Monatsarchiv für Februar 2009

RTelenovela

Ganz viel Försterpromotion

Samstag, den 28. Februar 2009
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Ein gemütlicher Abend in einer Kneipe in Prenzlauer Berg. Ein Salat, Nachos, Cocktails ein Radler. Doch mit der Gemütlichkeit war es vorübergehend vorbei.
Die Tür flog auf. Lauter Menschen mit Trillerpfeifen und einer Rundumleuchte stürmten rein. Alle hatten orange T-Shirts an. bald war klar: ein Promotionteam eines alkoholischen Gesöffs, das sich namentlich an Förstern und Gewinnern orientiert.
Die jungen Damen und Herren verteilten sich im gesamten Lokal und tanzten zur Musik, die sowieso aus den Lautsprechern kam. Und tanzten so vor sich hin. Ich hoffe für sie, dass sie für diesen Job verdammt viel Geld bekommen, denn bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Truppe weitgehend ignoriert.
Aber das Gesöff musste ja irgendwie an den Mann und die Frau gebracht werden. Die PR-Maschinerie lief also weiter: Hawaiikettchen verteilen. Blinkbuttons. Dann ein Proberöhrchen des roten Zeugs. Ein als Elch Verkleideter kam auch noch dazu, um mit den Gästen Polaroid-Fotos zu schießen. Schließlich muss das Maskottchen und der Produktname ja irgendwie in den Hirnen festkleben.
Nach gut 20 Minuten war die Promotionzeremonie endlich vorbei und wir Lokalgäste waren wieder uns selbst überlassen.
Und, wie hieß das Getränk nochmal? Habs doch glatt vergessen.

RTZapper

Eine Stunde Zeit

Samstag, den 28. Februar 2009
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FR 27.02.2009 | 18.05 Uhr | radioeins

“Die Zeit” muss man in Zukunft nicht mehr lesen. Ein vernünftiger Mensch schafft es ja auch sowieso nicht die dicke Wochenzeitung durchzuackern. Es reicht, wenn man Radio hört.
Einen neuen Blick auf die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Ereignisse der Woche präsentiert radioeins seit einiger Zeit jeden Freitagabend. “Eine Stunde Zeit” heißt die Sendung. Leider nervt der Bezug zur “Zeit” doch sehr erheblich. Eine Stunde Dauerwerbung für die Zeitung.
“Die Zeit” ist dauerpräsent. Jede Rubrik wird mit dem Titel der Sendung angekündigt. Eine der Rubriken heißt “Themen der Zeit”, was auch allgemein gelten könnte, aber eben in dem Fall einen faden Beigeschmack hat. Zumal in der Rubrik ein Redakteur der “Zeit” zu jenem Thema interviewt wird. Immer mit der unterschwelligen Botschaft: Bitte kauft euch doch die Zeitung.
Wenn es doch wenigstens gut gemacht wäre: In der gestrigen Sendung sprach Moderatorin Anja Goerz in der Rubrik “XY hat aufgelegt” mit dem CDU/CSU-Bundestagsmitglied Thomas Bareiß über das neue Farin-Urlaub-Album. Erstens: Das Album ist nun wirklich nicht mehr neu. Zweitens: Wer ist eigentlich Thomas Bareiß? Es wurde uns nicht verraten, was genau er eigentlich macht. Drittens: Warum also gerade er? Viertens: Leider hatte der gute Mann nichts zum Album zu sagen. Außer: Es hat ihm gefallen, und er wird es im Auto immer mal wieder hören. Keine Einzelheiten zu bestimmten Songs, nichts. Fazit: extrem verzichtbar.
Die Sendung rundet Harald Martenstein ab. Er ist Kolumnist der “Zeit”, das muss natürlich in der Sendung auch unbedingt zweimal erwähnt werden. Einen Namen für seine Kolumne hat er sich vorsichtshalber nicht ausgedacht. Dass er dann über Schiedsrichterentscheidungen im Fußball faselt und das mit dem Uralt-Thema Fußball-EM 2008 eröffnet, macht das Ganze nicht besser.
Somit ist “Eine Stunde Zeit” eine nicht sehr gut gemachte Sendung mit dem Hintergrund, dass ein Verlag dahintersteht, der ständig präsent ist.
Und für so etwas wird dann “Die schöne Woche” – im Gegensatz zur Zeit-Sendung eine richtig unterhaltsam-informative Sache – gekürzt. Schade.
Und warum in der Sendung der Service um “halb” wegfällt, ist mir auch nicht klar…

