Tagesarchiv für 10. Dezember 2008

RTelenovela

Das Falkenseer Bürobeben

Mittwoch, den 10. Dezember 2008
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Die Wände zittern, die Scheiben klirren, der Boden bebt. Und das immer wieder, fast permanent. Alltag in unserem Büro in Falkensee.
Wobei ist das Gefühl habe, dass es immer schlimmer wird. Manchmal glaube ich schon, dass das Haus beginnt, zu schwanken. Aber so weit scheitn es noch nicht zu sein.
Da ich dort nur einmal pro Woche bin, ist das für mich noch sehr beunruhigend. Die anderen sehen das total gelassen. Und lächeln nur milde, wenn ich frage, woher das Beben eigentlich kommt. Könnte der Straßenverkehr sein. Oder irgend so eine Eisentür in der unteren Etage, in der sich eine Bank befindet. Was weiß ich. Es fühlt sich jedenfalls wie ein Presslufthammer an.
Falls es in Falkensee mal ein Erdbeben geben sollte – in unserem Büro wird das wahrscheinlich gar keiner außergewöhnlich finden. Bisher ist das Haus jedenfalls erdbebensicher – wird ja täglich zigmal getestet.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Der Schuh des Manitu

Mittwoch, den 10. Dezember 2008
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DI 09.12.2008 | Berlin, Theater des Westens

“Der Schuh des Manitu” als Musical? Wie soll das funktionieren? So ganz ohne Bully Herbig?
Die Erwartungen waren extrem gering, als wir uns heute Abend im Berliner “Thester des Westens” einfanden. Der wilde Westen als Musical feierte dort am Sonntag seine große Weltpremiere.
Und umso niedriger die Erwartungen, desto kleiner die Enttäuschung. Oder eben desto größer die Freude über eine gelungene Aufführung.
Tatsächlich trifft nämlich Letzteres auf den “Schuh des Manitu” zu. Eine heitere Show mit vielen witzigen Elementen und abgedrehten Einfällen.
Die Figuren waren zwar die Gleichen wie im Film – ein wenig mehr Abweichung hätte da vielleicht sogar ganz gut getan, denn so mussten sich alle Schauspieler mit den Originalen messen lassen – die Handlung war ebenfalls bekannt. Dennoch: Wir sahen ja keine DVD. Hinzu kamen viele heitere, überbordende Songs mit ausgefallenen Choreografien, niedlichen Einfällen und witzigen Texten. Wenn dann kleine Wolfshandpuppen auf der Bühne die Lieder mitsingen, geht einem das Herz auf und gleichzeitig vor Lachen und Staunen der Mund nicht mehr zu. Es gibt Szenen, die wirken fast wie Disneyfilme in den besten Augenblicken.
Bezeichnenderweise ist das Musical dann am schwächsten, wenn Dialoge aus dem Film eins zu eins übernommen wurden.
Nach rund 130 Minuten ist der Spaß vorbei und die Erkenntnis gereift, dass das Experiment, aus dem Film ein Musical zu machen, geglückt ist.

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RTelenovela

Voll blöd: Ohne Tüv und Papiere im Parkverbot

Mittwoch, den 10. Dezember 2008
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Im Parkverbot zu stehen ist immer ein Risiko. In der Oranienburger Mittelstraße stand heute ein Peugeot im als Parkverbot markierten Teil, direkt an der Kreuzung zur Schulstraße.
Pech 1: Ein Polizeiwagen kam vorbei und hielt an.
Pech 2: Die Polizistin sah sich den Wagen genauer an und begnügte sich nicht mit einem Knöllchen.
Pech 3: Tüv und AU waren abgelaufen.
Pech 4: Und das wohl schon ziemlich lange, denn die Polizisten begann, beide Plaketten von den Nummernschildern zu kratzen.
Pech 5: Die Autofahrerin in pinker Jacke kam zurück.
Pech 6: Sie musste ihre Papiere zeigen.
Pech 7: Es stellte sich heraus, dass das Auto gar nicht auf ihren Namen läuft. Sie sagt, sie habe es erst gestern gebraucht gekauft.
Pech 8: Sie hat keinen Kaufvertrag. Ob sie überhaupt keinen hat oder nur gerade nicht dabei, blieb offen (für uns Zuschauer am Fenster).
Ganz schön viel Pech für einmal Falschparken. Aber wer ist auch so blöd, ohne Tüv auch noch im Parkverbot zu stehen. Wobei die Punkfrau nicht den Eindruck machte, als habe sie sich vorher damit beschäftigt. Also mit dem Tüv und dem Parkverbot.
Pech eben.

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