Tagesarchiv für 1. Januar 2009

RTZapper

Alexander

Donnerstag, den 1. Januar 2009
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DO 01.01.2009 | 20.15 Uhr | ProSieben

Wir schreiben das 4. Jahrhundert vor Christus. Alexander (Colin Farrell) besteigt den Thron der Mazedonen. Im Laufe seiner „Amtszeit“ schafft er es, die Griechen zu einen – allerdings nicht ohne Gewalt. Er besiegt die Perser, seine Truppen rücken bis nach Kleinasien vor.
Die gut dreistündige Reise mit „Alexander“ vergeht relativ schnell. Das ist eine der guten Nachrichten zu diesem Film. 176 Minuten waren schon mal viel zäher und länger. Colin Farrell scheint die perfekte Besetzung für Alexander den Großen zu sein. Interessanterweise sieht der Darsteller, der Alexander als Jugendlichen darstellt, ihm tatsächlich sehr ähnlich. Angelina Jolie altert ebenfalls recht smart im Film – samt dicker Lippen. Pikant: Mama Angelina ist in Wirklichkeit nur zwei Jahre älter als ihr Söhnchen Colin.
Ansonsten zeigt der Film recht routiniert Alexanders Weg durch die Welt, die mitunter grausamen Kämpfe auf den Schlachtfeldern, so wie die interessanten Beziehungen zwischen Alexander und seiner Mutter, seiner Frau und seinen Kampfgefährten. Zu letzteren soll es auch mehr als nur freundschaftliche Beziehungen gegeben haben. Bei genauerem Hinsehen macht der Film in dieser Hinsicht auch einige Andeutungen. Aber natürlich nicht nur wegen dieses Aspektes ist „Alexander“ ein sehr unterhaltsames und spannendes Heldenepos.
Die Kulissen können sich absolut sehen lassen, die Musik ist hörenswert, macht keinen aufdringlichen Eindruck, wie es bei solchen „Schinken“ öfter vorkommt.

Hits: 21

aRTikel

Internettrends und Castingloser

Donnerstag, den 1. Januar 2009
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63-mal „Willi“: Die MAZ-Jugendredaktion mit ihrer eigenen Jahresbilanz 2008

MAZ Oranienburg, 31.12.2008

Pommes- und Burgertests, Promigespräche, Schulaktionen: Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen

Januar:
Die Abiturklasse des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums gestaltete einen Bodypainting-Kalender, um Geld für den Abschlussball zu verdienen.
Aufstand gegen das StudiVZ. Das Internetportal, in dem sich (nicht nur) Studenten einschreiben, will die Daten für gezielte Werbung verwenden. Viele Nutzer protestieren, wollen aussteigen. Dabei wird das auf anderen Seiten schon lange praktiziert.
Die Schildower Rockgruppe Masters Of Dark Fire schafft es bis ins Halbfinale des Emergenza-Bandwettbewerbes.

Februar:
Der Imbiss auf dem Oranienburger S-Bahnsteig gewinnt den Cheeseburgertest.
Nur knapp gescheitert ist eine Klasse der Goethe-Oberschule in Kremmen. Sie nahm an einem Wettbewerb von 104.6 RTL teil, bei dem es Arbeitsplätze zu gewinnen gab.
Streit um das Internetportal Spickmich.de: Schüler können Lehrer öffentlich benoten. Was den Lehrern natürlich meistens so gar nicht in den Kram passt.

März:
Die DDR-Geschichte kommt im Unterricht zu kurz. Das sagt eine Mehrheit von befragten Schülern in Oberhavel.
Alkohol spielt schon bei Siebtklässlern in Oberhavel eine Rolle, fand ein „Willi“-Reporter heraus. Ohne Verbote gehe es nicht, meinte ein Lehrer aus Hennigsdorf.
Maxi Arland war zu Gast in Velten. Der Volksmusiker und Moderator steht hinter dem, was er tut. Den Schulabbruch hat er auch nie bereut, wie er „Willi“ erklärt.

April:
Schüler des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums engagieren sich für die „Operation Smile“, die Kindern hilft, die eine Operation wegen einer „Hasenscharte“ benötigen.
Die Imbisskette Subway kündigt an, eine Filiale in Oranienburg zu eröffnen. Die Futterei geht weiter.

Mai:
Runge-Gymnasiasten aus Oranienburg treffen in Berlin DJ Bobo. Sie nahmen vorher im Internet an einer Aktion des UN-World-Foot-Programs teil.
Das Abitur entwickelt sich für die Wirtschaft in Oberhavel immer mehr zu einem lukrativen Geschäft: Druckerei, Friseure, Ausstatter und viele andere verdienen mit, wenn neue Kleider gekauft oder die Abizeitung gedruckt werden muss.
Casting-Loser Menderes Magci war zu Gast in einer Zehdenicker Disko. Er meint im „Willi“-Interview, dass er weitermache, egal was Dieter Bohlen sagt. Bohlen sagt nichts weiter – und was macht Menderes jetzt eigentlich? Ähm … Wer noch mal?