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Basketball-Euroleague in Berlin

Freitag, den 27. Februar 2009
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DO 26.02.2008, Berlin, O2-World

Vor einem Besuch der Ohzweiwelt sollte man besser nicht einkaufen gehen: Denn nicht nur Getränke sind verboten, sondern auch alles andere. Brote landen genauso im Abfall wie alle anderen Lebensmittel. Schließlich könnte man ja erstens eines der Brote essen und dafür das, hüstel, preiswerte Angebot an den Imbissen verschmähen. Und zweitens könnte man natürlich auch eines der Brote auf das Basketballfeld schmeißen.
Das wäre übrigens auch eine gute Maßnahme gewesen. Beim Basketball-Euroleague-Spiel zwischen Berlin und Barcelona hat der Gast phasenweise alles andere als gut ausgesehen. Am Ende verlor Berlin mit 57:73.
Wasser ist übrigens auch spottbillig, nur 3,20 Euro für den halben Liter. Ein Schnäppchen. Plus einen Euro Pfand, der nirgendwo an den Übersichtstafeln vorkommt. Und wenn ich das monieren will, muss ich den Herrn Anschütz fragen, hieß es beim schnippischen Personal. Anschütz ist die Betreibergruppe der Ohzweiwelt. Also, Herr Anschütz, was soll das?
Die Arena in der Ohzweiwelt (die MAZ nannte sie letztens „Mehrzweckhalle am Ostbahnhof“) sieht beim Basketball sehr viel kleiner aus als beispielsweise beim Ich+Ich-Konzert oder beim Echo. Das Spielfeld in der Mitte wird von den Publikumsreihen umschlossen, die große Bühne ist abgebaut.
Wir saßen ganz oben, 22 Euro kostete das Spaß, was nicht wenig ist, wenn ich so daran denke, was man sonst so für 22 Euro bekommt und wie weit weg wir vom Geschehen entfernt waren.
Das Spiel war recht interessant – spannend nicht wirklich –, die Höhepunkte waren eher die Sponsorenspielchen in den Pausen. Zwei Männer mussten schätzen, wie viele Menschen eine neue Art von Mülltonne benutzen. A, B oder C waren vorgeben. Einer entschied sich für A, der andere für B, aber C war richtig. Dabei war ganz klar: C war die Antwort, in der die meisten Menschen genannt wurden: 1 Million Mülltonnenbenutzer. Der Sponsor wird schließlich nicht für einen niedrigen wert werben. Einer der Spieler der Berliner Basketballer durfte in einem Einspieler die richtige Lösung verkünden. Holprig und eintönig, wie ein Roboter, las er vor, dass die neue Tonne von … und so weiter. Was tut man nicht alles für den Werbepartner. Gewonnen haben die Jungs trotzdem nicht.

