in dem kleinen Wildgehege zwischen dem Kanal und dem Sportplatz am Ortsrand von Zeestow. Momentan sind es sieben Alttiere und sechs Frischlinge. Die Übersicht ist ihm dabei noch nicht verloren gegangen. „Ich kann zu jedem Tier sagen, wann es gefrischt wurde und von wem es abstammt.“ Später sollen es mal 30 Wildschweine sein, die sich die Leute ansehen können.
Oliver Dreikant hat einiges vor mit dem Gehege. Die Pappeln auf dem Gelände sollen gefällt werden, die Genehmigung dafür hat er nach längerer Wartezeit bekommen. „Die Lebenserwartung der Bäume ist erreicht“, sagt der Wildschweinhüter. „Vor einiger Zeit ist eine der Pappeln umgefallen und tötete eine Leitbache.“ Auch für den Menschen gehe von den Bäumen eine Gefahr aus. Auf dem Grundstück, das Dreikant gepachtet hat, will er stattdessen 65 Trauerweiden pflanzen. Auch plant er ein Wechselgehege. „Damit keine Inzucht entsteht“, erklärt Oliver Dreikant.
Momentan wartet er auf die Baugenehmigung für neue Pfeiler. Die alten sollen durch Betonpfeiler ersetzt werden. Er habe einen Spießrutenlauf mit diversen Behörden hinter sich, sagt Oliver Dreikant. Wenn er grünes Licht hat, kann es losgehen. Dann werden auch die Weiden gepflanzt. „Das Gehege stelle ich mir so naturnah wie möglich vor“, sagt Oliver Dreikant. „Der Genehmigungsvorgang wird derzeit bearbeitet“, bestätigt Kreissprecher Erik Nagel gegenüber der MAZ. Wann sie erteilt wird, kann er jedoch noch nicht sagen. Oliver Dreikant jedenfalls ist startbereit, sein Projekt wachsen zu lassen.
Angefangen hat vor sieben Jahren alles mit einer Wette. „Auf einer Jagd erzählte ich, dass ich die Schwarzkittel interessant finde“, sagt er. „Ein befreundeter Jäger meinte dann, dass ich mir nun auch zwei Schweine kaufen muss.“ So kam es auch. Zunächst hielt er die Tiere auf seinem Grundstück, plante einen Streichelzoo. Den Plan verwarf er jedoch und pachtete das Gelände im Wald neben dem Sportplatz. „Das Gelände sah aus wie eine Müllkippe“, erinnert er sich.
Doch die Zeiten sind vorbei. Jetzt steht Oliver Dreikant in seinem Gehege und beobachtet die Tiere beim Fressen. Sie bekommen neben dem Brot auch Mais, Weizen und Fallobst. Der Dachdecker kommt jeden Tag für zwei Stunden zum Gehege, beobachtet die Tiere, das Treiben und ist ganz schön stolz auf das Geschaffene.

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RTZapper

Karnevalsumzug Mannheim-Ludwigshafen 2009

Montag, den 23. Februar 2009
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SO 22.02.2009 | 14.30 Uhr | SWR-Fernsehen

Danilo ist schrecklich unglücklich. Erst verkleidet ihn der Papa als Osterhasen. In seinem brauen Kostüm mit den langen Löffeln scheint er sich der etwa Achtjährige nicht gerade wohl zu fühlen. Und dann kommt auch noch eine SWR-Reporterin, um ihn anzuquatschen.
Das ist der Karneval in Mannheim, die der SWR am Sonntagnachmittag stundenlang übertragen hat. Festlich geschmückte Wagen, Narren aus den Vereinen von Stuttgart und Waghäusel bis Altlußheim und Ludwigshafen und eben der arme Danilo. Am Ende eines langen Tages hockt er wie ein Schluck Wasser auf den Schultern seines Vaters. Den Tränen nah. Da hilft auch kein “Mannheim ahoi”. Auf die Frage, ob es ihm denn Spaß machen würde, schüttelt der Kopf nur unglücklich den Kopf. was natürlich nicht das ist, was die närrische und natürlich auch verkleidete SWR-Tante hören möchte. Stattdessen findet sie ein verstörtes, den Tränen nahes Kind vor.
Armer Danilo: Erst muss er sich das dumme Hasenkostüm überziehen und dann muss er seine unglücklichen Löffel auch noch ins Fernsehen halten. Als Kind hat man es in einer Karnevalshochburg eben auch nicht einfach.
Na ja, bis zum Aschermittwoch ist’s ja nicht mehr lange hin.

