Tagesarchiv für 21. Januar 2009

RTZapper

Deutschland sucht den Superstar: Der Fall Max

Mittwoch, den 21. Januar 2009
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MI 21.01.2009 | 20.15 Uhr | RTL

Da wurde der Onkel Dieter aber mal ganz böse. Jemand hat es sich gewagt, ihm Widerworte zu geben und auch noch dazu zu stehen.
RTL sendete heute ein Special unter dem Titel “Deutschland sucht die Superjury”. Und sagen wir mal so: Bohlen hat sich bei der Aktion alles andere als mit Ruhm bekleckert.
Ein junger Mann stand mit Gitarre vor der “DSDS”-Jury. Sein Song: “Umbrella”. Sein Problem: Er war nicht Rihanna und sah auch nicht annähernd so aus. Dieter Bohlen fand ihn potthässlich und gab ihm allein deshalb keine Chance, obwohl seine Umbrella-Interpretation ganz okay klang. Das fand auch Jurymitglied Max von Thun. Das Original von “Umbrella” nerve ihn inzwischen total, dieses Cover als eins der wenigen nicht. Worauf Bohlen bockig wurde und meinte, dass man “Umbrella” schon allein deshalb gut finden müsse, weil es der erfolgreichste Song des Jahres gewesen sei.
Die ängstlich dreinblickende Jurydame Nina Eichinger gab ihm auch ein “Ja”, Bohlen ein “Nein”, von Thun das entscheidende “Ja”.
Der Eklat war perfekt, er brodelte schon die ganze Zeit vor sich hin. Max von Thun verließ die Jury.
Was am Ende blieb, war der bittere Eindruck, dass Dieter Bohlen tatsächlich keine andere Meinung als seine wünscht. Und dass er in dem Fall jemand nur nicht dabei haben wollte, weil er nicht zu den Hübschen gehörte. Oder spricht da tatsächlich bloß der erfahrene Geschäftsmann?
Die Jury wurde neu besetzt. Das Ende vom Lied.
Und, ach ja, die Kandidaten. Die gab es ja auch noch. Die Suche nach dem Superstar begann heute halt gut 40 Minuten später als geplant…

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RT im Kino

Zeiten des Aufruhrs

Mittwoch, den 21. Januar 2009

Es klang alles so gut: Frank (Leonardo DiCaprio) und April Wheeler (Kate Winslet) wollten ihr Haus in der Vorstadt verlassen, um nach Paris zu ziehen. Sie nahm sich vor, einen gutbezahlten Job zu suchen. Und er hätte endlich mal Zeit, sich etwas zu suchen, was ihm wirklich liegt. Denn sein aktueller Job macht das nicht, er ödet ihn an. Aber er bringt eben das Geld ins Haus. Genau das alles, genau diese Konventionen sind es, was sie hinter sich lassen wollten. Selbst die hämischen Sprüche von Freunden und Kollegen hielten sie aus.
Aber dann wird April schwanger, und alles steht in Frage. Der Umzug, ihre Ehe und irgendwie alles, was das Leben der beiden ausmacht.
Im ländlichen Connecticut der 50er-Jahre schafften normalerweise die Männer das Geld nach Hause, während die Frauen das Haus sauber machen und fürs Essen sorgten. Aprils Lebensziel war genau das Gegenteil, aber die Schwangerschaft machte den Traum zunichte.
Der Zuschauer erlebt “Zeiten des Aufruhrs”. Ein Ehepaar, das sich liebt, das diskutiert, das sich anschreit, das sich hasst. Ein tiefer Konflikt, der Versuch aus einem Klischee auszubrechen, alles anders zu machen, als es in den 50ern üblich war.
Mit diesem Film treffen nach 1997 Leonardo DiCaprio und Kate Winslet wieder aufeinander. Angesichts des Stoffes ist der Begriff “Traumpaar” in dem Fall der falsche, dennoch spielen die beiden die Gefühlsachterbahn sehr glaubhaft. Auch den Augenblick als sich rausstellt, dass ausgerechnet ein Irrer, ein psychisch Kranker, als einziger die absolute Wahrheit ausspricht.
Ein trauriger Film.