RTelenovela

Das Stadion

Freitag, den 27. Februar 2009
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Manchmal klaffen die eigene Wahrnehmung und die Wirklichkeit ganz schön auseinander. In Zeestow im Havelland trifft der Herumreisende gleich am Ortseingang auf das Havellandstadion.
Wer vor dem großen Schild steht, hat eigentlich ziemlich genaue Vorstellungen von einem Stadion: Ein großes Fußballfeld und drum herum Sitz- und Stehplätze für die Zuschauer. Wikipedia spricht von einer nach oben offenen baulichen Struktur, die das Feld umgibt. Und dann denkt man an die großen Schlagerspiele in so einem Stadion. Die großen Derbys.
Nun ja, ein Fußballfeld gibt es im Zeestower Havellandstadion tatsächlich. Aber dann wird es kritisch. Von einer baulichen Struktur kann keine Rede sein. Sitzplätze sind auch sehr, sehr spärlich gesät, es gibt nur wenige. Ansonsten viele, viele Stehplätze am Spielfeldrand.
Das Havellandstadion ist nicht mehr als ein ganz normaler Sportplatz mit einem etwas überdimensionierten Namen. Aber der macht ja auch schon was her.
Andererseits: In Olympia hat es ja auch so ähnlich angefangen. Nur ist das schon ein Weilchen her.

ORA aktuell

Investor plant Lebensmittelladen in der Schulstraße

Donnerstag, den 26. Februar 2009
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Ein Oranienburger Investor plant, in der Schulstraße 8 einen Lebensmittelladen zu eröffnen. Ab April sollen die waren in dem seit Jahren leerstehenden Haus verkauft werden. Wegen des begrenzten Platzes soll es nur ein kleines Warenangebot geben. Dafür werden die Kunden, so der Investor, aus einem Katalog mit rund 50000 verschiedenen Artikeln sich einen Warenkorb zusammenstellen können.
Der Haken: Dem Investor fehlen noch 30000 Euro. Seine zweifelhafte Idee: Gutscheine, die vorher verkauft werden. Für 100 Euro bekommen die Käufer dann einen Warenwert von 150 Euro. Sicherheiten hat er ihnen jedoch nicht zu bieten.
Es bleibt abzuwarten, was daraus wird.

RTelenovela

Öde Postkartengrüße aus Wenkendorf

Donnerstag, den 26. Februar 2009
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Eine Kollegin hat zu ihrem Geburtstag von unserem Büroteam ein Buch mit lauter Ansichten der langweiligsten Postkarten Deutschlands bekommen. Klingt irgendwie seltsam, stellte sich aber sehr schnell als extrem witzig heraus.
Ein Betonhochhausklotz als Postkartenmotiv. Oder die komplett leere Autobahn in der Nähe des Hermsdorfer Kreuzes. Oder eine vollkommen öde Straße in einem Neubaugebiet.
Ein echter Schmöker voller Grausamkeiten.
Und in diesem Buch hatte ich ein überraschendes Wiedersehen. Eine Postkarte vom Campingplatz in Wenkendorf auf Fehmarn. Kleinlaut musste ich zugeben: Genau dieses Ding habe ich selbst schon mal verschickt.
Es war im Juli 2005, da war ich ein paar Tage auf eben jenem Campingplatz in Wenkendorf. Und da es mein Bestreben ist, von genau dem Ort Karten zu verschicken, wo ich auch bin, kaufte ich auch zwei Wenkendorfer Ansichten. Die Fotos waren nicht nur vermutlich aus den 70ern, was zum Beispiel an den altertümlichen Autos gesehen hat, sondern auch die Karte selbst war schon so alt. Das Motiv: langweilige Zeltplatzansichten.
Unter anderem Marcel hat eines der tollen Exemplare zugeschickt bekommen. Irgendwann hatte ich das Wenkendorf-Souvenir an seiner Pinnwand entdeckt.
Und jetzt kann ich sagen: Ich habe schon eine der ödesten Postkarten Deutschlands verschickt.

ORA aktuell

Biber sorgen für S-Bahn-Ausfall

Mittwoch, den 25. Februar 2009
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Biber sorgten dafür, dass am Montag der S-Bahn-Verkehr zwischen Oranienburg und Lehnitz zum Erliegen kam. Zwischen 6.50 und 8 Uhr wurden die morgendlichen Pendler zur Regionalbahn verwiesen.
Ein Baum war auf die Gleise gestürzt, nachdem er offenbar von Bibern beschädigt worden war.
Vor der Sperrung hatte eine S-Bahn den Baum gerammt und musste danach in Birkenwerder ausgetauscht werden.