Tagesarchiv für 1. Dezember 2008

RT im Kino

Der Mann, der niemals lebte

Montag, den 1. Dezember 2008

Er kann Arabisch und hält Kontakt zu den Einheimischen. Das unterscheidet Roger Ferris (Leonardo diCaprio) von anderen CIA-Agenten. Als Anti-Terror-Spezialist ist er im Nahen Osten unterwegs.
Sein aktueller Einsatzort ist Amman, Jordanien. Dort lebt der Anführer einer terroristischen Organisation, die ohne Handys und Laptops arbeitet und deshalb für die CIA, die sonst alles sieht, nicht zu fassen ist.
Ferris steht in ständigem Kontakt mit Ed Hoffman (Russell Crowe), der die Aktion von der USA aus begleitet – aber nicht immer zu Farris’ Gunsten handelt. Das macht die Sache für den Agenten in Amman nicht einfacher: Er verbündet sich mit dem Chef des jordanischen Geheimdienstes, Hani (Mark Strong). Doch das Netz aus Geheimnissen, Bündnissen und Intrigen birgt große Gefahren.
Ridley Scott hat mit “Der Mann, der niemals lebte” (irgendwie sehe ich in dem deutschen Titel keinen richtigen Sinn im Zusammenhang mit dem Film – im Original: “Body Of Lies”) einen spannenden Actionreißer mit durchaus aktuellem Bezug ins Kino gebracht. Gezeigt wird ein Brennpunkt, der nach dem 11. September 2001 offenbar richtig heiß wurde. Die Botschaft: Man kann niemandem vertrauen. Das gilt offenbar auch für die Zuschauer in den USA, die innerhalb der Handlung einige böse Einzelheiten zum mitunter schmutzigen Anti-Terror-Kampf erfahren.
Leonardo DiCaprio spielt hervorragend (allerdings wirkt die Synchro in den ersten Minuten bei seinen Parts ein wenig leise, schlecht abgemischt), ebenso wie Crowe, den den ständig telefonierenden und nebenbei kinderhütenden Ed spielt.
Ein ordentlicher, zeitbezogener, dabei aber überhaupt nicht überdrehter Thriller.

8/10

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RTelenovela

Anti-Aids-Rede to go

Montag, den 1. Dezember 2008
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Der Berliner Hauptbahnhof wurde heute Vormittag mit Live-Musik beschallt. Es klang irgendwie nach Weihnachten, was auch angesichts des heute begonnenen Monats auch nicht verwunderlich gewesen wäre. Die Veranstaltung auf der kleinen Bühne im Zwischengeschoss war jedoch in Wirklichkeit die Eröffnung der Aktionen zum Welt-Aids-Tag in Berlin.
Der Anlass ist wichtig, doch irgendwie wirkte das Ganze ein wenig armselig.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betrat das Podium und hielt eine Anti-Aids-Rede. Ein paar Leute, die meisten davon Reporter mit Kameras und Mikros, standen drumherum. Ansonsten herrschte das übliche Bahnhofsgewusel.
So wirkte die Szene wie eine “Anti-Aids-Rede to go” wie eine Donut oder Latte Macchiato, den man mal fix mitnimmt.
Klar, die Aktion war von der S-Bahn initiiert, somit war es sinnvoll, die Veranstaltung auch auf dem Hauptbahnhof stattfinden zu lassen. Auch bestand die Chance, dass viele Leute mitbekommen, dass heute Welt-Aids-Tag ist. Dennoch ließ sich der etwas ärmliche Eindruck leider nicht von der Hand zu weisen.
Als dann Frau Schmidt zu Ende geredet hatte und weitere wichtige Menschen was zu sagen hatten, wurde es auch noch leerer als vorher. Ich selbst hatte auch keine Zeit mehr, musste weiter zur S-Bahn auf dem oberen Bahnsteig.
So ist das eben, wenn man nur mal schnell umsteigt.

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