8/10

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RTZapper

Vor Ort: Welcome Mr. President

Mittwoch, den 21. Januar 2009
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DI 20.01.2009 | 16.00 Uhr | Phoenix

George W. Bush? Wer ist das noch mal? Ach so, der Typ, der mal US-Präsident war, ich erinnere mich dunkel. Ist ja dann doch noch nicht so lange her.
Es war ein drolliges Bild heute am frühen Abend bei Phoenix: Da steht US-Präsident Barack Obama mit seiner Frau vor dem Weißen Haus in Washington. Neben den beiden steht das Ehepaar Bush. Die neuen bringen die alten zum Hubschrauber, der die Bushs dann weg aus der Hauptstadt fliegt.
Da zeigte sich mal wieder, was für ein netter der Barack doch ist. Denn eigentlich hätte George Dabbeljuh ja eher einen Abschiedsarschtritt verdient statt eines Händedrucks und einen Stinkefinger statt eines Lächelns.
Präsident Obama. Daran werden wir uns nun gewöhnen. Und ob er wirklich der Mann der politischen Stunde ist, das werden wir auch bald sehen. Hoffen wir mal das Beste.

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RTelenovela

Volojahre (6): Binnenlogik und minimierte Adjektive

Mittwoch, den 21. Januar 2009
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(5) -> 18.1.2009

Wir sind ja hier in München um etwas zu lernen. Und damit auch die Leser dieser Seite etwas davon haben, hier einige der Übungen.

Binnenlogik von Sätzen: Was ist bei den folgenden Sätzen schiefgelaufen?
Mit der Hilfe des geständigen Mörders gelang es den Ermittlern schließlich, die Leiche zu finden und zu obduzieren.
In durchnässten Kleidern und völlig betrunken griff gestern früh eine Funkstreife die Heimkehrerin von einer Party auf.

Den Nominalstil vermeiden: Wie kann man den Satz kürzer und besser ausdrücken? Tipp: Es ist möglich, ihn von 21 auf 5 Wörter zu verkürzen.
Auf die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes bestehenden Verbände finden die Vorschriften Anwendung, die auch für die nach dem Gesetz gebildeten Verbände gelten.

Adjektive minimieren: Streiche aus dem folgenden Text die überflüssigen Adjektive oder verbessere Stellen, an denen schwache Adjektive stehen.
US-Präsident Clinton hat für die kommende Woche entschiedene Maßnahmen gegen den Krieg in Bosnien angekündigt. “Ich glaube, wir sollten jetzt was tun”, sagte Clinton. Entsprechende Beratungen würden bald abgeschlossen.

Streiche in den folgenden Sätzen die überflüssigen Wörter oder Silben weg, ohne die Sätze sonst zu verändern.
Beim Aufprall des Personenkraftwagens gestern an der B8 entstand beim Sattelschlepper ein Sachschaden in Höhe von 9000 Euro.
Das kleine Hündchen kläffte erst furchtbar laut, stellte sich dann aber auf die Hinterpfoten und leckte Herbert die Hand.
Julia Roberts ist heute ist bestbezahlteste Schauspielerin der Welt.
Trägt Karl-Heinz im Winter keine Mütze auf dem Kopf, erkältet er sich sofort.

Kurzer Wörter lesen sich besser als lange. So war unsere Übung einen Text zu erstellen, der ausschließlich aus einsilbigen Wörtern besteht. Mit meiner Tischpartnerin entstand so folgender Dialog:
Was willst du?
Nichts!
Gar nichts?
Nein.
Weil?
Nichts ist!
Toll!
Gell?
Sonst noch was?
Weißt du noch was?
Nein.
Wenn sonst nichts ist…
Du hast so Recht.
Wie so oft.
Stimmt.
Weißt du was?
Was denn?
Ach, nichts.
Na denn…
Nun ja.
Dann!
Tschüss!
Ja, tschüss!
Tschau.
Bis bald!

Heute ging es um die Reportage. Und in meinen bald 12 Jahren im Job habe ich sicher schon so mache Reportage geschrieben, wenn mich aber jemand gefragt hätte, was das genau ist, hätte ich es nicht genau sagen können. Die Definition laut Fischer-Lexikon: Die Reportage ist ein tatsachenorientierter, aber persönlich gefärbter Erlebnisbericht, vor allem über Handlungen.”
Nun ja, dazu kamen noch diverse andere Difinitionen und Beispiele, und nun sind wir dran. Am Sonnabendvormittag fahre ich zur Hochschule für Musik und Theater hier in München. Bei “Jugend musiziert” lässt sich sicher eine schöne Reportage schreiben. Und morgen ist erst mal frei.

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