Tagesarchiv für 30. Januar 2009

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Wendejahr 1989: Ziele von 1988 wurden übertroffen

Freitag, den 30. Januar 2009
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Rückblick: Der Januar 1989 in der „MV“

MAZ Oranienburg, 30.1.2009

OBERHAVEL
Das Wendejahr 1989. Vor genau 20 Jahren überschlugen sich die Ereignisse in der DDR. In der „Märkischen Volksstimme“, Vorgänger der heutigen MAZ, spiegelte sich die politische Realität nur einseitig ab. Damals erschienen pro Woche gerade mal fünf Lokalseiten aus Oranienburg. Heute sind es pro Tag bis zu 14. Einmal im Monat blättern wir im Archiv. Los geht es mit dem Januar 1989.
„Herzliche Veranstaltung von Parteiveteranen und FDJlern“. So titelte die Oranienburger Lokalredaktion der Märkischen Volksstimme am 3. Januar 1989. Dabei handelte es sich um eine „festliche Zusammenkunft anlässlich des 70. Jahrestages der KPD“.
Alles wie immer also. Auch wenn im Filmtheater „Aktivist“ in Hennigsdorf der Film „Die Straße des Sterbens“ zu sehen war. Doch das Jahr 1989 brachte für die Bewohner des damaligen Kreises Oranienburg viel Neues. Im Januar konnte das natürlich noch niemand ahnen. Zum Jahresanfang ging es da weiter, wo das Jahr 1988 endete. Die Meldungen in der MV schienen nicht wirklich neu zu sein. Fast wie ein Déjà-vu. Nur die Jahreszahlen waren neu: „Die 88er Ziele konnten erreicht, viele überboten werden“, sagte am 4. Januar 1989 Robert Blum, Kreissekretär der Nationalen Front, dem Zusammenschluss der Massenparteien und Organisationen der DDR. Den MV-Leser wird das nicht sonderlich überrascht haben.
Das Leben in der DDR zeigte sich auf SED-Parteiebene von seiner besten Seite: Die Hennigsdorfer Heinrich-Heine-Oberschule übergab an Garnisionen der Sowjetarmee und der NVA mehr als 50 Wandzeitungen zum Thema „Wir danken dir, Soldat!“. Doch nicht alles lief rund in Oranienburg: „Manche Leute erdreisten sich, im Dunkeln Müll und Unrat in unserem Wohngebiet abzuladen“, beschwerte sich MV-Leser Rolf Scholz am 4. Januar 1989 in einem Leserbrief. Ein Dauerbrenner im Jahr 1989, der die MV noch öfter beschäftigen sollte. Die DDR voller Schmutzfinken?
Für Wirbel sorgte die Panne eines Mähdreschers in der Straße des Friedens (Bernauer Straße) in Oranienburg. An einem Donnerstagnachmittag sorgte der für einen ordentlichen Stau. Und schon fünf Tage später war das Foto im Blatt zu sehen.

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RTelenovela

München (6): Sag leise Servus!

Freitag, den 30. Januar 2009
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(5) -> 29.1.2009

Die elfte Nacht im Hotel am Rotkreuzplatz in München ist unsere letzte. Unsere vorerst letzte. Denn Mitte Juni kommen wir wieder hierher, und dann auch hoffentlich wieder in dieses Hotel. Wir alle haben uns daran gewöhnt: Die Zimmer werden aufgeräumt, die Betten gemacht, das Bad wird sauber gemacht, die Handtücher werden gewechselt. Jeden Tag Frühstück. Die U-Bahn direkt vor der Tür. Rund um den Platz Kneipen, Banken, Supermärkte und McDonald’s. Ein Paradies.
Andererseits: Jeden Tag Essen, das ist auch erstmal vorbei, und das ist auch gut so. Die Finanzen und so.
Dafür haben wir am letzten Abend eine richtig gute Kneipe entdeckt: Zu zwölft zogen wir ins “Soda” in Schwabing ein. Leckere Burger, preiswerte Pizzen und Pasta sowie diverse andere Leckereien. Dazu Musik von Jazz bis Elektro.
Auf jeden Fall ein idealer Ort, um sich über den schwitzenden Goethe zu unterhalten, wie wir fanden.
Nebenbei ist noch die Beschwerde meiner Kollegin Angelika zu vermelden, dass sie beim Abend beim Chinesen zwar dabei war, im Blog aber nicht erwähnt wurde. Also: Angelika war dabei. Und wenn die anderen auch erwähnt werden möchten: einfach im Kommentar anmelden.

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