Tagesarchiv für 6. Januar 2009

RTZapper

Der Katastrophenwinter 1978/79 – Als der Osten im Schnee versank

Dienstag, den 6. Januar 2009
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DI 06.01.2009 | 20.15 Uhr | rbb

Brrr, ist das kalt! Gerade jetzt zeigt mein Thermometer eine Temperatur von -13 Grad. Am Morgen wurden in Brandenburg bis zu -22 Grad gemessen.
Es ist Winter.
Ja, mein Gott, Winter! So ist das nun mal zu dieser Jahreszeit, zumindest wenn wir auch einen richtigen Winter haben. Dann sinkt die Temperatur, und es fällt auch mal Schnee.
Dass gleich alle hysterisch werden müssen, erscheint da völlig überflüssig. Albern wird es, wenn der rbb, am Montagabend, ein “rbb spezial” sendet mit dem Titel “Der Winter ist da”. Ach was.
Wer heute jedoch, 24 Stunden nach dem “rbb spezial” die Doku über den Katastrophenwinter 1978/79 gesehen hat, der bekam hoffentlich den Kopf wieder geradegerückt.
Vor genau 30 Jahren war nämlich wirklich das, was man hart und knackig nennen kann. Und vor allem: katastrophal. Temperaturabfall von rund 30 Grad innerhalb von Stunden. Ein unglaublicher Schneesturm. Rekordniederschläge. Neujahr 1979 war die gesamte DDR ohne Strom. Die Insel Rügen war tagelang nicht erreichbar.
Der Schnee war meterhoch, Straßen mussten mit Panzern freigeräumt werden, Züge waren in Schneewehen stecken geblieben.
Das, und nur das, ist eine echte Winterkatastrophe, die die Doku heute recht eindrucksvoll und gerade erdrückend in Erinnerung rief.
Das, was wir gerade erleben ist eigentlich nur eins: normal.

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RTelenovela

Im Schritttempo durch die Hauptstadt

Dienstag, den 6. Januar 2009
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Das zweite Mal zu spät. Das war mir zwar peinlich, aber letztlich konnte ich wenig dafür.
Wieder mal der Verkehr. Die Straßen waren zwar befreit vom Schnee, dafür aber leider nicht von vielen anderen Autos. Eigentlich ist es eine Unverschämtheit, wie viele leute morgens um 9 in Berlin unterwegs sind…
Es ist ja nicht so, dass ich die A111/100/115 zum ersten Mal gefahren bin. Aber der Stau heute stellte für mich einen Rekord dar.
Dass sich der Verkehr schon im Forsthaustunnel vor Tegel staute, war schon ein schlechtes Omen. Hinter dem Waidmannsluster Damm ging es zwar flüssig weiter, das erledigte sich aber schlagartig im Tunnel Flughafen Tegel. Dann ging gar nichts mehr.
9.15 Uhr. Ich bin noch ganz ruhig, schließlich bin ich früher losgefahren als gestern, der Zeitpuffer war relativ groß.
9.25 Uhr. Es geht schlecht voran, ich bin gerade mal am Saatwinkler Damm.
9.35 Uhr. Ich rufe im verlag an, dass es bei mir später wird. Heckerdamm. Im Normalfall geht es hinter dem Dreieck Charlottenburg weiter, dann hat sich der Stau erledigt.
Hat er aber nicht. Schleichtempo. Der Verkehr quält sich über die Rudolf-Wissell-Brücke, und ein Ende ist nicht in Sicht. Im Verkehrsfunk von radioeins kommt der Stau nicht vor.
10.05 Uhr. Am ICC biege ich auf die A115 Richtung Potsdam ab. Die Straße ist frei. Der Stau auf der A100 geht weiter. Später sagt eine Kollegin, die von der Gegenrichtung kam, dass ein Tanklaster quer stand.
10.20 Uhr. Ich bin da, habe Potsdam erreicht. Die Nuthe-Schnellstraße hatte immer noch Eisflächen, war noch immer nicht ganz frei. Im Gegensatz zum Beispiel zu den wichtigen Oranienburger Straßen.
Statt 45 bis 50 Minuten brauchte ich 95 Minuten. Ich war bedient.

Noch viel bedienter war ich allerdings zum Feierabend, als mein Auto nicht ansprang. Batterie tot. Rückfahrt mit der Bahn. Morgen ein neuer Versuch oder der ADAC muss ran. Mist.

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