Tagesarchiv für 21. Dezember 2008

RTZapper

Tatsächlich … Liebe

Sonntag, den 21. Dezember 2008
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SA 20.12.2008 | 20.15 Uhr | RTL II

“Was kann es Schlimmeres geben, als die totale Marter der Liebe?” Wenn der Ehemann fremd geht und Frau hilflos zusehen muss. Wenn der beste Freund die Frau heiratet, die man liebt. Wenn das Mädchen in der Klasse einen überhaupt nicht beachtet. Wenn es sich einfach nicht schickt, sich in eine Untergebene zu verlieben. Eine endlose Liste.

Langsam, aber sicher rollt das Weihnachtsfest auf uns zu, nur noch ein paar Tage. Eine Zeit, in der die Menschen sentimental werden, sich mehr und mehr nach Liebe, Zuneigung, Geborgenheit sehnen. In der Weihnachtszeit sagen sich die Menschen die Wahrheit, heißt es in dem Film von Richard Kurtis: “Tatsächlich… Liebe”.
Curtis zeigt ein schönes Bild auf: In der Ankunftshalle eines Flughafens zeigt sich die ganze Bandbreite der Liebe. Wenn sich Paare, Familienmitglieder, freunde begrüßen, sich freuen, sich umarmen.

Für die romantische Komödie konnte der Regisseur Richard Curtis alle englischen Schauspieler mit Rang und Namen verpflichten. Hugh Grant spielt den Premierminister, der sich gleich am ersten Tag in der Downing Street hoffnunglos verliebt. Emma Thompson stellt auf großartige Weise eine Ehefrau dar, die um ihren Mann (Alan Rickman) fürchtet. Der macht einer seiner Angestelltinnen (Heike Makatsch) Avancen. Mit von der Partie sind auch Liam Neeson und Rowan Atkinson.
Es ist hier einfach nicht Zeit genug, um all die hinreißend, heiteren, nachdenklichen, rührenden Geschichten aufzuzählen. Fakt ist, dass es selten einen Film gab, der sein Publikum so dahinschmelzen lässt. Doch nicht nur das: Überraschenderweise hat der Film auch eine aktuelle, handfeste politische Botschaft, die dem Publikum über ein interessantes Bild überbracht wird.

Als einzige Deutsche ist Heike Makatsch dabei. Leider ist sie der einzige, aber wirklich kleine Negativpunkt in diesem ansonsten so wunderbaren Film, der später einmal zu einem Klassiker aufsteigen könnte.
Auch wenn die Liebe manchmal ein Martyrium ist, was wären wir ohne sie? Gerade jetzt, wenige Tage vor Weihnachten.

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RT im Kino

1 1/2 Ritter auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde

Sonntag, den 21. Dezember 2008

Das wird schwer für Til Schweiger: Nach dem Megaerfolg mit “Keinohrhasen” müssen die Zuschauer auf den zweiten Teil noch gut ein Jahr warten. Bis dahin hat er noch zwei Filme am Start. Gerade lief “1 1/2 Ritter auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde” an, für das Schweiger wieder Regie führte, als Produzent und Hauptdarsteller dabei war. Nur das Buch schrieb er diesmal nicht selbst.
Aufruhr am Hofe von König Gunther (Thomas Gottschalk). Seine Tochter Herzelinde (Julia Dietze) wurde vom schwarzen Ritter entführt. Und Ritter Lanze (Til Schweiger) ist daran leider nicht ganz unschuldig. Im Liebes- und Alkoholwahn hat er einen Moment nicht auf sie aufgepasst. Er beschließt, sich auf die Suche zu machen. Mit Erdal (Rick Kavanian), der kein Ritter ist, aber gern einer wäre, macht er sich auf den beschwerlichen Weg.
“1 1/2 Ritter” ist das, was laut Filmtitel auch Herzeline ist: hinreißend – jedenfalls meistens. Dauerlächelnd und nicht selten auch lachend sitzt der Zuschauer in seinem Kinosessel und erfreut sich an den Gags, die mitunter herrlich platt sind, sowie an vielen aufwändig gedrehten Szenen. Zudem ist die Ritterkomödie prominent besetzt. Roberto Blanco hat eine kleine, aber erstaunlich feine Nebenrolle – um nur einen zu nennen. Thomas Gottschalk zeigt sich unter Schweigers Regie locker, gelöst und als König durchaus glaubhaft.
Auch wenn sich der Film gegen Ende leider ein wenig zieht, werden hier zwei Stunde sehr gute Unterhaltung geboten, die zwar nicht das Niveau von “Keinohrhasen” nicht erreicht, aber dennoch als gelungen betrachtet werden kann.

7/10

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RTZapper

Die Gewinner stehen fest

Sonntag, den 21. Dezember 2008
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FR 19.12.2008 | Märkische Allgemeine

Immer neue Datenskandale erschüttern Bankinstitute. Da verschwinden ganze Datensätze mit Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontodaten der Kunden. An Adresshändler verramscht oder einfach verloren gegangen – wenn nicht gerade ein Kurierdienst die Adressen vertauscht und Stollen falsch adressiert.
Um so verwunderlicher, dass die MAZ in der Freitagsausgabe unter der Überschrift “Die Gewinner stehen fest” fix mal Dutzende Adressen von Lesern veröffentlicht. Genauer gesagt: 142. Die Leser hatten sich an einem Weihnachtsgewinnspiel beteiligt. Warum aber neben den Namen auch noch die ganze Adresse, also Wohnort, Straße und Hausnummer in der Zeitung stehen müssen, weiß kein Mensch.
Die Adressenhändler jedenfalls haben so ganz leichtes Spiel: 142 neue Daten, serviert auf dem Präsentierteller.
Also wenn ich an einem Gewinnspiel teilnehme, möchte ich auf diese Weise nicht in der Zeitung erscheinen.

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ORA aktuell

Park statt Plattenbau

Sonntag, den 21. Dezember 2008

Ein kleiner Park wird dort entstehen, wo Ende Januar der Plattenbau an der Berliner/Augustin-Sandtner-Straße abgerissen wird. Am ambitioniertes Projekt: Die Landschaftsarchitekten setzen auf ein Hörspiel von Friedrich Wolf und wollen es mit Holz, Stahl und Pflanzen umsetzen. Das Hörspiel “Krassin rettet Italia” lief 1929 in Hörfunk. Dabei ging es um ein Luftschiff, das nördlich von Spitzbergen abstürzte. Im Mai 2009 soll der kleine Park eröffnet werden.

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