Juni:
„Willi“ macht im Löwenberger Land den Pommestest: Es gewinnt der kleine Laden „Zur alten Tanke“ in Löwenberg.
Eine ganze Staffel „24“ am Stück. „Willi“ wagte das Experiment, alle 24 Folgen der US-Krimiserie (fast) ohne Pause zu sehen. Das schlaucht, und am Ende bekommt man nicht wirklich mehr etwas mit.
Der Liebenwalder Robert Pfuhl ist neuer Leiter der Theatergruppe „Obst“ des Runge-Gymnasiums in Oranienburg. „Bis zum Hals“ heißt das diesjährige Stück.

Juli:
Zwei „Willi“-Leserinnen aus Gransee haben die Möglichkeit, an der Autorallye „Paris – Berlin“ teilzunehmen. Eine Woche dauerte die Tour, auf der sie Karten lesen lernten, vielen Leuten begegneten, viel in Frankreich und Deutschland zu sehen bekamen und am Ende glücklich in Berlin eintrafen. Ein echtes Erlebnis!
Lars Winning (28) aus Oranienburg tritt als vermutlich erstes deutsches Double von Indiana Jones auf. Interessierte können ihn für Partys oder andere Veranstaltungen mieten.

August:
Zwei „Willi“-Reporter wagen sich in die Zentrale der Scientology in Berlin, wo sie fast auch eine (die!) Unterschrift leisteten. Fast, wie gesagt. Sie haben frühzeitig den Rückzug angetreten.
Ein Geschwisterpaar aus Borgsdorf übernimmt eine Partnerschaft für einen Siebenjährigen aus Kenia.
Das Debütalbum von Radiopilot erscheint. „Leben passiert“ der fünf Jungs aus Oberhavel und Berlin schafft es immerhin bis auf Platz 70 der Charts. Die dazugehörige Tour im Herbst führte sie durch elf Städte.

September:
Auf dem Kultursender arte läuft der Kurzfilm „Es war einmal ein König“, der im Neubaugebiet Velten-Süd gedreht wurde. Leider läuft das Werk mitten in der Nacht.
Nur wenige Jungpolitiker stellen sich für die Kommunalwahl in Oberhavel.

Oktober:
Neuer Trend im Internet: Couchsurfing. Jugendliche, die verreisen, aber wenig Geld ausgeben wollen, melden sich auf einem Internetportal. Dort bieten Fremde ihr Sofa als Übernachtungsmöglichkeit an.
Der „Baader Meinhof Komplex“ startet in den Kinos. In zwei Szenen dabei: der Oranienburger Christian Scholz. Der 26-Jährige war Statist und ist in einer Massenszene vor der deutschen Oper zu sehen. Als Filmpalast-Mitarbeiter kann er sich die Stellen öfter mal auf der Leinwand ansehen.
Oranienburg im Internet: Rund 220 Filme haben Nutzer bei Youtube und MyVideo hochgeladen. Zu sehen sind die alte Schlossbrücke und feiernde junge Leute. Was manchmal auch ein bisschen peinlich ist.
Jugendforum in Hennigsdorf: Junge Leute können Vorschläge machen, was ihnen in der Stadt fehlt. Darunter: Luxusbordell und Raucherzonen. Auch sonst verläuft das Ganze eher chaotisch. Leider.
Das illegale Runterladen von Musik im Internet wird immer gefährlicher. Fahnder begeben sich nicht nur virtuell auf die Suche nach den Tätern.

November:
Und noch ein Test: Diesmal überprüfte „Willi“ die Oranienburger Currywürste. Erneut gewann der Imbiss auf dem Oranienburger S-Bahnsteig.
Jugendliche in Oranienburg beklagen das geringe Angebot für sie in der Stadt. Dabei spielt allerdings nicht nur die schlechte Information eine Rolle. CJO und DRK kann doch nicht alles sein?!

Dezember:
Die Suche nach Internettrends geht weiter. Um das Reisen so preiswert wie möglich zu halten, schließen sich (nicht nur) junge Leute auf Internetportalen zusammen und bilden Fahrgemeinschaften. So sparen alle Geld.
Und bei so vielen Internetthemen: „Willi“ machte den Selbsttest. Eine Woche ganz ohne das virtuelle, weltweite Netz. Keine Mails, kein StudiVZ, keine Blogs. Zu vermelden sind leichte bis mittlere Entzugserscheinungen und Kommunikationshürden. Aber auch neue Gespräche – ganz reale, wohlbemerkt.
Frage an Oranienburger Jugendliche: Was ist besser als Sex? Ehrliche Antwort: „Richtig guter Sex ist schwer zu überbieten.“ Na also!