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RT im Kino

Milk

Montag, den 23. Februar 2009

Ein Schwuler, der in der Politik für Schwule kämpft, deren Rechte durchsetzen will? Nein, das war in den frühen 70er-Jahren noch undenkbar. In den USA, in San Francisco, wurden sie stattdessen von der Polizei verhaftet und verprügelt. Christliche Fundamentalisten versuchten unterdessen, ihre Ansichten, ihren Gott durchzusetzen.
Das ist die Situation, die Harvey Milk (Sean Penn) 1972 in der Stadt mitbekommt, als er mit seinem Freund Scott Smith (James Franco) dorthin zieht und einen Laden eröffnet. Das Arbeiterviertel wird bald zum Zentrum der schwulen Gesellschaft der Stadt. Doch Harvey will mehr – in die Politik. Dort will er sich für seine Community einsetzen, aber nicht nur für sie. Harvey wird zur Berühmtheit, und die ruft Freunde und Gegner auf den Plan.
Gus van Sant erzählt die wahre Geschichte von Harvey Milk, und das auf sehr beeindruckende Weise. Milk, der in den 70ern für die schwulen Rechte in den USA eintrat, mit allen Höhen und vielen Tiefen, sowohl in der Politik als auch im Privaten. Der Film blickt zurück auf eine Zeit, in der die Menschen noch nicht so tolerant waren wie heute. Eine Zeit, in der noch für die persönlichen Rechte sehr hart gekämpft werden musste. Der Film zeigt auch, warum solchen Veranstaltungen wie der Christopher Street Day auch heute noch so wichtig sind. Milk war ein Pionier seiner Zeit und wegweisend für die Zukunft.
Sean Penn spielt Milk, den kämpfenden, aber auch schüchternen, zurückhaltenden Mann mit seinem ganzen Charisma sehr eindringlich. Geradezu bedrückend ist es, wenn dem Zuschauer am Ende noch mal dargestellt wird, dass es all diese Kämpfer wirklich gab und dass ihnen ganze Generationen dankbar sein müssen.

9/10

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RTelenovela

Na, am 13. September 2009 schon was vor? Nö.

Montag, den 23. Februar 2009
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-> 6.10.2007

Echte Rosenstolz-Fans haben schon seit mindestens eineinhalb Jahren den 13. September 2009 fett in ihrem Terminkalender angestrichen. Schon im Sommer 2007 stand fest, dass Rosenstolz zwei Jahre danach ein Konzert in der Parkbühne Wuhlheide geben würden.
Jetzt, nach so langer Zeit, aber immer noch ein halbes Jahr vor besagtem Termin, steht fest: Das Konzert fällt aus. Rosenstolz hat alle Termine abgesagt. Peter Plathe leidet am Burnout-Syndrom. Beim Echo 2009 nahm nur Anna R. den Preis für das beste Musikvideo 2008 in Empfang – ohne Kommentar zu ihrem fehlenden Bandpartner.
Burnout ist tatsächlich eine extrem unschöne Sache. Hoffen wir, dass Peter wieder auf die Beine kommt, sein seelisches Gleichgewicht wieder hinbekommt und bald wieder, vielleicht ja 2010, wieder auf der Bühne stehen kann.
Gute Besserung!

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