Tagesarchiv für 10. Januar 2009

RTZapper

Die Krone der Volksmusik

Samstag, den 10. Januar 2009
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SA 10.01.2009 | 20.15 Uhr | Das Erste

Was ist denn da los? Hat die ARD sein Publikum etwa nicht im Griff? Oder ist das in die Jahre gekommene ARD-Saalpublikum schon so träge? Oder lassen sich die Leute in Chemnitz nicht durch Mundharmonika-Getute beeindrucken?
RTL-“Supertalent” Michael Hirte, der Mann mit der Mundharmonika, blies zum gefühlten 8122. Mal sein “Ave Maria”. Diesmal jedoch in der ARD-Show “Die Krone der Volksmusik”. Wahrscheinlich auch deshalb, damit der arme Mann auch mal eine andere Studiokulisse sehen darf, als die ewig gleiche von RTL.
Aber, und das muss ihm völliug neu gewesen sein, das Saalpublikum klatschte zwar heftig. Doch, und das ist heutzutage schon bemerkenswert, blieb sitzen. Keine Standing Ovations! Mensch, ARD-Zuschauer! Das war Michael Hirte! Das Supertalent!! Mit Munharmonika!!! Und dem Ave Maria!!!! Und da bleibt ihr wirklich bräsig sitzen?
Bei der ARD weiß man eben nicht was nicht gehört. Zum Beispiel, dass man auch beim 8122. Hirte-Mundharmonika-Song aufzustehen hat.

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RTelenovela

Die Uni-Wette 2008 (2)

Samstag, den 10. Januar 2009
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(1) -> 1.1.2008

Das muss ich nun, 10 Tage nach Jahresbeginn, natürlich noch nachtragen.
Die Uni-Wette 2008, eingegangen Neujahr 2008 auf dem Praça do Comércio in Lissabon, die Magisterarbeit, die fertig werden sollte. Ich hielt dagegen.
Und ich habe gewonnen.
Dass wir nun eine Reise spendiert bekommen, sehe ich jedoch noch nicht.
Arbeit nicht geschafft, und dann noch Geld sparen. Na toll.

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RTZapper

Kaum zu glauben – sie wird 60

Samstag, den 10. Januar 2009
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FR 09.01.2009 | 20.15 Uhr | MDR-Fernsehen

Mary Roos feiert ungern Geburtstage. Warum also sollte sie dann ihren 60. feiern?
Doch der MDR ließ sich nicht beirren. Wenn Mary nicht feiern will, feiern wir eben allein, dachte man sich sicher. Oder was man beim MDR so feiern nennt.
Stattdessen wurde das ganze Elend des inszenierten Partyausfalls präsentiert. Alt-Zoni Heinz Rennhack stand in einem Zimmerchen, in dem ein Tisch festlich gedeckt wurde und betonte gleich am Anfang und im Laufe der Sendung gefühlte 30-mal, dass Mary nicht zu ihrer eigenen Geburtstagssendung kommen wird. Weil sie das Feiern hasst.
Da macht das Zusehen ja schon mal Spaß. Da steigt die Vorfreude auf die Sendung ins Unermessliche. Mehr als Resterampe konnte man von diesem Showgerümpel also nicht erwarten.
Rennhack laberte dummes Zeug, reihte einen lauen, abgestandenen Witz an den nächsten und zeigte mitunter stümperhaft zusammengeschnittenes Archivmaterial.
Wieso Rennhack überhaupt dafür zuständig war, Mary Roos zu feiern (oder sagen wir besser: über die rumzusülzen), wurde auch nie ganz klar. Vielleicht hatte beim MDR gerade einfach kein anderer Zeit.
Wenn man denn schon Mary ohne Mary feiern muss, dann hätte der MDR lieber ein Porträt zusammenschneiden können, wie es erst letzens über Loriot zu sehen war. Aber nein, der MDR wollte es extraplump und billig.
Nein, das hat die Mary nicht verdient.

Nichtsdestotrotz: Kenner der Seite und des Autors ist die Liebe zu Mary Roos bekannt, und deshalb: Herzlichen Glückwunsch! Auf die nächsten 60!

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RT im Kino

Jerichow

Samstag, den 10. Januar 2009

Thomas (Benno Fürmann) ist wieder da. Der Tod seiner Mutter zog ihn zurück in sein Dörfchen Jerichow irgendwo in der Mitte Deutschlands. Er will ihr Haus renovieren, um dann dort zu wohnen und sich Arbeit zu suchen. Leider hat er weder Geld noch Arbeit.
Das ändert sich jedoch, als er Ali (Hilmi Sözer) kennenlernt. Ali heuert Thomas als Fahrer an, der seine Imbissstände beliefern soll. Auch Alis Frau Laura (Nina Hoss) hilft. Doch als Thomas und Laura eine Affäre beginnen, befeuert das die Eifersucht des geschäftstüchtigen Ali.
“Jerichow” von Christian Petzold führt uns in eine scheinbar tote Region. Tote Dörfer, kaum eine Menschenseele. Der Film kommt fast komplett ohne Komparsen aus. Das ist wahrscheinlich sehr deprimierend im wahren Leben, im Film ist es das auch. Die Geschichte selbst erscheint auch relativ simpel. Eine Dreieckgeschichte, die jedoch weder sonderlich spannend, noch wendungsreich ist oder einen besonderen Pfiff hat. Dazu noch das ewige Nichts, das einen so langsam dahindämmern lässt.
Nur das Ende – das ist dann doch beeindruckend. Beeindruckend simpel und nicht weniger langweilig als der Rest.
Tristess, die eher als Fernsehfilm fürs Spätprogramm durchgehen würde.

4/10

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