Hits: 15

RTZapper

WDR5 spezial: Silvester mit Elke Heidenreich und Roger Willemsen

Donnerstag, den 1. Januar 2009
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MI 31.12.2008 | 23.03 Uhr | WDR5

Man kann ja den Jahreswechsel auf vielerlei Arten feiern: auf einer großen Party, auf einer Feiermeile, vor dem Fernseher und – ja, auch das soll es noch geben – vor dem Radio.
WDR5, die oft interessante Wortwelle des Westdeutschen Rundfunks, bot eine echte Partyalternative.
Elke Heidenreich und Roger Willemsen trafen sich in den beiden Stunden rund um den Jahreswechsel, um einfach mal zu plaudern und ihre Lieblingsmusiken zu spielen. Um sich über die Musik des anderen lustig zu machen und sich erneut (letztes Jahr wohl schon mal) eine Verlobung. Außerdem Rückschauen auf 2008, letzte Worte zum ZDF-Rausschmiss Heidenreichs (die Literaturkrikerin fühlt sich nun bei der Litcolony sehr wohl, sagt sie), und Ausblick auf 2009. Reisen, Touren und mehr.
Dazu Jazz, Opern, Humorstücke, Neue Deutsche Welle, und Heidenreich und Willemsen, die im Hintergrund mitsingen. Ganz entspannt, und doch spannend.
Auch wenn der Verdacht besteht, dass die Sendung nicht live war (kein direkter 0-Uhr-Countdown, sondern Anstoßen und Glockenläuten nach Ausblenden von Musik – da ich es aber als Aufzeichnung hörte, konnte es mir letztlich egal sein) – das war mal was besonderes und eine der wenigen Sternstunden des Radios.

Hits: 41

RTelenovela

3… 1… Prost Neujahr!!

Donnerstag, den 1. Januar 2009
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Huch, das hätten wir fast verpasst.
Die große Uhr, die im rbb eingeblendet war, zeigte 23.59.30 Uhr. Der Sekt ist schon in den Gläsern, nun müssen nur noch die Wunderkerzen angezündet werden.
Die Zeit läuft. Und die Wunderkerzen brennen noch nicht vollständig.
Wie lange noch?
Noch 3… ach, nee, schon 1… Prost Neujahr!!
Fast hätten wir die Sekunde Null des Jahres 2009 verpasst. Drei Sekunden, na ja, eigentlich waren es sogar nur zwei, weil ich mich um 23.59.58 Uhr verguckt hatte, begann der wohl kürzeste Countdown in meiner 30-jährigen Jahreswechselgeschichte.
Das Jahr fing ja zügig an…

Eine schöne kleine Feier. Das Bleigießen musste zwar leider wegen ausverkaufter Beligießen-Utensilien ausfallen, dafür lasen wir das Jahr 2009 aus Ü-Ei-Figuren. Ich hatte ein seltsames, hellblaues Elefäntchen drin, das ich glücklicherweise noch nicht mal zusammenbauen musste (ich wäre gescheitert). Große Kulleraugen, große Ohren. Die Deutung ist ganz klar: Staunen über viel Neues und Wissbegierigkeit. Passt ja. Nur das mit dem kleinen Rüssel, das… nun ja.

1. Januar 2009, etwa 0.30 Uhr. Berlin-Prenzlauer Berg, an der Ecke Konrad-Blenkle-Straße/Cotheniusstraße. Der Kiez befindet sich im Krieg. Im Neujahrskrieg.
Es blitzt und kracht. Die Knaller pfeifen einem nur so um die Ohren. Irgendwie scheinen die wirklich cleveren menschen woanders gefeiert haben. Alle anderen waren dort, wo wir auch standen. Die, die die Raketen gerne auch mal in unsere Richtung schossen, statt nach oben. Oder die, die die Raketen nicht in die Sektflasche stellen, sondern direkt aus der Hand losschossen und sie sich damit fast den Kopp abschossen. Die, die die Raketenstation direkt auf den Sromverteiler stellten und sämtliche Ladungen gegen die Hausfront, die Balkone und Fenster schossen. Die, die vom Balkon aus gelangweilt Böller runterwarfen. Und auch die, die die Raketen direkt unter einen Baum stellen, wo die Lichter in den Ästen verpufften. Alles ganz clever und erfreulich für uns.
Sagen wir mal so: Unsere kleine Feier war schön, ruhig, besinnlich auch. Der Countdown ein wenig überstürzt und spät. Die erste Stunde 2009 ziemlich turbulent und nicht ganz ungefährlich.
Gesundes Neues!

Hits: 22