Tagesarchiv für 20. Februar 2009

RTZapper

In den Schuhen meiner Schwester

Freitag, den 20. Februar 2009
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FR 20.02.2009 | 20.15 Uhr | VOX

Die beiden Schwestern Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette) sind vollkommen unterschiedlich. Maggie ist das Partygirl, das sich über das Hier und Jetzt wenig Gedanken zu machen scheint. Rose, erfolgreiche Anwältin, ist die bodenständigere der beiden. Seit die Mutter gestorben ist, haben die Schwestern, trotz aller Unterschiede, ein sehr gutes Verhältnis.
Doch als Maggie bei Rose einzieht, kommt es zu einer harten Belastungsprobe. Als sie den Freund von Maggie anmacht und er auch noch drauf eingeht, wird sie rausgeschmissen. Vorerst verlieren sich die beiden aus den Augen.
Die Werbung für „In den Schuhen meiner Schwester“ verspricht eine heitere Klamotte mit diversen Gags. Damit wird dem Film sehr unrecht getan. Er ist sehr viel mehr als das. Im Film geht es um die Beziehungen der Menschen untereinander. Um Vertrauen, Rücksicht und Verständnis. Regisseur Chris Hunton überrascht mit einer sehr warmherzigen und sensiblen Geschichte.

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aRTikel

Zahl der Lehrlinge geht zurück

Freitag, den 20. Februar 2009
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Ausbildung: 30 Gesellen in Nauen freigesprochen / Mehr als die Hälfte der Elektroniker fiel durch

MAZ Falkensee, 20.2.2009

NAUEN
Ein Audi-A-2-Motor war das Gesellenstück von Mark Scheil. Der 24-jährige Kfz-Mechatroniker aus Hönow (Märkisch-Oderland) rüstete das Modell auf Autogas um. „Mit meiner Kollegin habe ich zweieinhalb Monate daran gearbeitet“, erzählte er, nachdem er am Mittwochabend in den Räumen der Nauener Kreishandwerkerschaft freigesprochen wurde und das Abschlusszeugnis erhielt.
Die Arbeit hat sich gelohnt: Mark Scheil ist der Beste seines Jahrgangs. „Es ist ein tolles Gefühl“, sagte er. „Irgendwie erhebend.“ Bis Oktober möchte er bei seiner Ausbildungsfirma, der ACM Mosolf GmbH in Etzin weiterarbeiten. „Dann werde ich Fahrzeugtechnik und Maschinenbau studieren.“
Mark Scheil ist einer von 30 Gesellen im Osthavelland, die ihre Prüfung erfolgreich absolviert haben. Unter ihnen ist mit Cindy Beyer nur eine Frau (siehe Interview). Allen wurde am Mittwoch der Gesellenbrief überreicht.
„Darauf können Sie stolz sein“, sagte Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke. „Sie haben nun überall gute Chancen weiterzukommen.“ Ziesecke machte ihnen Mut, sich auf ihr Selbstvertrauen zu verlassen. Besonders lobte er die Zusammenarbeit zwischen der Ausbildungsstelle und dem Lehrbetrieb. „Die praktische Ausbildung kommt in der Firma immer relativ kurz“, erklärte Ziesecke. „Die Firma Mosolf hat dagegen eine eigene Lehrwerkstatt.“ Es gebe in Deutschland viele Beispiele dafür, dass eine ergänzende Ausbildung Erfolg bringe. „Wir haben festgestellt, dass dort, wo Plan und Praxis übereinstimmen, die besten Ergebnisse erzielt wurden.“ Tatsächlich haben neben Mark Scheil zwei weitere Kfz-Mechatroniker die Note Eins geschafft: Auch Christian Godowski aus Dessau und der Ketziner Thomas Thierbach erhielten Auszeichnungen.
Doch so groß die Freude war, die Zahlen sprechen noch eine andere Sprache. Meldeten sich im Jahr 2008 noch 71 Gesellen zur Prüfung, waren es 2009 nur noch 37. Davon haben sieben nicht bestanden. Besonders dramatisch fiel das Ergebnis bei den Elektronikern aus. Fünf der acht angemeldeten Lehrlinge fielen durch.
Der Kreishandwerksmeister im Osthavelland sieht diese Entwicklung mit Sorge. „In der Praxis sind die Prüflinge oft gut, aber in der Theorie haben viele eine Fünf.“ Er kündigte Gespräche mit der Bildungsstätte und der Innung an. „Die meisten Elektroniker fallen schon bei der Bewerbung durch“, ergänzte Ziesecke. „Es hapert in der Mathematik und im logischen Denken.“
Bei den Metallbauern sei das Problem nicht so gravierend. Dennoch: „Der Wissensstand der Jugendlichen ist offenbar immer dünner.“ Neben dem schlechteren Abschneiden in der Schule machte der Kreishandwerksmeister aber auch den demografischen Wandel für den Rückgang der Lehrlingszahl verantwortlich.
Für die 30 freigesprochenen Gesellen sieht Ziesecke aber eine gute Zukunft: „Wenn die Einstellung stimmt, dann können die jungen Leute auch mit nicht so guten Noten was erreichen.“ An sich hätten alle eine Chance: „Gute Leute werden überall gesucht“, sagte Ziesecke.
Deshalb dürfte der Prüfungsbeste Mark Scheil kaum Probleme bekommen: „Ich träume davon, eine Werkstatt für amerikanische Fahrzeuge zu eröffnen.“ Der Wirtschaftskrise sieht er gelassen entgegen: „Autos gibt es immer. Die sterben nicht aus. Wir müssen uns ja fortbewegen.“

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RTelenovela

Oranienburger Winterwunderland

Freitag, den 20. Februar 2009
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Es ist Winter, und eigentlich bekomme ich das gar nicht so richtig mit. Wenn ich am Morgen meine Wohnung verlasse, ist durch meine Straße schon der Schneepflug gefahren. Der Schnee ist so gut wie weg. Hier, in der Innenstadt von Oranienburg, sind die Wege zwar auch weiß, aber von hohem Schnee kann man kaum reden.
Wenn ich dann losfahre, ist spätestens die Stralsunder Straße am Bahnhof relativ frei, die Strecken bis zur Umgehungsstraße ebenfalls. Die Autobahn ist sowieso meistens schneefrei. Also wenig für mich sichtbarer Winter.
Dass wir tatsächlich mitten im tiefsten Winter stecken und wir wirklich richtig hohen Schnee haben, ist mir erst gestern aufgefallen, als ich bei meinen Eltern war. In den kleinen Nebenstraßen außerhalb des Innenstadtbereichs türmt sich der Schnee an den Zäunen. Riesige weiße Berge wohin das Auge sieht. Auf den Zäunen, auf den Pfosten liegt zentimeterhoch der Schnee.
Oranienburger Winterwunderland.

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